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Ein wenig Frauenfeindlichkeit steckt darin, ein wenig Wahrheit, das ist Capo, der kleine Bruder von Haftbefehl, der in die Deutschrapszene so richtig Wind geblasen hat. Denn er hat den Flow, ähnlich wie Haftbefehl, und er hat das Bewusstsein, sein eigenes musikalisches Ding zu machen. Zwar ist er ebenfalls auf den Autotunezug gesprungen, aber seine Beauts wahren noch immer die Authentizität durch 80-er und 90-er Beats, und vor allem seinen erstklassigen Album „Alles auf Rot“.
Letzteres machte ihn so eigen und zeigt seine klare Stellung im Deutschrap, die wäre: alternativ. Ob es seine Idee war, für den zweiten Release des kommendes Capimo-Albums (Zusammenschluss der Rapper Capo und Nimo) auf einen Beat, der nicht ähnlicher als Miami von Will Smith sein könnte, drauf zu ziehen? Man weiß es nicht. Fakt ist, seine Stimme und sein Flow dazu harmonieren, und damit wäre er auch wortwörtlich ein wenig die bessere Hälfte Capimos. Das macht aber nichts, denn Nimo leitet ein, spricht die flacheren Worte, auf die man im Deutschrap ungern verzichtet und hat die schöne Singsang-Stimme. Capo widmet sich da – ein wenig älter wie er ist – eher den harten Worten zu, und machte das ganze dann auch erwachsenenreif. Ob sich Capimos Album, das in der Szene mäßig gefeiert wird, beweisen wird, zeigt sich in der Zukunft. Sicherlich aber veranlasst es einen Capimo, die nächsten eigenen Klassiker raus zu hauen. Solange heißt es „Another Day, Another Date“!

Ich verstehe deutsche Medien nicht. Ganz klar. Ich arbeite für sie und mit ihnen, aber es gibt hin und wieder Dinge, die ich nicht gut finde, nicht gut finden kann. Denn oft fügen sich Rassismen in Bilder; und in dem Fall sind das dann Modebilder. Was das Zeitmagazin falsch macht, ist auch der Vogue passiert. Eine blonde, blauäugige Frau wie sie für den Inbegriff der deutschen Frau steht, wurde erneut auf’s Cover genommen. Dass es sich dabei um den größten Schlagerstar Deutschlands, wenn nicht der erfolgreichsten der Welt handelt, ist gegenstandslos. Klar, die Vogue versucht da eine neue Richtung zu gehen: von wegen deutscher Nationalstolz und so, Peter Lindbergh als Fotograph am Start, das neue Deutschland, das auch etwas in Kunst und Kultur hervorbringt, gesellschaftliche Relevanz hat oder doch nur für bessere Verkaufszahlen sorgt? Ich weiß es nicht. Aber fest steht, dass immer wieder Frauen dieser Wirkung und des Aussehens abgebildet und dargestellt werden. Gibt es eine Alternative zu Helene Fischer, in Deutschland? Muss sie denn Türkin sein, oder Schwarze? Nein, natürlich nicht, denn erstens ist das bemitleidender positiver Rassismus, zweitens ist das einfache Profilierung von wegen „wir sind ja so weltoffen“ und drittens ist es falsch und eine Art Anschuldigung. Man muss nicht eine Türkin nehmen, weil man eine Deutsche hat. Noch weniger aber muss man eine Schwarze nehmen, weil sie schwarz ist, oder man sich damit als international zeigen möchte. Das passiert oft. Auf den Covern deutscher Magazine wie auch der Modewelt. Aber Schönheit und Offenheit sind keine Fragen der Hautfarben. Was mich an Helene Fischer an dem Cover der deutschen Vogue stört, ist die Tatsache, dass sie da einfach nichts verloren hat. Sie ist weder Beauty, noch ist sie Sportlerin, die mit ihrem Körper im Vordergrund steht, geschweige denn Tänzerin. Sie ist auch nicht der Inbegriff Deutschlands, unter dem das Ganze verkauft wird, noch ist sie musikalisch in irgendeiner Form interessant oder zeig- und feierbar. Continue reading ›

Zurzeit darf ich ein paar Produkte von Shiseido testen. Ins Auge fiel mir dabei besonders der Kayal InkArtist, denn dabei handelt es sich nicht nur um einen Kajalstift, sondern auch gleich Lidschatten, Eyeliner und Brauenstift zugleich. Die Farben sind sehr speziell, und so sind es auch die Namen. Der weiße Stift beispielsweise heißt Kabuki White, und ist benannt nach dem japanischen Theater, indem auch die kreideweiße Geisha ihren Platz findet. Eine andere Nuance ist Sumi Sky und beschreibt mit der blauen Farbe den wässrig-blauen Himmel, der sich vom Weiß der japanischen Hochkunstgemälde der Sumi-e abzuleiten scheint. Eine pastell roséfarbene Nuance ganz nach der japanischen Kirschblüte in dieser Kollektion wäre noch traumhaft schön! Continue reading ›

Rüsselsheim represents…Mero, der 18-jährige Enes Meral übernimmt gerade die deutsche Rapszene. In einem Neuköllner Hummus & Falafelladen droppt einer von vier Jungs den Namen Mero, als ich sage, ich komme aus der Rap-Hochburg Frankfurt-Offenbach mit Rappern wie Celo&Abdi, Haftbefehl, Capo, Nimo, Hanybal und Azzi Memo. Continue reading ›

Italienische Filme, ein Genuss wie ich finde! Letztes Jahr hatte ich das Glück, den Film „Veloce Come il Vento“ zu sehen, ein Drama von Matteo Rovero, der nach einer wahren Begebenheit das Schicksal einer jungen Rennfahrerin zeigt, die um ihr Leben fährt. Das Drama, das vor allem einen Fokus auf die Dreiecks-Beziehung um die junge, gerade einmal 17-jährige Giulia, ihrem älteren Bruder Loris und ihrem jüngeren Bruder Nico bildet, ist nicht nur ein Familiendrama, sondern auch Rennfahrerfilm. Die Geschichte zeigt eindrucksvoll das Verhältnis dieses Familiengefühls, nimmt mit tiefen Dialogen mit in die italienische Kultur und Mentalität und entwirft gleichzeitig farbenträchtige Nuancen in einem doch so schattigen Film. Italien ist eben doch das Land nicht nur der Liebe, des Essen und der großen Gefühle, sondern auch der Mode, der Farben und dem ganz großen Kino! Wer auch nur einmal in Italien war, weiß, wovon ich spreche!

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Bushidos Ersguterjunge Signing Samra hat neulich ’n mega Hit rausgehauen. Gangstershit mit Gefühlen. Cataleya, man weiß nicht genau, ob er sie liebt oder hasst. Womöglich eine Hassliebe.

Wie Cigdem Toprak für die Welt schrieb: Rap heute ist romantischer denn je. Wenn auch immer noch gewalttätige Stilmittel genutzt werden; im Blickpunkt ist Liebe, das La dolce vita, und der eigene Erkennungswert. Es scheint, die Jungs, die ja doch problematischer in diese Gesellschaft integriert sind, kommen an, und das auf gutem Wege allemal! Continue reading ›

Meine neueste Entdeckung, auf die ich ganz persönlich stolz bin. Nach einer Playlist zu Jorja Smith & Co. stolperte ich auf Youtube über Lolo Zouaï, die gebürtige Französin zog es im jungen Alter nach Amerika, und heute mixt sie gekonnt beide Sprachen. Warum auch sollte man das Französische, eine der meistgeliebtesten Sprachen der Welt, links liegen lassen? Und dazu singt sie eben einfach ein wenig im Chanson-Stil, neumodisch, und sagen wir retrohaft modern. Ich liebe wie sie so Wörter wie Inshallah benutzt wie aus ihrem Hitsong „Desert Rose“ zu entnehmen ist. Ein anderer Hit ist: „High Highs to Low Lows“ indem sie, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, ehrlich von „not just minimum wage“ singt. Herrlich ehrlich! Gibt ein gutes Gefühl für eine aus der Y-Generation, really! Continue reading ›