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Vogue-UK-Going-Deutsch-Modepilot

 

Die britische Vogue widmet sich in ihrer aktuellen Mai-Ausgabe dem Modeland Deutschland und preist den Aufstieg des “minimalistischen Stils” an. Dabei zeigt keines der Bilder zum Artikel etwas Deutsches. Genau daran stört sich der Blog “Modepilot“. Aber gehört nicht auch alles Nicht-Deutsche in dieses Land?  Continue reading ›

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Ein zweites Gesicht ragt auf dem blassen Teint einer jungen Frau hervor. Aufgemalte Nase, Mund und Augen sind nicht die Faschingsschminke eines Kleinkindes, dazu blickt sie zu ernst der Kamera entgegen. Sie scheint rauchend das Make Up überzeugt als Teil ihrer Selbst zu tragen. Das Bild ist aus der Serie „Doublefaced“ des Künstlers Sebastien Bieniek.

Das Motiv ist so faszinierend, dass es im Internet weltweit geteilt wurde. Tauchte es erst in einem Video von Pharrell Williams auf, wurde der Künstler erst kürzlich vom aufstrebenden Jungdesigner Jacquemus für Haare & Make Up zur Paris Fashion Week beauftragt. Im Kunstverein Familie Montez in Frankfurt habe ich den Künstler getroffen, und mit ihm über Urheberrechte, Inspiration im Internet und sein Doublefaced Girl zu sprechen. Continue reading ›

Plus Size

Die französische Nationalversammlung möchte ein Gesetz zum Model-Mass-Index verabschieden, um Unterernährung zu bekämpfen. Die Industrie ist dabei, Plus-Size Models zu etablieren. Doch wie effektiv ist die Bezeichnung “Plus-Size”, wenn es darum geht, verschiedene Körpergrößen und Formen als Schönheitsideal zu akzeptieren?

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Vergangenen Samstag fand die Schirn at Night zur Ausstellung “Poesie der Gossstadt, die Affichisten” in der Frankfurter Schirn Kunsthalle statt. Gilt die Abendveranstaltung mit Clubatmosphäre bereits zu den Frankfurter Institutionen, so war die Schlange vor der Abendkasse vermutlich so lang wie noch nie, Grund dafür: Der Auftritt der Großstadtpoeten Celo & Abdi.

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Neben Dolce & Gabbana verkauft kaum eine andere Marke so viel Lebensstil wie Chanel. Für die diesjährige Herbst/Winter Kollektion ließ Karl Lagerfeld die “Brasserie Gabrielle” im Pariser Grand Palais errichten. Genannt nach dem eigentlichen Vornamen der Gründerin Coco Chanel soll die Brasserie als Kulisse der Mode verkörpern, was im Ausland als französischer Lebensstil verstanden wird. Damit wird die französische Kultur aufrecht erhalten und kommerzialisiert. Ähnlich wie Dolce & Gabbana zeigt auch Chanel, dass Marken einen erheblichen Einfluss auf die Bildung und Wahrnehmung von Kultur haben.

 

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Wo wird Chanel getragen? Selbstverständlich in der Brasserie! 

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Während die Modeelite sich bereits in Paris tummelt, ist mein Blick bei Dolce & Gabbana hängen geblieben. Nicht nur die auf dem Laufsteg präsentierten stolzen Mütter im Rahmen der verkauften (Familien-)Werte haben mich zum Nachdenken angeregt, sondern auch die als Kronen fungierenden Kopfhörer. Das italienische Haus bietet stylische Kopfhörer speziell für Damen angefertigt. In der männlich dominierten Technikwelt sind Produkte, die den Fokus auf Design, Mode und Trends legen, eine Nische. Der Versuch von Dolce & Gabbana ist jedoch enttäuschend. Mit Perlen und Steinchen verziert wirkten sie viel zu überladen, für den Alltag mehr als kitschig. Zu schade eigentlich, denn von einem Label mit so viel Sinn für Spitze und Weiblichkeit könnte man Stilvolleres erwarten. Noch dazu sind sie entstanden in Kooperation mit der amerikanischen Marke Frends, die durchaus schönere Modelle zu bieten hat. Eines dieser Modelle, das mir zugeschickt wurde, ist hier zu sehen. Noch ist die Marke in Deutschland unbekannt, was sich jedoch noch ändern könnte.

Bieten Firmen wie Sennheiser eine gute Hörqualität, so wird das Design meist vernachlässigt. Form follows function, klar, aber, wer es stylisch, modisch oder aufregend mag, wird mit den schwarzen Kissen von Sennheiser nicht glücklich.

Aber wie könnten die perfekten Kopfhörer für Damen aussehen?
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Dolce & Gabbana krönte vergangenen Sonntag mit der Kollektion für kommenden Winter die Mutter der Welt. Die mit Blüten verzierten Kleider trugen Liebeshymnen in verschiedensten Sprachen gerichtet an die Mutter. “I love you mama”, schrie das Eröffnungskleid voller Liebe in weißer Unschuld. Auch in italienischer oder französischer Sprache mit “J’aime Mama” wird Mutter die Liebe verkündet. Die Mutterrolle erhält dabei einen neuen Stellenwert in der Mode, die nicht ungern als Spiegel der Gesellschaft Jugendlichkeit zelebriert. Dabei ist die Liebe zur Mutter die vermutlich erste, die jeder Mensch erfahren kann. Dass ein Unternehmen wie Dolce & Gabbana gerade jetzt auf die brilliante Idee kommt, müsste kein Zufall sein: Im Zuge des modernen Feminismus ist die Wertschätzung der Mutterrolle ein wichtiges Zeichen. Der vielleicht schwierigste Job der Welt erhält Anerkennung. Bereits das dritte Model betretet mit kugelrundem Bauch den Laufsteg: Biancia Balti, Gesicht der letzten Kampagne, stolzierte überglücklich als werdene Mutter über den Laufsteg. Hinter sich lässt sie eine Kulisse zurück, die Kinder die Hand der Mutter haltend zeigt. Die Präsentation kann als “Empowerment” bezeichnet werden: so elegant die Damen sind, so stark, selbstbewusst und sicher wirken sie. Von weiblicher Fragilität ist nichts zu spüren. Mag der Stoff noch so floral, rosig oder filigran durchsichtig sein. Auf männliche Begleitung wurde verzichtet. Besonders interessant ist der Aufdruck des Marienbildnisses, das der Kollektion etwas Göttliches verleiht. Doch es ist nicht das erste Mal, dass die Mailänder Firma Dolce & Gabbana den Familiensinn gleich mitverkauft. Continue reading ›