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Ein blanker Hintern ziert die Welt der Schönen auf Instagram. Maßgeblich Frauen sind es, die – anders als zu erwarten – das weibliche Gesäß in Form einer Keramikvase in ihren Zimmern abfotographieren und online stellen, um im Feed auf Instagram dafür bewundert zu werden.

Schön sieht es aus! Teuer! Vielleicht sogar kitschig. Doch sie sind en vogue. Was verraten sie dabei über den derzeitigen Mode-Zeitgeist? Narzissmus bleibt nach wie vor in. Die sozialen Medien begünstigen jene Erscheinungsform der Psyche. Kim Kardashians Parfum, das ihren eigenen Körper als Torso zeigt, und dabei ohne mit der Wimper zu zucken Jean Paul Gaultiers Original kopierte, ist die Versinnbildlichung der Selbstverliebtheit, die in Zeiten sozialer Medien präsent, wenn nicht gar gesellschaftlich anerkannt ist.

Jene Selbstverliebtheit und jenes Selbstbewusstsein der Frauen im Umgang mit ihrem eigenen Körper zeugt doch aber auch von einer ganz natürlichen Konsequenz aus dem Feminismus und der Body Positivity Bewegung, die in den letzten Jahren verstärkt aufkam. Frauen sind dabei, ihren Körper so zu akzeptieren wie er ist und dabei auch zu lieben. Sie stellen sich den Hintern auf den Wohnzimmertisch, die Küchentheke oder eine Fensterbank, und zeigen dabei auch über die Plattform Instagram, dass sie zu ihrer Weiblichkeit stehen.

Bildquelle: https://anissakermiche.com/

Youtube- und Content Creator Ibrahim Kamit geht mit der Enthüllung um toxisch und standartisierte Schönheitsideale in die zweite Runde. Auf das im vorigen Beitrag hingewiesene Video mit dem Titel “The Unrealistic Toxic Beauty Standards“, das mittlerweile über 2,5 Mio. Aufrufe verzeichnet, folgt ein knapp 16-minütiger Film, der dokumentarisch und kritisch die vorherrschenden kulturellen und kulturalisierten männlichen Schönheitsideale aufzeigt und erklärt. Wie auch bereits schon der erste Teil: ein Must-Watch!

Bild: Screenshot aus “Dark Reality Behind Male Beauty Standards”, Ibrahim Kamit, aufgenommen am 18.01.2021 15:54 Uhr über Youtube.com