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Jedes Jahr bietet der schwedische Massenmodehersteller H&M in Zusammenarbeit mit einem ausgewählten Designer eine High Fashion Kollektion an. Nach geringem Interesse trotz des Fitness-Hypes an der Sport-Kollektion von Alexander Wang im letzten Jahr, verkaufte sich die festliche Abendkleidung des französischen Hauses Balmain diesen November sehr erfolgreich. Besser zu kombinieren und zu tragen ist die ornamentale Abendmode Balmains als jene Sportkleidung Alexander Wangs im Alltag; und viel mehr können sich die Konsumenten mit der von Creative Director Olivier Rousteing geschaffene Balmain-Nation identifizieren. Damit entstand nicht nur in Frankfurt ein Hype, auch in Städten wie Paris oder Istanbul. Wie kann die Kollektion samt dem Hause Balmain so erfolgreich in dieser Zeit sein?
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Schüler fotografieren sich auf der Zeil stolz mit ihrer Beute. Auf dem Selfie wird ihr Gesicht neben dem mit gold bedrucktem Logo auf schwarzem Papier zu sehen sein. Eine andere Schülerin steht vereinzelt vor dem Schaufenster, um mit ihrem Handy die Kollektion abzufotografieren. Eine Tüte hat sie nicht, aber ein Bild von der Kollektion, das sie auf Instagram teilen könnte. Am 5.November zum Verkaufsstart ist bereits gegen Mittag die gesamte Kollektion im Store auf der Frankfurter Zeil ausverkauft. Continue reading ›

Seit meiner Geburt besuche ich Istanbul im Sommer. Wenn man in einer Millionenstadt wie dieser tagtäglich nicht nur unzähligen Fremden begegnet, sondern geliebten Menschen aus der Familie, fühlt man sich auch immer ein wenig wie zu Hause. Ich habe dennoch angefangen die Menschen in der Stadt für ihre eigene Kultur fern von Erzincan oder Darmstadt zu lieben, die Lebendigkeiten auf den Straßen, Geschichten und all’ die anderen Süßigkeiten, die ich als Kind bekam. Mit der Zeit haben sich die Menschen und die Orte, die ich kennenlernen durfte, verändert. Dabei gibt es 10 geliebte Dinge, ohne die ich Istanbul nicht verlassen kann, und mit euch teilen möchte, für den Fall, dass es euch auch einmal in diese Stadt verschlägt.
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1. Die Fahrt mit dem Dolmuş
Dolmuş bedeutet “Gefüllt”, und genau so funktioniert der Minibus: er fährt erst los, wenn der Bus voll ist. Im Dolmuş zu sitzen, ist echt ein günstiger Spaß. Man hört oft witzige Gesprächsfetzen, oder sieht älteren Frauen dabei zu, wie sie High Five auf der Fahrt schlagen. Nicht nur also, weil es günstig ist, kann man gut auf das Taxi verzichten. Auch wenn man kein türkisch kann; es ist im Gegensatz zur -Ubahn und dem öffentlichen Bus sehr familiär, man erlebt die verschiedenen Menschen auf der Fahrt. Es hat in einer so protzigen Stadt etwas sehr angenehm Bodenständiges, und gleichzeitig sehr Alltägliches: unzählige Menschen nutzen den Dolmuş, um zur Arbeit, zur Familie oder zum Einkaufen zu fahren. Wie auf dem Bild zu sehen ist, bin ich gerade mit einem Blumenstrauss für ein wunderschönes Verlobungspaar auf dem Weg nach Tarabiya, eine der schönsten Fahrten entlang dem Meer, nachdem man das Businessviertel Levent hinter sich lässt.
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Zurzeit läuft in ausgewählten Kinos der Film “Station to Station” von Doug Aitken. Eine einzigartige 62-minütige Reise durch Amerika, in der jede Minute einem Künstler gehört. Für jeden, der Amerika, Musik und Kunst liebt, ist dieser Film ein Genuss, den man mehr als nur einmal sehen möchte.

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Während meines ersten Besuches in Prag, fuhr ich an den nur zwei Stunden entfernten Kurort Karlovy Vary. Auf die Idee kam ich per Zufall durch einen Film, dessen Ästhetik mich noch immer fasziniert. Als ich ursprünglich eine Reise nach Budapest plante, recherchierte ich nach der Vorlage des fiktiven Hotels aus dem Film “The Grand Budapest Hotel”, da ich davon ausging, es müsse in Budapest sein. Auf meiner Suche stieß ich jedoch zunächst auf eines in der Nähe Prags, das dem amerikanischen Regisseur Wes Anderson in seiner ästhetischen Gestaltung der Architektur diente: das Grandhotel Pupp im Kurort Karlovy Vary in der Tscheschichen Republik.

Nicht nur die Außenfassade, die vor den Wäldern ähnlich wie im Film hervorragt, ist seines Blickes wert: bereits im Café erhält man einen wunderbaren Einblick in den Stil der Räumlichkeiten und des Interieurs. Vor dem dreiteiligen Anwesen zu stehen, ist jedoch sättigend genug. Ich schließe noch immer in meinen Tagträumen die Augen, um vor mir das Grandhotel Pupp eingerahmt von der gewaltigen Natur zu sehen.

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Philipp Bree stammt wie der Name bereits verrät von einem der traditionsreichsten und etabliertesten Taschenlabels Deutschlands ab. Mit seiner selbstgegründeten Linie PB0110 übersetzt er seine eigene Vorstellung in nächster Generation und schafft damit eine Verjüngung der Marke „Bree“, die nicht nur der neuen Zeit entspricht, sondern vor allem auch ihm selbst gerecht zu werden scheint.

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Nostalgisch: die Reisetasche von Christine Ahrens für PB0110 entstand aus der Idee, eine Bluse knitterfrei zu transportieren

Minimal, zeitlos und edel – so sehen die Taschen von PB0110 aus. Wenn Philipp Bree persönlich in dem Frankfurter Store The Listener seine Kollektion so sorgfältig platziert, kann man nur erahnen, mit wieviel Hingabe er sein eigenes Label aufgebaut haben muss. Von der Familie hat er die gute Qualität übernommen, hinzugegeben hat er seinen wunderbaren Sinn für Ästhetik. Die Taschen von Philipp Bree sind nicht nur jünger, und urbaner, sondern erfüllen sie die Sehnsucht nach Schönheit.

Nachdem er 10 Jahre lang das von seinem Vater gegründete Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder führte, scheint er sich neu erfunden zu haben. Er war auf der Suche nach etwas Neuem, also ist er den Schritt gegangen. Gegründet 2012 bietet er die Taschen bereits weltweit an. Zarte Pastelltöne, klassches Schwarz und Weiß. Die Umhängetaschen, Shopper und Tote Bags liegen mit feinstem Leder im höheren Segment, und werden nicht umsonst von der High Fashion anerkannt. Im Juli wurde er mit PB0110 bereits zum zweiten Mal zum Vogue Salon geladen, einer Initiative von Christiane Arp zur Förderung deutscher Designer. Continue reading ›

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Das Frankfurter MMK 2 zeigt zurzeit eine Auswahl der Entwürfe des internationalen Designers Kostas Murkudis. Nachdem er bereits Teile seiner Kollektionen dem Museum für Moderne Kunst übergab, und diese in vergangenen Ausstellungen gezeigt wurden, widmet die zweite Depandance in seinen wunderbaren Räumlichkeiten an der Taunusanlage mitten in Frankfurt dem Designer eine ganze Ausstellung. Bevor es also auf deutschen Laufstegen hochgradige Mode zu sehen gibt, scheint es viel mehr das Museum in Deutschland zu sein, das Vormachtsstellung mit Murkudis hat, Mode zur Kultur zu erheben. Und die Ausstellung wird dem gerecht. Manche Stücke sind durch ihre Aufarbeitung ein Meisterwerk, dem die Augen stundenlang folgen könnten. Ob die Objekte gefühlt werden dürfen, war mir unklar. Doch in mir wuchs die Sehnsucht, sie zu erfühlen. Gerade, wenn die Ausstellung Tuchfühlung heißt, ist die Verführung groß. Aber so versinkt man eben in der Vorstellung beim Anblick von Stoffen wie Bast. Continue reading ›