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  1. Glaubt nicht, die 20-er wären die besten Jahre eures Lebens. Entweder hattet ihr sie schon, oder sie stehen euch noch bevor. Die 20-er aber sind dazu da, um das Leben von der harten Seite kennenzulernen.
  2. Was auch immer ihr beginnt, liest und informiert euch zuvor darüber. Bereitet euch besonders auf die Arbeitswelt vor. Mobbing, Sexismus, und unfaire Methoden stehen dort an der Tagesordnung.
  3. Haltet euch fern von fake friends, die an euren Freund oder eure Freundin wollen, euch für Instagrambilder ausnutzen, oder als Mülleimer für ihre Probleme.
  4. Geht zum Therapeuten, oder lasst euch psycholgisch beraten. Holt euch Informationen und Hilfe im Internet, aus Büchern, von ausgebildeten Ärzten. Aber tut etwas für eure Psyche!
  5. Hinterfragt eure Herkunft und Identität.
  6. Überlegt euch, wer ihr seid, wer ihr sein möchtet, und was ihr mit eurem Leben machen wollt.
  7. Scheißt auf euer Aussehen. Aber pflegt euch, zieht euch gut und sauber an.
  8. Ernährt euch gesund.
  9. Zwingt euch nicht zum Sport.
  10. Zwingt euch zu nichts, was andere gut finden. Festivals, LSD, One-Night-Stands.
  11. Kriecht anderen Menschen niemals in den Arsch, und scheißt drauf, was andere über euch denken.
  12. Rebelliert gegen alles, was ihr schlecht findet, und kämpft für alles, das ihr gut findet.
  13. Seid kein Sexist, oder (Kultur-)Rassist, sondern Mensch mit Charakter.
  14. Behaltet euch Ideale, habt Werte, und sucht euch Vorbilder.
  15. Sucht euch ein Fach, für das ihr Leidenschaft aufbringt und beschäftigt euch damit, bis ihr der Beste darin seid. Wenn auch nur für euch 😉
  16. Hört auf euch selbst, die innere Stimme. Na, ihr wisst schon, die im Bauch, oder oben irgendwo im Gehirn. Diese leise Stimme, die einfach zu leise ist.
  17. Seid selbstbewusst. Und tut dafür alles, was es braucht.
  18. Achtet immer darauf, wer oder was euch ein gutes Gefühl gibt.
  19. Klärt mit euren Eltern die Fronten.
  20. Scheißt auf die 20-er und alles, was ihr je darüber gehört oder in Filmen gesehen habt. Ihr lebt im Hier und Jetzt. Immer.

Inspiriert von : “It’s All In Your 20s: Mind The Age. Avoid Mistakes Others Make, von K N AJIT NARAYAN, und 101 SECRETS FOR YOUR TWENTIES von Paul Angone.

Das erste Mal von Rapper Haftbefehl gehört, hatte die medienwirksame Öffentlichkeit 2013. Der Song “Chabos wissen, wer der Babo ist”, wurde zum Thema schlechthin. Es war sinnlos, es war komisch, es war erfolgreich. Nicht allein gut war die Musik, sondern die Bedienung des Stereotyps des “asozialen Migranten”, die das Plattenlabel Universal und dessen Manager Max Mönster einem größeren Publikum unterjubeln wollte.

Nach Bushido, Kool Savas und Sido sollte Haftbefehl nun der Rapper der Stunde werden. Der in der Szene gefeierte Manuellsen hatte vor dem zweiten Karriereanbruch unter Universal bereits prophezeit: “ein Kurde wird kommen.” Die Zeit für eine Persona war gekommen, die das neue asoziale Image des Migranten zu bedienen hatte. Aufgemotzt, plakativ, kommerziell. Ein Missbrauch einer Geschichte, dem sogenannten Migrationshintergrund.

Denn Offenbach, die Heimatstadt Haftbefehls, hatte gleich vieler anderer stark von Menschen verschiedener Herkunft bewohnten Gegenden eine Art Sozialisierungsproblem. Perspektive ist noch heute für junge Menschen kaum vorzufinden.

Die “kriminelle Vergangenheit”, die es für die Inszenierung als Gangster- und Straßenrapper brauchte, habe der Sage um Haftbefehl nach dort begonnen. Aykut Anhan wie Haftbefehl bürgerlich heißt, hatte Drogen vertickt. Auch in der benachbarten Stadt Frankfurt, in der tatsächlich, besonders im Bahnhofsviertel, ein gefährlicheres Drogenproblem herrscht.

Währenddessen war Haftbefehls persönliche Geschichte im Umlauf. Der Vater der fünfköpfigen Familie hatte Selbstmord begangen. Ein Schicksalschlag. Nach Spielsucht, der harten Rolle als Gastarbeiter, und ungeheurer Schulden hatte sich der Vater das Leben genommen.

Die Mutter habe ihre Söhne weg von Offenbach und dem Drogendealen nehmen, ihre drei Söhne behüteter aufwachsen sehen wollen. Sie zogen in das nahe gelegene Babenhausen. Ein ruhiger Vorort, zwischen Frankfurt und dem Odenwald. Doch eine weitere, unklare Straftat habe den Rapper und seinen ältesten Bruder zur Flucht gezwungen. Um einer Haftstrafe zu entkommen, sei eine Flucht in die Türkei gefolgt. So sei auch das Pseudonym Haftbefehl entstanden.

Für eine Karriere in der Musikbranche habe sich Anhan früh interessiert. Auch für das Schreiben. Als Straßenreporter inszenierte sich Haftbefehl vor der deutschen (Zeitungs-)Gesellschaft häufigst, war sich aber auch bewusst, dass er von ihr nicht auf Augenhöhe betrachtet, sondern als Haustier wahrgenommen wurde. Gleichzeitig war er das empor gehobene Gesicht einer Gesellschaft, die hat versagen müssen. Ungebildet, kriminell, der Gesellschaft in Deutschland nicht dienlich.

Gefundenes Fressen für eine Plattenfirma. Haftbefehl sollte als Musiker in der Rolle des Migranten lediglich den Part des Entertainers annehmen, und dabei das Vorurteil und den Stereotypen des asozialen Migranten bestätigen. Nebenbei schien der Traum einer deutschen Version eines amerikanischen Gangster-Rappers mit kriminellen Hintergrund wahr geworden zu sein. Ein Erfolg im Hause, für das Publikum, und die eigenen Zahlen. Ein Prestigeprojekt gar?

Anhans Ziel selbst war es, Geld zu verdienen. Bei der Familiensituation, die nach dem Tod des Vaters unter Geldsorgen litt, verständlich. Doch es ist auch kritisch, Musik des Geldes wegen zu produzieren. Vor allen Dingen zu supporten.

Nach einem deutlich aggressiveren Ton in “Ich nehm dir alles weg”, einer Art Handy-Video, Gewaltprophezeiung- und Drohung, entstand die sozialere Form des Haftbefehls, wie ihn die Massen heute kennen. Haftbefehls Zeit vor Universal war ebenso Rapmusik wie die Zeit danach. Ersteres weniger kommerziell und, letzteres harmloser als das zuvor. Sozialisierter, aber kalkulativ. Der Kopf hinter dem Signing: Max Mönster.

Der einstige Rapper, der eine Art Labelchef und Product-Manager, erklärt seine Rolle im Unternehmen mit folgenden Worten: “Ich bin ja nicht nur A&R, sondern auch Product Manager bei Universal. Das heißt, ich mache für alle „meine“ Künstler auch den kompletten Marketing-Abwasch mit. Ich kümmere mich so gesehen also um alles, was mit der Veröffentlichung zusammen hängt: vom Signing des Künstlers, über die Musik, die auf der Platte landet, bis zur fertigen CD im Handel …” (Interview, 16bars.de) Ein Manager der Position A&R (Artist and Reportoire) sucht nach “musikalischen Trends, die für die Plattenfirma kommerziell verwertbar sind.” (https://de.wikipedia.org, Erläuterin “Artists and Repertoire”, letzter Bearbeitungstag 31. Januar 2020)

Projekt Haftbefehl wurde somit konzipiert. Das Resultat: Ideologismen. Eine Ideologie, die sich Vorurteile zum Vorteil macht, dabei einen “Kanacken” inszeniert. Haftbefehls letztlicher Erfolg erklärt sich damit, dass Menschen mit Migrationshintergrund keine Vorbilder hatten. Die bürgerliche Schicht hingegen hatte was zum Lachen. Joko & Klaas beispielsweise präsentierten jene Auffassung und gaben dem Stereotyp Raum, wenn nicht Glauben: Der asoziale Kanacke, rebellisch, aber ungezogen wurde Maskottchen der Hipster und Berliner-Entertainer.

Auch die deutsche Gesellschaft hat ein Problem mit sich selbst, weshalb Haftbefehl auch verwendet wurde, um zu zeigen, was man war, anti-bürgerlich, und was man nicht war, elitär und konservativ. Verschiedene Gruppierungen lehnen sich seitjeher gesellschaftlich gegenseitig ab. Wer sich als migrantenfreundlich, zuteilen antideutsch und “straße” zeigen wollte, hörte und feierte Haftbefehl.

Sein Alleinstellungsmerkmal: die Sprache, und der affektierte Intellekt bei alldem, wenn nicht der Kunstcharakter, der noch heute zu verwirklichen werden versucht. Der neuartige Rapstil bestehend aus Worten verschiedener Sprachen in deutschen Textzeilen hatte man abgekauft. Die Sprache war nicht neukonzipiert, wie von vielen Rezipienten angenommen, sondern ein Produkt, wenn nicht Sprachkultur einer Subkultur einer migrantisch geprägten Community. Fälschlicherweise wurde die Sprache als Kunst betrachtet, von einer Gruppe, die scheinbar keine Einblicke in eine Parallelwelt hatte. Gesellschaftskritik stammte von den Rappern Celo & Abdi, die das sogenannte “Straßenjargon” spielerisch wie raffiniert zu ihrem Ding machten. Die Frankfurter verkörperten als eine Art “Underground-Rapper” die Symbiose aus “Kritik von unten” und “Migrationshintergrund”.

Zu Beginn Haftefebehls musikalischem Werdegang war von jenen Wortspielen nichts zu hören. War Haftbefehl in diesem Stil kommerziell kompatibler als die deutlich unbekannteren, aber authentischeren Rapper Celo&Abdi?

Max Mönster prahlt noch heute mit dem Projekt Haftbefehl. Er ist eine Art Fanboy. Gleichzeitig ist ihm die migrantische Community fremd. Zutritt zu Haftbefehls Terrain und sozialem Umfeld hat er keinen. Er habe sich dafür eingesetzt, den Rapper mit türkisch-kurdischen Wurzeln unter Vertrag zu nehmen. Geklappt hat es.

Die Zusammenarbeit habe man, wie es im selbigen Interview heißt, auf Folgendes festgelegt: “(…) Das wollen wir nicht verändern. Primär versuchen wir einfach alles(,) um seine Musik herum so gut wie möglich zu strukturieren, ihm den Freiraum zum Musik machen zu geben, den er braucht und ab und an die richtigen Fragen zu stellen.”

Druck habe man ihm nicht machen wollen, aber mit den “richtigen Fragen” einen Leitfaden geben. Scheinbar ohne zu erkennen, als was er nun eigentlich dargestellt wird. Gesellschaftskritisch oder aussagekräftig, geschweige denn sinnvoll war das Projekt “Haftbefehl” Max Mönsters nicht.

Das Konzept hat sich nun als Marketingprodukt einer Plattenfirma erwiesen, das nicht nur aus wenig Talent stardom machte, sondern – völlig ungewöhnlich – eine Ideologie verkörperte. Für Zahlen, Zuhörer, und eigener Genugtuung. Branche: Musik, Produkt: migrantisch, Zielgruppe: marginal. Machbar ohne Talente, aber einer mit gesellschaftlichen Konflikten aufgeladenen deutsch-migrantischen Community als Zuhörerschaft.

Doch die Fassade bröckelt ab wie der Putz einer geschädigten Wand: Haftbefehl, als Kunstfälscher, mit Max Mönster in einer Rolle des gierigen Galeristen ohne Fingerspitzengefühl für Authentizität. Ein Rapper inszeniert, von der Straße, ohne Tiefgang, Intellekt und Kunst. Und der letzte Song zeigt einmal mehr: “(…), nichts dahinter.” (Rap-)Game over.

Quelle: “https://www.16bars.de/blog/5619/nachgefragt-max-moenster-ueber-ar-arbeit-bei-universal-die-zusammenarbeit-mit-haftbefehl-und-selfmade/

https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-kultur_artikel,-wie-ein-bremer-die-musikstars-formt-_arid,1726881.html

Paris, Sommer 2018. Im Café. Ein deutsch-jüdischer Referent sitzt mit am Tisch. Ein Gespräch über Deutschrap und migrantische Jugendkultur. “Bei Haftbefehl sind eigentlich nur die Beats gut”, heißt es in etwa.

Ein Kritiker ist gefühlt jeder Musikhörer in Deutschland. Zu Recht. Im Land der Dichter und Denker werden sogar Schüler ob mit oder ohne Migrationshintergrund, zu hochkarätigen Kritikern, wenn es um Deutschrap geht. Auf sozialen Medien wird geschrieben, kommentiert, kritisiert und gestritten.

Der neueste Track “Conan und Xenia” kommt dabei nicht gut weg. Um an seinem Image vom Jahre 2016 anzuknüpfen, ist Haftbefehl zurück mit Shirin David. An der Seite der Youtuberin und TV-Prominenten, sollen Klicks generiert werden. Shirin David selbst braucht die Anerkennung der Musikgemeinde, um sich als Rapperin zu etablieren. Neben Hava und Rapperin Mel kommen Zweifel um ihre Authentizität und Glaubhaftigkeit in Sachen Feminismus und Skills auf. Doch auch Rapper Aykut Anhan hat es schwer, sich 2020 zu beweisen.

In den vergangenen Jahren traten unzählige Rapper ans Licht. Mit guten Zeilen lassen die meisten den Frankfurter Rapper ziemlich dumm dastehen. Dardan zum Beispiel ist jetzt in. Shindy immer noch einer der beliebtesten Musiker, die tatsächlich gehört werden. Aber auch Rin kommt gut an. Etliche Newcomer sind weniger bekannt, aber dafür interessant für das Publikum.  Einen gewissen Respekt vor Frauen haben dabei sogar die Stuttgarter Rapper. Ganz zu schweigen von der jungen Generation der Newcomer Rapper, die immer weniger frauenfeindliche Zeilen von sich geben. Sie haben ein positiveres Frauenbild, weniger diskriminierend, auf Augenhöhe.

Bei Haftbefehl wird aber schon eine Verkäuferin nur als “Nutte” bezeichnet. So wie in dem Song “Conan & Xenia”, das vergangenen Donnerstag mit einem von Shirin David hinzugefügten Part nochmals neu veröffentlicht wurde.
Wenn eine Verkäuferin für ihr Fraudasein als “Nutte” abgewertet und bezeichnet wird: was für ein Frauenbild, wenn nicht Menschenbild, oder besser Haltung muss dahinter stecken? Wir reden hier weder von einer Prostituierten, noch von einer Frau, die in sexueller Beziehung zu Rapper Haftbefehl steht.  Selbst eine Frau, die sich in seinen Augen unmoralisch oder nuttig verhält, sprich überpropotional sexuell aktiv ist, verdient diese Bezeichnung nicht.

Auch Barbara Shirin Davidavicius, die den weiblichen Part übernimmt, macht von dem Wort Gebrauch. Dabei kritisiert sie selbst “Slut-Shaming”. Für ihre sexuelle und weibliche Identität will sie von ihrer Fangemeinde und Kritikern zu Recht nicht verurteilt werden. Doch indem auch David Frauen als “Nutte” beschimpft wird sie zu einer Art weiblichem Haftbefehl, die beleidigend um sich schießt.

Eine Form von Sexismus gegenüber dem eigenen Geschlecht, bei der nicht klar wird, was folgende Zeile bedeuten soll: “Deu-Deutscher-Rap, ich sperr’ die Nutten in den Zoo.” Ist sie Zuhälterin, oder nur frauenfeindlich? Kritik am eigenen Geschlecht ist erlaubt. Doch anders als das Wort “Bitch” ist Nutte keine Kritik, Beleidigung oder ermächtigende Bezeichnung, die sich Frauen selbst zuschreiben. Frauen, die mit Sexarbeit Geld verdienen, als Nutten zu bezeichnen, ist falsch. Frauen, die keiner Sexarbeit nachgehen, als Nutten zu bezeichnen, ebenso. Ob von Männern oder Frauen. Es ist auch kein metaphorisch oder bedeutungsvoller Begriff im Rap. Es ist höchstens eine Anspielung an “Lass’ die Affen aus dem Zoo”, jener Zeile des Liedes “069” (das übrigens fast haargenauso klingt wie Conan). Auch bei 069 war nicht ganz klar, was die Message ist. Kritisierte Haftbefehl die gewalttätigen “Affen”, wollte er sie auf eine Gegenkultur los lassen oder sollte er einen darstellen?

Shirin Davids wie auch Haftbefehls Musik funktioniert nur über ihre Selbstdarstellung, und ihr Image, wozu auch eine gute Prise “asozial-sein” gehört, ohne straße-sein zu müssen und einer wie von der klassizistischen Gesesllschaft verschmähten Unterschicht.

Also warum ist die Musik trotzdem gut? Weil, um auf den Expat zurück zu gehen; Producer Bazazzian dahinter steckt. Dem Referenten nach der eigentlich kreative Macher und Künstler der Musik Haftbefehls.

Rassismus tötet, lautet der Sticker, der an einer Tür der S-Bahnstation des Offenbacher Marktplatzes klebt. Ein Appell, der als Untertitel in neun weitere Sprachen übersetzt ist, will auf die Namen der Opfer des Anschlags in Hanau machen. Umgekommen ist auch Ferhat Unvar als einer der zehn Ermordeten, die bei einem terroristischen Anschlag am 19.Februar 2020 umgekommen sind. In einer Shisha-Bar.

Ferhat Unvar war gerade einmal 22 Jahre alt. Seine Heimat ist Deutschland, hier geboren und aufgewachsen, hatte er gerade seine Ausbildung beendet. Die Türkei hat er noch nie gesehen wie hr berichtete.

Ein rassistisch motivierter Mord einer Ideologie, die wir in verschiedenen Graustufen in der Gesellschaft erleben. Der Anschlag zeigt, dass der Gedanke, Menschen aufgrund ihrer Ethnie, ihres Aussehens und ihrer Kultur und Sprache noch immer auszumerzen, wenn nicht auszugrenzen und von der Gesellschaft auszuschließen, existiert. Der Schock sitzt noch immer tief, denn diese Tat hätte keiner erwartet. Gerade deshalb ist die Sensibilisierung und der weitere Kampf sowie Aufklärung gegen Rassismus in dieser Gesellschaft noch so erforderlich, damit Hanau nicht noch einmal passiert.

The first time I had the opportunity to see musician Banks live was in 2014. And I was overwhelmed by my first and last girl crush so far in front of the stage.

In 2013 no one was quite sure if she could have the ability to stay. BANKS has been new. She has been trendy. And she has been quite unique.

The music industry does cherish the uniqueness of musicians, but more often it happens that musicians end up recognizing themselves not anymore.

If a musician has made it to a sort of worldstage, even with their uniqueness (see The Weeknd) it might happen that they start changing themselves to be perceived as what is called “the norm”, or even “mainstream”.

However there are only a few artists, which can be described as “mainstream”. Lady Gaga, Justin Bieber and most of all Katy Perry belong to this category in music.

They are unique, if not very unique in their own way – for sure – but they embody iconic pop culture, which has been proved as much more promising and ongoing. They manage to reach the world. Their personality does play a role, too. But it is the combination of a poppy, funny and talented sound that moves people from all over the world to listen to their music. That doesn’t apply to the music of BANKS. The Californian girl is mysterious and independent especially as a female musician, singer-songwriter and performer. Her audience, which shouldn’t be underestimated, understands her own journey. Her newest song played at “1Mic 1 Take”, shows BANKS singing “Drowning” in an updated version of her 5 year old song with a Caribbean emphasis. Banks feels her music, and she does share her perception of her true feelings, no matter, which boards she treads only by jazzing “Drowning” for her audience up. She sings for her audience, and that’s why her audience still replies.

After Cara Delevingne and Kendall Jenner as examples for manufactured, yet dominant beauty ideals, Kim Kardashian will be anaylized in terms of a criticism on established beauty ideals in media.

Beautymogul, Social Media Star and Reality TV Protagonist Kim Kardashian has been the most important beauty icon in the past ten years. She embodies nearly every aspect of what is considered as beautiful by women all over the world. Ten reasons, why.

1. Selfconfidence: Kim Kardashian is known as a woman being equipped with a good portion of self-esteem, which is likely of many desired. To be represented as a woman, media figur and even business woman, the brains of the gang (The Kardashians) knows how to impress and present herself wearing and not wearing certain clothes.

2. A „brilliant brunette“: Brunettes never have been this much of relevance since there is „Kim Kardashian“. Through Kim Kardashian, a change was driven. As a brunette myself, I can truely say, that Kim Kardashian did point the way for Brunettes. She once has fought wittingly or unwittingly against the over-representation of „blonde hair“ through media, movies and industries such as fashion and mostly beauty. The way of other brunette personalities in media has been smoothed.

3. Body Positivity: It is no secret, that Kim Kardashian, who might have undergo one or two extra surgeries to get more of features considered as “beautiful” or “attractive” (commonly attributed to afro-american women), set new (beauty) standards. They might be not realistic, but they are relatable for nearly every women. And literally she can’t be peg as any size or body image (standard.) She has the big butt, some can relate to, the chest, even an uncommon skin color. In addition, her appearance combines and represents nearly facial and body features that had been discriminated for years. The Paper Magazine Story and the following discrimination of “steatopygia” had been one.

4. The pretty, stupid girl: Just as Paris Hilton has done, Kim plays a role of the so called pretty stupid, no, pretty, but stupid, aka „beauty without brains“, which is much liked to be seen. In a society, where prejudices are established, they are welcomed confirmed by a Kardashian. Media loved to see the stupid Blonde. It might be an advantage a brunette being represented for once as well, but likewise her stigmatilizing role has only managed to replace the „blonde, stupid“ as known from movies. Her part has seldom something interesting to tell as well.

5. All American girl: Kim Kardashian is a girl, who is born and has been raised in Los Angeles. From her materialistic approach to life, over her accent, sugarcoating and charming communication skills to her pretentious behaviour: Kim Kardashian takes over what is known as American to the outside world of the United States, and stands for all things that are considered as “American stupid”. She might play with this cliché, which is in circulation, that of Californian (American) people, but her role seems to satisfy the average consumer of her TV Show „Keeping Up with the Kardashians“, or even Anti-American Americans and people from all over the world. Her presence, and mostly her high outreach confirms presumptions and an image most people already have of the average person of the United States.

6. „Multicultural“, „Multiethnic“, „Mixed-raced“. In Germany we would also say she has a „Migrationbackround“ as Kim Kardashian‘s having among others Armenian roots. And so Kim K as an American (brand) without an immigrant background would be like a cheeseburger without cheese. Kim Kardashian would no way have this intense amount of succes and representation if not hundreds and thousand female follower would not be familiar with her looks. Kim Kardashian being Armenian makes women from Morocco over Somalia to Iran, Lebanon and Kuwait able to identify with her looks. Her look meets related looks of a whole world region of femininity, who seemingly just waited to get represented through media.

7. From rags to riches. Not quite, but almost. A so called videotape is not the most invested work in a career as one of the most known person in this world. She might be the daughter of an advocate, but – she came with less, gained and will stay or leave with – at least – something, and 17 season’s of a reality show called “Keeping Up With the Kardashians” at her back as a source.

8. “Please stop making stupid people famous”, is one of the most quoted sentences, when it comes to Kim Kardashians status in media, or let’s say when asked a bored audience of internet and media. But still getting featured by mainstream media and probably thousands of covers of worldwide tabloids, just show, that we still live in a society, where news are produced that don’t have any counterpart role of what really occurs in society.

9. Kim Kardashian has been an par example for aestheticians. Countless women hurry on social media having nearly the same eyebrows, similar rhinoplasty and lip injections. Plastic surgery still is a hot topic when it comes to beauty and looks. The one or other surgery might have been an inspiration to several different doctors from all over the world drumping up business and learning experience. Since plastic surgery is very common and hardly a taboo, woman might see the Kardashians as a guideline to their vision of results.

10. An ever changing face. Kim Kardashian improved her looks and face from time to time so much, that she almost looks like another person. And so she knows how to satisfy an ideal of beauty that does not even exist. She embodies the sort of woman, who is blinded by an illusion of beauty that requires improvement all the time. And this sort of woman, who might snooze inside all of us and already is blinded and effected by media tries to reach a sort of “being-beautiful” that does not exist, but nourishes the feeling and insecurity of not looking good enough. And as a woman she embodies the insecure woman that is still among us.

This article shall not engage a personal attack.

Bony faces seen on actresses like Keira Knightley or supermodels such as Kate Moss and Anja Rubik have long been termed as beautiful. With a new wave of health awareness, this ideal of beauty no longer exists.
A so called “plumpy” face marks, what is considered as beautiful today. Cosmetics and plastic surgery make use of this new beauty ideal to promote products and services promising to achieve this look.


But it is not only the faces that are allowed to be “fat”, but also the silhouette, and especially the waist. The so-called Venus figure by Willendorf, which illustrated fertility and femininity, is again strongly present in accordance with the ideal of beauty. It is well known that women in countries on the continent of Africa are considered beautiful, when looking curvy and fertile, and this has repeatedly led to astonishment in western countries such as Germany. A German doctor once asked even: “Do Turkish men like fat women or why are Turkish women always so plump? The doctor herself ate only one bun at lunchtime, being skinny, without curves, but fine lines.

In the past, similarly sunken faces were the norm. The fact that women were particularly thin was evident on the face. Especially the world of models, which should always represent the ideal of beauty in the fashion world, was tasked with claiming an understanding of beauty that says: “Your face must be thin, your bones visible, your attitude and negativity towards life as well”. Models represented a neglecting position, a society defending drugs, and the right to reject life by getting thinner and living unhealthier.

Rejection and resistance was in, not only againt politics, the government of the 70s, but mostly against a comfort lifestyle between having a family, a nice car and a happy face. Living “healthy” by having these attributes was back than not mainstream. Today it is. Healthy foods, starting a family, living a life in the suburbs is much liked again. Unconventional life once fought against the so called conservatism.