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Die türkische Spezialität Lokum verfeinert mit Rosen und Pistazien

Eine Ottomane platziert im Salon des türkischen Cafès Confiserie Orientale in Berlin Mitte. Betritt man den feinen Laden in der Linienstraße neben der bekannten Bar Schwarzwaldstuben, taucht man ein in die süße vergangene Geschichte des osmanischen Reiches. Hochwertige türkische Köstlichkeiten wie sie von den orientalischen Machern selbst Lokum genannt werden, bietet Confiserie Orientale an. Das gelblich weiße Lokum, die Süßigkeit, die aus gelierter Stärke und Zucker entsteht, wird mit Marzipan, Rosen,  Früchten und Pistazien verfeinert.
Abgeleitet wird Lokma vom türkischen Wort „lokma“, was auf Deutsch mit „Happen, Bissen“ übersetzt werden kann. Wie ich selbst nachgelesen habe, heißt es vollständig „rahat-lokum“ „bequeme Häppchen“ und entstammt aus dem Arabischen von „rahat al-huqum“ was so viel wie „Vergnügen, Ruhe für den Gaumen“ bedeutet. In der türkischen Kultur wird Lokum oft zu Tee und verschiedenen Nüssen serviert.

Die Geschichte des Gründers Udi Cemil Bey 1883 in Istanbul

»WAS IST DER ZWECK DER SÜSSIGKEIT? Dass sie, nachdem man ihre Süsse genossen hat, nicht schwer im Magen liegt.«. Dies sind die Worte von Udi Cemil Bey, der im Jahre 1883 die Manufaktur Cemilzade in Istanbul gründete, welche noch heute Confiserie Orientale in Berlin mit seinen handgemachten Freuden beliefert. Bereits im Alter von 16 Jahren eröffnete Udi Cemil Bey im Statdteil Sehzadebasi im damaligen Osmanischen Reich einen Süßwarenladen, um die Familie nach dem Tod des Vaters zu versorgen. Für das handgemachte Marzipan, Lokum (türkischer Honig) und die Bonbons standen angereiste Kunden sogar Schlange. Es dauerte nicht lange, bis Udil Cemil Bey dafür selbst von den Franzosen dafür ausgezeichnet wurde. Doch Süßigkeiten waren nicht seine einzige Begabung. Bey war auch als Komponist und  Lautespieler(Udi) so bekannt, dass er mit 31 Jahren im Palastorchester angestellt die Tochter des damaligen Sultans Abdulmecit unterrichtete. Auch war er als Hafiz bekannt, der in der Lage ist, den Koran zu rezitieren.

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Für meinen Lieblingsdesigner Rochas habe ich mir vier Gedichte einfallen lassen, um diese wunderbare Frühling/Sommer Kollektion 2013 zu würdigen. „Marilyn, Marilyn“, Rochas Sinnessucherin, First Lady und Griechische Göttin heißen sie. Unterzeichnet wurden sie wie immer von mir unter dem Namen aQua Gold.

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Die jüdisch-amerikanische Schönheit Nathalie Portman macht vor, was auch in Deutschland etlichen Mädchen gelingt. Das Dior Kampagnengesicht aus Hollwood, das einen Psychologie-Abschluss an der Harvard University hat, beweist, dass Weiblichkeit nicht Klugheit ausschließt. Fehlt nur noch, dass auch Deutschland die Errungenschaft anerkennt und sich neben Genderdiskussionen für neue Ideale öffnet.

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„Selbstbewusst zu seiner Weiblichkeit zu stehen, halte ich für schön. Selbstbewusst zu seinem geschlechterlosen Bild zu stehen, kann ebenfalls schön sein. Aber Frauen in Deutschland können sehr unangenehm werden, wenn sie mit Frauen konfrontiert werden, die mit ihren Wimpern klimpern. Wer zu seinen Kurven steht, muss sich leider immer wieder verteidigen und beweisen, dass er auch etwas kann.“

Zum vollständigen Artikel hier entlang.

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Ich befürworte es, Frauen als „schön“ darzustellen. Auch befürworte ich es, Männer als Schönlinge zu präsentieren. Aber was ich garnicht befürworte ist die Darstellung von der Frau als reines Sexobjekt, das lediglich dazu benutzt wird, den Mann besser, männlicher und „cooler“ darzustellen.

Im neuen Video des Songs „Blurred Lines“ von R’n’B Sänger Robin Thicke, TI. und Pharrell werden die drei Musiker von drei attraktiven, nackten Models gejagt.

Was wie eine Provokation scheinen mag, ist eine weitere neue Social Media Ästhetik, die lediglich zur Popularitätssteigerung von #Thicke dienen soll. Bester Einstieg für den längst nicht jungen Bruder Justin Timberlakes zurück ins Musikbusiness?

Mag Freizügigkeit ein Privileg der Modernität sein, so meine ich dennoch, dass dieses Bild rückständig ist. Nackte Frauen gab es bereits in etlichen Musikvideos zu sehen. Doch immer wieder werden diese Models von Künstlern benutzt. Dass nackte, schöne Frauen Musen und für Künstler sein können, mag ein schönes, romantisches Bild sein, aber die Frauen hier sind keine Inspirationsquelle, sondern eine animalische Antriebsquelle, die lediglich dem Selbstwertgefühl des Mannes dienen sollen.

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Ab nächster Woche werden jeden Dienstag von mir Outfits im Rahmen einer „Stilkunde“ präsentiert. Ob ein bestimmtes Material, Schuhmodell oder besonderer Schnitt. Außerdem sind nun alle von meiner Mutter angefertigen Outfits auf der Seite „massgeschneiderter Stil der Autorin“ zu finden.

BFW2BFW3Die Bilder wurden von Zoë Noble von Überlin gemacht.

Einseitigkeit der deutschen Streetstyleblogs

Ein Türke auf einem deutschen Streetstyleblog? Völlig undenkbar. Deutsche Streetstyleblogs sind zurzeit unkreativer wie sie es nicht sein könnten. Sie zeigen lediglich ihresgleichen. Gleich und gleich gesellt sich schließlich gern.
Wenn es um die Modehauptstadt Berlin geht, werden auf Blogs wie Glamcanyon oder einst Stil in Berlin stetig der ein und selbe westliche Typ vorgestellt. Armyjacken, Beanie-Mütze und Röhre – vorgestellt wird eine europäische Jugend, die sich nicht individuell, sondern stets nach den neuesten “Must-haves” einkleidet. So hat sich das Modediktat von den Magazinen auf kommerzielle Blogs verlagert. Die vorgestellte Gruppe lebt nach einem Lifestyle, der um 360° über Social Medie Netzwerke wie Facebook, Twitter und Instagramm offengelegt wird. Eben genannte Streetstyleblogs scheinen längst nicht an Person und individuellem Stil interessiert zu sein. “Echte Menschen” mit scheinbar gutem Geschmack fungieren nur als Kleiderbügel, wie es sonst Models auf Laufstegen tun – ohne Persönlichkeit. Ihre Kleidung ist aussagekräftiger als ihre Person. Diese stellen den Menschen darunter gar in den Schatten. So ist es nicht verwunderlich, dass es in Berlin-based Blogs an authentischen Punker, lässigen Reggea-Typen fehlt. Sie sind weder authentisch noch individuell.

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Wer der richtige Mann ist, bleibt umstritten. Eine persönliche Kontaktanzeige soll dies nicht werden, aber den Artikel „Was ein Gentleman trägt“ möchte ich dennoch nicht ohne kurze Charakterbeschreibung fortfahren. Denn ein richtiger Mann ist schon gar nicht einer, der auf sein Aussehen setzt, aber keinen Charakter hat.

justin

Das Mindeste, das ein Mann mitbringen sollte, um den „Men of Life“ Award zu ergattern, ist Menschlichkeit, Intelligenz, Intellekt, Humor und Sinn für Poesie. Natürliche Coolness und Selbstbewusstsein? C’ est une évidence. Nicht für eine Trophäe der Gesellschaft oder eine Frau, sondern an erster Stelle für die eigene innere Zufriedenheit und Harmonie sind jene Ideale erstrebenswert. Da wir uns aber halbwegs auf Gender einigen, treffen jene Eigenschaften auch auf die „Gentlewoman“ zu. Der einzige Unterschied, wenn ihr mich fragt: der Rock gehört der Frau! Der 2. Schritt aber auch. Wenn es um Kleidung geht, ist ein Gentlehuman jemand, der nicht allzu großen Wert auf sein Äußeres legt, aber dennoch den Charakter in einem auszeichnenden Stil präsentiert  und sich bewusst kleidet.

Für den Frühling 2013 haben sich weltweit großartige Designer überlegt, in welcher Fa­çon sich der Gentleman präsentieren könnte. Idealansichten für den Frühling für den Gentleman werden im Folgenden von mir nun auch auf dem Blog präsentiert.

Ein Star, der diesem Ideal nahe kommt ist Justin Timberlake. Ob in der optimalen Trilogie Jeans-Lederjacke-Sneaker in „Cry me a river“, lässig sexy Chinohose und Shirt in „Senorita“, Jackson-Handschuhe im Debüt „Like I love you“ oder Suit & Tie im Comeback: Justin Timberlake, eines der talentiertesten und coolsten Künstler unserer Zeit, weiß seit seiner Solo-Karriere immer, wann er was, zu tragen hat. Mag er nicht zu den Trendsettern gehören, die wie Kanye ein Faupax nach dem anderen bieten, so weiß er, seine großartige Persönlichkeit auf der Bühne passend zu präsentieren, statt zu verkleiden oder aus mangelndem Selbstbewusstsein zu kompensieren. Es gibt nur einen Justin!

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