Menu
menu
dontfear

Als Sahnehäubchen seiner Herbst/Winter – Kollektion, ließ der junge Designer Anthony Vaccarello Dienstag in Paris Topmodel Anja Rubik in einem transparenten Top über einem hochgeschlitzten Rock auf hohen, spitzen Lackschuhen laufen. Topmodel und Designer gaben damit fast ein politisches Statement ab! Pour sexualité! Continue reading ›

Seit dem ersten Sexsymbol, dem Hollywoodstar Marilyn Monroe, versucht jeder nachfolgende Star der gegenwärtigen Zeit, ihren Thron als Ikone zu erhalten. Doch warum gelingt es keiner?

marilyn

Nachdem Rapper Kanye West vor einigen Wochen lautstark verkündete, die Frau an seiner Seite sei die neue Marilyn Monroe, dürfte der als größenwahnsinnig geltende Rapper Amerikas keine Bestätigung erhalten haben. Zu diesem Status kann auch der insgeheime Lover des Rappers Riccardo Tisci nicht verhelfen. Der Creative Director von Givenchy erklärte im Interview mit Sunday Times, Kim Kardashian sei die Marilyn unserer Zeit. Während die anderen denken, sie sei eine Puppe, sei sie in Wahrheit „tough und clever“.  Continue reading ›

Foto

Bei solch einem Überfluss an Bildern im Internet ist man heute visuell, was die Mode betrifft, schneller und günstiger versorgt als man sich wohl hätte je erträumen können. Was man für Inspiration hält, ist die Inspiration für tausende Modeliebhaber, die sich im Sinne einer Werbekampagne alle die selben Bilder ansehen. Wer auf der Suche nach Inhalten ist, kommt im Internet nicht weit. Doch während das Interesse an Print sinkt, die Anzahl an Magazinen als Gegenreaktion sich erhöht, werden Inhalte von Inhalten kopiert. Und das u.A. nur, weil dem Print ein Forum fehlt. Dafür hat das, was einmal im Internet gelandet ist,  das Spiel gegen den Mainstream verloren. Das Leben im Jenseits, der Welt der Sinne, der musischen Tiefgründigkeit kann also nur ein Print-Magazin bieten. Eines dieser raren Magazine, die es wert sind, das Haus an einem grauen Tag zu verlassen, gar gespannt auf sich warten zu lassen, ist das Modemagazin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, welches heute am Kiosk zu finden ist. Druckfrisch liest sich das bebilderte Magazin von kenntnisreichen Autoren sinnlicher als das Cover auf den ersten Blick verspricht und bietet die Welt wie sie überall nur nicht im Internet gefunden werden kann. Einer Welt hat sich das Team um Alfons Kaiser besonders gewidmet, dem schönen Italien und seinen Frauen.

Continue reading ›

Zur jährlichen Ausstellung der renommierten Frankfurter Städelschule öffneten dieses Wochenende Schüler ihre Ateliers. Hunderte Besucher strömten zurechtgemacht in die Kunsthochschule, um in aufgeräumten Arbeitsräumen Werke zu betrachten, deren Urheber schon bald für die Documenta oder Biennale auserwählt werden könnten. Eine Auswahl an Werken und Menschen

bild1style2Kunstwerke – von Fleisch über Textilien bis Moodboards 

Als ich den Eingangsbereich der Städelschule betrat, war ich überrascht über die Unmengen an Fleisch, die zu dieser Jahreszeit gegrillt wurden. Erwartet man noch dazu  in einer Ausstellung einer Kunsthochschule Fleischfresser? Was mich im ersten Moment verwirrte, stellte sich wenig später im Portikus der Schule als Teil einer Performance heraus. „BBQ Cooking Show“ der Künstler Mike Bouchet und Paul Mccarthy hatte das Ziel, unser Verhalten in einer Dimension zu kritisieren wie sie lange in der gegenwärtigen Kunst (von mir) vermisst wird. Eine Tonne Rippchen wurde von den Künstlern bestellt, um sie in der Küche in Barbecue Sauce aufzubereiten und verzehren zu lassen. Continue reading ›

Chic Goes Wild Campaign Image 2 - copyright Marcel LennartzIm Frühjahr erblüht unser Herz begleitet von dem Duft der Natur umgeben von ihrer farbenprächtigen Schönheit. Temperaturen erlauben das Spiel mit der Kleidung. Wo kann die Garderobe für die schönste Jahreszeit am angenehmsten erweitert werden? Jenseits des Internets sind es Boutiquen, die unseren Sinnen etwas bieten.

Chic Outlet Shopping hat für die Frühjahrskampagne „Chic Goes Wild!“ mit nationaler und internationaler Expertise gearbeitet, um uns den Frühling auch in den Villages beim Einkaufen nicht missen lassen zu müssen. Eine Blüteninstallation des derzeit gefragtesten Floristen der Modewelt, der unter Anderem für Dior und Jil Sander die Bühne dekorierte, schmückt die Villages in ganz Europa. Neben den eigens entworfenen Kreationen von Marc Colle, die bis zum 30. April zu bewndern sind, ist es die Berliner Manufaktur Frau Tonis Parfum, die zurzeit exklusiv den limitierten unisex Duft bietet.

Den passenden Duft für die Villages in Wertheim und Ingolstadt kreierte Stefanie Hanssen mit ihrem Team. In der Nähe von München traf ich die Gründerin mit ihrem Duftexperten Sean Dunn für ein Gespräch über die Stilikone Frau Tonis, den Duft Berlins und den Weg, den eigenen Geruchssinn zu verfeinern.    

Sean Dunn, Stefanie Hanssen (Frau Tonis Parfum)_1 Continue reading ›

Ich träume gerne. In Kleidern, von Kleidern. Die Wellen meines Rockes schlage ich selbst, um nicht im Rhythmus des Meeres zu ertrinken. Das Weiß, ich habe es der Priesterin gestohlen. Das Rosé, ich stahl es den Rosen. Das Elfenbein, ich stahl es den Elefanten. Der Mensch, der nichts in sich sieht, sieht seinen Körper am liebsten beschmückt.

Ich träume gerne in Kleidern von Kleidern. Von den Orten, an denen ich sie tragen könnten, von den Gesprächen, in die sie mich einladen könnten, von den richtigen Worten, von denen sie fallen könnten. Als orientalische Königin, als europäische Elfe. Der einsame Stoff erzählt Gedanken, wenn Schweigen triumpiert, weil meine Verlegenheit nicht anders kann. Aber was wäre ich nur für ein einsamer Mensch, wenn ich nicht träumen könnte? Wer kann schon der trockenen Wahrheit des Realismus entgegen blicken, ohne sich selbst zu entführen.

augen zu und durch Continue reading ›

Bis zum 1.Juni sind in der Kunsthalle Schirn über 200 Objekte aus einer längst vergangenen Zeit, dem Montmartre des 19. Jahrhunderts,  zu bewundern. „Esprit Montmartre. Die Bohéme des 19. Jahrhunderts kuratiert von Ingrid Pfeiffer und Max Hollstein zeigt das Leben einer Randgruppe.

Girl in a Chemise

Montmartre, die Quelle für alle Bohémes

Hussein Chalayan, einer der wenigen Künstler der modernen Mode, präsentierte für das französische Modehaus Vionnet ein hauchdünnes hautfarbenes Chemisenkleid, das mit dem Körper des Models unsichtbar fast zu eins wurde. Was der neue Art Director als Eröffnungskleid zur aktuellen Haute Couture in Paris zeigte, malte bereits Pablo Picasso in leicht abgewandelter Form im Pariser Montmartre um das Jahr 1900 wie das Gemälde von der Frankfurter Schirn in der aktuellen Ausstellung gezeigt wird. Mögen Ärmel wie auch Dekolléte verschlossen sein, so zeichnet sich dennoch die Silhouette der „Femme á la chemise“ verführerisch im Profil ab. Es ist jedoch nicht nur die Haute Couture in Paris, die das Montmartre zitiert. Jene Subkultur ist auch der Ursprung des heutigen Berlins, wo wir diesen Lebensstil wieder finden. Ob Berlin das heutige Montmartre sei, fragte ich die Kuratorin Ingrid Pfeffer zur Pressekonferenz vergangenen Donnerstag. „In Berlin findet man das Klischee, dass Künstler keinem bürgerlichen Beruf nachgehen, lange schlafen, bis morgens feiern, Außenseiter der Gesellschaft sind. Da gibt es sicher noch welche. Ich glaube, vergleichbar ist, dass es immer eine Entscheidung war. Manche wollten außerhalb des bürgerlichen Unanständigseins leben und andere mussten es, weil sie tatsächlich sehr arm waren. Continue reading ›