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Ausstellung „Body Talks – 100 Jahre BH“ – Museum für Kommunikation Frankfurt

Bis zum 15. Februar ist die Ausstellung „Body Talks – 100 Jahre BH“ im Museum für Kommunikation Frankfurt zu sehen.

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Die Ausstellung dreht sich nicht allein um den von der Amerikanerin Mary Phelpf Jacob vor 100 Jahren entworfenen Büstenhalter. Zu sehen sind auch Videos wie die der deutschen Marke Dr. Oetker wie sie das Hausfrauenimage nicht besser hätten glorifzieren können oder Titelbilder mit Supermodels we Kate Moss, die das heutige Schönheitsideal noch heute prägen. Mag die Ausstellungsfläche sehr klein ausfallen – wer sich für die Themen der Weiblichkeit interessiert, könnte und möchte sich darin verlieren – so ist auf kleinstem Raum unglaublich viel über ein Stück Stoff in der westlichen Welt der vergangenen 100 Jahre zu erfahren.  Es lassen sich nicht nur alte traditionelle BHs der Marke Triumpf in den Vitrinen bewundern, sondern besonders schön auch die Chronik zum BH anhand illustrer, modern designter Tafelbilder in Form von Kleiderbügel nachlesen.
Demonstriert die Ausstellung das Streben der Frauen nach Attrakvität mit dem Instrument des BHs auf der einen Seite, so sind ihre größten Kritikerinnen, nämlich die Frauen selbst, auf der anderen Seite zu beobachten. So gesellschaftsspiegelnd die Ausstellung auch sein mag, eine Alice Schwarzer- Attiude hat sie nicht: Kuratorin Julia Bastian hat mit ihrem Team eine hippe, schönenund zugleich zeitgeistige Ausstellung aufgearbeitet, dass für Frankfurt Ausstellungen dieser Art wünschenswert sind.  Und gerade auch für jene Frauen, die sich intensiv mit ihrem Körperbildnis auseinandersetzen, dabei aber auch den gesellschaftlich historisch und wirtschaftlichen Rahmen verstehen möchten, in dem sie sich bewegen. Denn die Ausstellung hat nichts Ermahnendes oder Frauenkritisches, sondern lässt sie die Besucherin mit einer großen Portion Humor die Ausstellung verlassen.
Neben Filmvorführungen mit Arte, gab es mit geladenen Professoren ein spannendes Rahmenprogramm.

Mag die Internetpräsenz nicht einmal annäherend den Stil, sowie den getroffenen Zeitgeist der Ausstellung widerspiegeln, so lohnt es sich, immer wieder vorbei zu schauen.

Samstag und Sonntag 11–19 Uhr, Eintritt: 3 Euro

Bild: Felina (1950), Museum für Kommunikation, Frankfurt

 

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