Bella Italia, Bella Donna – das Modemagazin der FAZ

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Bei solch einem Überfluss an Bildern im Internet ist man heute visuell, was die Mode betrifft, schneller und günstiger versorgt als man sich wohl hätte je erträumen können. Was man für Inspiration hält, ist die Inspiration für tausende Modeliebhaber, die sich im Sinne einer Werbekampagne alle die selben Bilder ansehen. Wer auf der Suche nach Inhalten ist, kommt im Internet nicht weit. Doch während das Interesse an Print sinkt, die Anzahl an Magazinen als Gegenreaktion sich erhöht, werden Inhalte von Inhalten kopiert. Und das u.A. nur, weil dem Print ein Forum fehlt. Dafür hat das, was einmal im Internet gelandet ist,  das Spiel gegen den Mainstream verloren. Das Leben im Jenseits, der Welt der Sinne, der musischen Tiefgründigkeit kann also nur ein Print-Magazin bieten. Eines dieser raren Magazine, die es wert sind, das Haus an einem grauen Tag zu verlassen, gar gespannt auf sich warten zu lassen, ist das Modemagazin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, welches heute am Kiosk zu finden ist. Druckfrisch liest sich das bebilderte Magazin von kenntnisreichen Autoren sinnlicher als das Cover auf den ersten Blick verspricht und bietet die Welt wie sie überall nur nicht im Internet gefunden werden kann. Einer Welt hat sich das Team um Alfons Kaiser besonders gewidmet, dem schönen Italien und seinen Frauen.

Karl Lagerfeld, der seit der ersten Ausgabe aus Leidenschaft und Überzeugung für die FAZ und das Magazin als Star-Zeichner mitwirkt, machte Miucca Prada zur Zielscheibe seiner  Karikatur. Die Karlikatur, wie sie die beiden Kaiser Karl Lagerfeld und Alfons Kaiser erfanden und tauften, zeigt eine der stärksten Frauen Italiens. Doch an der Seite der Prada finden auch weitere Größen der italienischen Modegeschichte Platz. Die junge Autorin Jennifer Wiebking porträtierte gleich zwei bewundernswerte Frauen. Mit Alessandra Facchinetti als kreative Leiterin für das traditionelle Unternehmen Tod’s und Franca Sozzani, der rebellischen Chefredakteurin der italienischen Vogue zeichnet Jennifer Wiebking das Leben starker Frauen, die ihren Zielen und Visionen folgen. Ihre Erinnerungen an ihre wiederbelebte Großmutter Elsa Schiaparelli teilt die Schauspielerin Marisa Berenson mit Alfons Kaiser. Und zuletzt bietet das stärkste Journalistenteam der deutschen Modemacher Kaiser-Wiebking Kurzinterviews mit Italiens populärsten Designern wie Dolce&Gabbana und Giorgio Armani. Wozu sie befrag werden? Natürlich zu den Frauen. Um noch mehr weibliche Vorbilder Italiens aus Politik und Mode geht es auf den insgesamt 90 Seiten. Eine Hommage an die italienische Frau, und vor Allem ein Mutzuspruch an die deutsche. Das Magazin liegt heute als Beilage in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Angenehmer ist es selbstverständlich als Print-Ausgabe zu lesen. Wer es verpasst hat, kann sich das Magazin als PDF runterladen.

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