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Ein wenig Frauenfeindlichkeit steckt darin, ein wenig Wahrheit, das ist Capo, der kleine Bruder von Haftbefehl, der in die Deutschrapszene so richtig Wind geblasen hat. Denn er hat den Flow, ähnlich wie Haftbefehl, und er hat das Bewusstsein, sein eigenes musikalisches Ding zu machen. Zwar ist er ebenfalls auf den Autotunezug gesprungen, aber seine Beauts wahren noch immer die Authentizität durch 80-er und 90-er Beats, und vor allem seinen erstklassigen Album „Alles auf Rot“.
Letzteres machte ihn so eigen und zeigt seine klare Stellung im Deutschrap, die wäre: alternativ. Ob es seine Idee war, für den zweiten Release des kommendes Capimo-Albums (Zusammenschluss der Rapper Capo und Nimo) auf einen Beat, der nicht ähnlicher als Miami von Will Smith sein könnte, drauf zu ziehen? Man weiß es nicht. Fakt ist, seine Stimme und sein Flow dazu harmonieren, und damit wäre er auch wortwörtlich ein wenig die bessere Hälfte Capimos. Das macht aber nichts, denn Nimo leitet ein, spricht die flacheren Worte, auf die man im Deutschrap ungern verzichtet und hat die schöne Singsang-Stimme. Capo widmet sich da – ein wenig älter wie er ist – eher den harten Worten zu, und machte das ganze dann auch erwachsenenreif. Ob sich Capimos Album, das in der Szene mäßig gefeiert wird, beweisen wird, zeigt sich in der Zukunft. Sicherlich aber veranlasst es einen Capimo, die nächsten eigenen Klassiker raus zu hauen. Solange heißt es „Another Day, Another Date“!

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