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Capos Musik ist Medizin für den Kopf. Alle familiären Probleme lösen sich in Nichts auf, hört man “Run, Run, Run”, Marathon. Da steckt Mitgefühl drin. Capo, so sehr er auch immer im Schatten seines großen Bruders stand, hat den Berg erklommen, und es geschafft, sich eigentständig zu entwickeln wie kein anderer. Das ist gesund und ziemlich cool, wenn ich sagen darf, typisch für meinen 1990er Jahrgang.

Wenn auch die “Der Pate-Filme”, die Cem Anhan fährt, oft weit hergeholt und unrealistisch sind, Capos eigene Filme machen einem das Leben leichter. In seinem jüngsten Lied “Der Puls steigt” erzählt er, was er für die Liebe bereit ist zu tun. “Im Rhythmus gefangen”, ein Song, der nicht nur die türkische Kultur feiert, sondern auch den zum Prinzen geworden Sohn, zeigt sich Capo einmal mehr von seiner romantischen Seite. Die Tatsache, dass so viele Mädchen davon träumen, wifey von Capo zu sein, ist ein Beweis für seinen Mut und den Lebensweg, den er geht.

Denn er ist ein Kämpfer. Das zeigten eben auch die Zeilen “Weil wir von Grund aus Kämpfer sind m m m, Mama hat gezeigt wie’s geht, m m m”, eine Anspielung auf die eigene historische Geschichte der Familie. Seinen offenen Umgang damit brauchen die Fans. Denn familiäre Probleme sind nur allzu oft die Realität migrantischer Jugendliche in Deutschland. Capos aus der Tiefe-Rappen, dieses Herzausschütten gepaart mit der richtigen Melodik, der Kombination aus Jazz, Balkan, und arabischer Orientalistik lassen zu seinen Wortklängen mitsummen, die Wahl der Frauen ist ohnehin nur ein weiterer Schachzug, der von Capos Geschmack zeugt. Aber er hat es eben auch faustdick hinter den Ohren.

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