Fresh in: Dardan „Facetime“ + Tourtermine

Es ist wahr, wir konsumieren fast ein wenig diese guten Männerstimmen des Deutschraps, aber was sollen wir (Frauen) auch machen? Junge Rapper wie Dardan rappen so attraktiv von Liebesbeziehungen, dass wir irgendwie dahin schmelzen. Dardan, der gerade einmal 20-jährige Mr. Dardy, ist gerade dabei, groß zu werden. Dabei ist der gebürtige Stuttgarter schon 1,80 groß, und vielen Nimo-Fans ein Begriff. Genau neben ihm stand Dardan wie auch Mortel bereits auf der Bühne. Seinen ersten großen Erfolg teilte er in einem größeren Publikum mit „Telefon“ an der Seite Nimos, indem er seinen schnellen Flow unter Beweis stellte. Und gleich danach kam Dardan Mushkolaj wie er bürgerlich heißt, mit Mister Dardy aus seinem Album „Hallo Deutschrap“ als Womanizer zurück. Der hübsche Rapper hat albanische Wurzeln, was auch seinen melodisch, kreativ anmutenden Stil aus PARTYNEXTDOOR und Drakes Toronto ovo-Sound, Atlanta, Bronx, Westcoast-Rap und Stuttgarter Cloud-Rap-Gemisch erklärt. Besonders die Metaphern lassen die Braue anheben und staunen: „Es wird heiß wie ’ne Sauna (whoo)// Wenn man nur den Falschen vertraut hat (brra), Es wird heiß, so wie Chili con Carne (whoo)// Doch ich mach‘ sofort die Fliege, so wie Speedy Gonzales (brre) (Fuego). Der 1997 geborene ist schon bei Cro’s Label Chimperator erfolgreich unter Vertrag. Und für den Straßen- und Gangsterrap, den er bedient, hatte er schon Olexesh, Luciano und selbst Ufo361 mit auf Ton.

An Letzteren erinnert auch sein Rapstil; ob Ferragamo Ghostface oder „FaceTime“. Obwohl Dardan aus der 7-er Stadt kommt, macht er ziemlichen highen Kreuzberger Newschool. Der neue Ohrwurm jedenfalls ist der semi-romantische, aber definitiv zu unserem Lebensstil passende Deutschrap. Denn „FaceTime“ der mit Einflüssen an Ufo361s „Nice Girl“ erinnert, ist der neue, jüngere Sound, den wir in der „S-Line“, oder auf den Autobahnen dieser Städte hören wollen, in und off Beziehungen. Ab Oktober geht Dardan zusätzlich auf Tour. Alle Daten für Schwärmer hier:

04.10.18 Köln Yuca, 05.10.18 Münster Skaters Palace, 06.10.18 Hamburg Waagenbau,09.10.18 Frankfurt Nachtleben, 10.10.18 Hannover Lux, 11.10.18 Leipzig Täubchenthal, 12.10.18 Berlin Musik & Frieden 18.10.18 Zürich (CH) Dynamo, 19.10.18 München Ampere, 21.10.18 Stuttgart Im Wizemann Halle (HOCHVERLEGT)

Bilder: chimperator-love.de

„Wer ist dieser Junge?“ Der Bitburger Ausnahmerapper Mortel ist mit seinem neuem Album Arriveé am Start

Rapper Mortel sah ich das erste Mal live auf dem Konzert von Nimo im vergangenen Jahr. War er Franzose? Deutscher? Oder doch Afrikaner? Ich konnte es nicht sagen. Er kam irgendwie aus dem Nichts. Dabei macht er schon mit “Stimmen der Unterschicht” feat. Nimo und Azad in einem breiteren Publikum von sich Reden. Ein Song, der auf seinem Mixtape Racaille im vergangenen Jahr erschien. Und mit “Depart” etablierte er seinen “Recaille”-Sound des Straßenraps weiterhin.

Jetzt kommt er mit neuem Album “Arriveé” daher und ist angekommen. Angekommen im großen Rap-Game. Und tatsächlich, um auf seine Herkunft zurück zu kommen: er ist im amerikanischen Stützpunktort Bitburg geboren, ist kongolesischer Abstammung, und lernte durch Verwandte in Paris, die er besuchte und die selbst Hip Hop hörten, die fanzösische Kultur kennen. Daher der Name: Mortel, zu Deutsch “tödlich”. Continue reading „„Wer ist dieser Junge?“ Der Bitburger Ausnahmerapper Mortel ist mit seinem neuem Album Arriveé am Start“

Eine Rose ist eine Rose

Eine Rose ist eine Rose

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An manchen Tagen, wenn wir das Kind in uns nähren, sehen wir unsere Kleider bemalt mit unseren Wünschen und Träumen wie wir es wagten, als man uns den Stift und das weiße Blatt wie ein großes Geschenk vorbereitete. Als wartete man darauf, die Welt aus den Augen eines Künstlers zu sehen. Und doch, jedes der Bilder, die wir als Kinder malten ohne Angst verurteilt zu werden für das, was wir sind und denken, für das, was wir fühlen und sehen, wurde von ihnen empfangen wie ein großes Meisterwerk.

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Gedichte: Marco Zaninis Frühlingswerk Rochas

Gedichte: Marco Zaninis Frühlingswerk Rochas

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Für meinen Lieblingsdesigner Rochas habe ich mir vier Gedichte einfallen lassen, um diese wunderbare Frühling/Sommer Kollektion 2013 zu würdigen. „Marilyn, Marilyn“, Rochas Sinnessucherin, First Lady und Griechische Göttin heißen sie. Unterzeichnet wurden sie wie immer von mir unter dem Namen aQua Gold.

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die Metaphorik der Frau, sie existiert nicht

die Metaphorik der Frau, sie existiert nicht

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Berlin, warum möchte hier keiner Blumenmädchen sein?

Und doch, die romantische Vorstellung, als einsame, schöne Frau in einer Bar angesprochen zu werden, bleibt nicht nur ein Traum, sondern eine von Hollywood hinterlassene Utopie. Nordische natürliche Frauen wie sie vermehrt in der „Neuen Odessa Bar“ oder „August II“ in Mitte erscheinen, bleiben im Schatten der großen Blumensträuße, die neuerdings zur Dekoration von szenigen Designerbars dienen. Sie scheinen die einstigen schönen, klassischen Frauen zu ersetzen.

Rosen in weichen, poetischen Nuancen wie Rosé, leidenschaftlich in Rot sind in Bars wie diesen die einzige schöne Natur, die zu sehen ist. Verirrten sich einst Männer in Bars, um schöne Frauen in Bars zu sehen und ihre Schönheit einzuatmen, ist es heute der Duft der Blumen, der anziehend ist. Mit dem Abbau der Geschlechtergrenzen stirbt auch die Leidenschaft. Denn Posie und Leidenschaft scheint in Räumen wie diesen wie eine Erfindung, der der Mensch hinterjagt ohne einsehen zu wollen, dass sie nicht existiert. Keine tanzenden Körper, lächelnden Gesichter, warme Worte. Das Begeheren des anderen Geschlechts stirbt. Beschäftigt und gefesselt im Körper, wird das Geschlecht in Frage gestellt.

Es herrschen andere Ideale. Die Vorstellung von der schönen Frau und dem philosophischen Herrn, der vom Antlitz der Frau, der Verkörperung der architektonischen Harmonie verführt wird, in ihr das Gute und Freie zugleich sucht, scheinen nicht zu existieren. Die Frau ist emanzipiert, verzichtet auf blumige Farben im Gesicht, geschnörkelte Wimpern. Kantige, gerade Kleidung, die Distanz und Durchsetzungsvermögen vermittelt, zieren die Körper der Frauen in Locations wie diesen. Erhaben, den äußerlichen Merkmalen von der Gesellschaft gesetzt und zugeordnet, dem möchte sich keiner unterziehen. Der jugendlichen Frische möchte keiner beraubt werden. Die Frau möchte sich vom Druck, schön auszusehen entfernen und befreien, zum Denker möchte sie werden, als zum Objekt des denkenden Voyeurs. Welche Frau möchte schon verwelken, nachdem sie ihrer Schönheit beraubt wurde?

Die Sehnsucht nach Natur und der Klassik in modernen, urbanen Orten wie Berlin ist groß. Die Schönheit der Frau ist ein Monument der Klassik, sie wird man nicht aus der Welt schaffen können.