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Der britische Online-Versandhändler Net-a-Porter holt die größten Designer, und Stimmen der Modewelt für den International Womens Day am 8.März. Mit einem T-Shirt. Der Erlös geht an gemeinnützige Organisationen.

Unter den 20 bekanntesten und derzeit beliebtesten Gesichter der Modewelt sind Ikone Carine Roitfeld, Designerin Roxanne Assoulin, und Vorreiterin Stella McCartney, die allesamt ihre eigene Interpretation weiblichen Zusammenhalts für jenen Feiertag des Feminismus gestalteten.

“Tu es jolie”, sagt Carine Roitfeld französisch solidarisch auf ihrem Design. Die 63-Jährige New Yorkerin Assoulin hat mit über 30-jähriger Erfahrung einen Satz zu sagen: “Woman kind, kind Woman”. Stella McCartney, Tochter des Rockstars Paul McCartneys, hat ihre künstlerische Sichtweise ihrer eigenen Modemarke interpretiert, indem sie Frauen einen Tanz gab. Der Titel “Female Rebellion” ziert die Zeichnung der Frauen im Reigen.

Die Preise der T-Shirts reichen von 55 Euro bis 290 Euro. Nicht ganz preiswert. Doch der Erlös geht an die Organisation der International Womens Day UK, die “Frauen in Krisengebieten dabei unterstützt, sich ein neues Leben aufzubauen”, wie es heißt. Die gesamte Kollektion unter dem Titel “Starke Frauen für starke Frauen” gibt es hier.

Vor einigen Wochen stellte das Zeitmagazin der Hamburger Lokalzeitung Die Zeit mit der hohen Auflage von knapp 500.000 Exemplaren ein deutschlandweites Editorial zu Sängerin und Popstar Dua Lipa vor. Die 24-Jährige mit kosovo-albanischen Vorfahren wurde dabei nicht nur interviewt, von zwei Männern, sondern auch grenzwertig offenherzig dargestellt. Nicht das erste Mal, dass eine Frau zum Sexobjekt der männlichen Phantasie der Chefredaktion wird. Was mit einer Wana Limar begann über Topmodel Anna Ewers weiter geführt wurde und schlussendlich mit der Fetischisierung des schwarzen Körper seinen Höhepunkt hatte, zeigt auf, dass in Deutschland noch immer männliche Redakteure es nicht schaffen, Frauen frei von einem sexuell verfügbaren Kontext abgelichtet zu sehen. Denn hier, so sehr die sexuelle Freiheit der Frau auch gegensätzlich zum Islam angepriesen wird oder gar als solche verstanden buchstäblich fatal besteht, so ist doch klar, daß die deutsche Frau sich nicht schonen kann vor der sexuellen Objektivierung des männlichen Auges, das immer wieder dazu führt, dass Frauen als Sexobjekt legitimiert und dem öffentlichen Auge vorgeführt werden. Zwar verkauft sich das Zeitmagazin als ein Kunst- und Kulturmagazin, das eine Künstlerin darstellt, die ohnehin für jene neue Körperlichkeit auf Instagram über Frauen wie Bella Hadid einstehen mag, und dennoch, und das ist das eigentliche Problem, verstreut das Magazin jene Bilder unter dem Aspekt des Feminismus, indem es die Frau erneut auf ihr Äußeres reduziert, davon profitiert und sie zum Lustobjekt männlicher Redakteure macht.

Ich war noch nie in Amsterdam! Und wie das ja ist mit dem “Sag niemals nie”, bei einem Niemals wird es nicht bleiben. Und dann sollte es das The Exchange Hotel zur Bleibe werden. Denn das Hotel, das wohl mitten in Amsterdam gelegen ist, sieht einfach nach einem Fashion-Week-Erlebnis aus. Also, jeder, der Mode liebt, ist dort sicherlich am Besten untergebracht. Ein haus-eigenes Café gibt es im The Exchange auch noch, perfekt für die kühnsten Regenbogenträume. Hier bekommt ihr mehr Einblicke in das Hotel sowie die Buchungsoptionen. Continue reading ›

Nike hat einen Ganzkörperanzug rausgebracht. Das nette Ding gibt es für 540 Euro zu haben. Seriously? Zum Vergleich: einen ähnlichen Burkini gibt es von türkischen Marken, die eine etwas altbackenere, aber ebenso modische Variante für 16,90 Euro anbieten. Da auch Nike sich vornehmlich nicht sehr für faire Arbeitsbedigungen einsetzt oder zumindest in der Presse eine bescheidene Figur abgibt, fragt sich, warum so viel ausgeben, wenn es ein ähnliches Teil auch für etwa ein Dreißigstel gibt. Continue reading ›

Als Candice Swanepoel vergangenen Dienstag in einem schwarz-weißen Kleid mit Herzausschnitt ihren Auftritt auf der Fashion Week Berlin hinlegte, muss man nicht schlecht gestaunt haben. Die südafrikanische Schönheit, die zur Unterstützung von Designern ihres Ursprungsland kam, erschien zum Auftakt von Kopf bis Fuß gestylt in einem eleganten Aufzug. Das Label hinter der sportlichen Robe: Paris Georgia aus Neuseeland. Die junge Marke eines starken Designerduos, dass die Weiblichkeit so nimmt, wie es ihnen gefällt, ist zurzeit der Liebling unter den Models und Stilvorreiterinnen auf Instagram. Von Kendall Jenner über Lily Alridge bis hin zu Olivia Culpo weiß sich jede Schöne mit Paris Georgia in Schale zu werfen und zu glänzen. Mehr davon!

Die Sportmarke Columbia hat eine neue Kollektion rausgebracht. Zum Auftakt des Jahres gibt es Klassiker neu interpretiert für das neue Jahrzehnt. Mit der 2020 Collection unter der Idee Recut & Remastered sind drei Jacken von insgesamten 9 Teilen entstanden, die uns an die sportlich-stylischsten Zeiten der 80-er und 90er erinnern. Regenjacke, Anorak und Fleejacke in orange, lila, und grün-blauen Farben. Die Kurzvideos lassen einblicken in den Prozess und stellen nacheinander mit fünf ihrer Art die neuen Jacken ihre neuen Icons vor. Kann man sich definitiv reinziehen. Wer übrigens neugierig ist, wer die coole, ältere Oma auf einem der Bilder zur Stilinspiration ist: das dürfte die Tochter des Unternehmens, nämlich Gertrude „Gert“ Boyle (1924-2019), sein. Continue reading ›

Das Gute am FAZ Magazin ist ja, dass es selbst online ersichtlich ist. Alfons Kaiser, Dr. Alfons Kaiser wohlgemerkt, hat das etwas, das es braucht, ein Magazin zu führen. Mag er auch für die aktuelle Ausgabe kürzer getreten zu sein, mit einer Reportage um eine neue Ausstellung und Stiftung zum verstorbenen, aber noch immer legendären Azzedine Alaïa (dem so beliebten Modemeister, der nicht nur eine Modeliebhaberin wie Kim Kardashian bezirzen konnte, sondern auch Modelikone und Göttin Doutzen Kroes privat einkleiden) seit eh und je in seinem Element.

Ausserdem im Heft: eine kolumnenartige Sprache der Jennifer Wiebking, stets auf der Höhe der neuesten Trends und Gesprächsgepflogenheiten, soziologisch alltagstauglich gut. Soziologie, das ist nicht nur die insgeheime Leidenschaft der Beauty und Mode-Journalistin, die in London ihren Abschluss in eben jenem letzteren Fach machte, sondern eben ihr Talent für die Mode, die ja doch in ihrer oberflächigen Tiefe häufigst zu kurz kommt. Aber da das FAZ Magazin nicht nur optisch wie auch inhaltlich stehts zu glänzen weiss, sind selbst die Werbeblätter, die doch immer der Vogue gehörten, wunderschön lesbar. Continue reading ›