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Plus Size

Die französische Nationalversammlung möchte ein Gesetz zum Model-Mass-Index verabschieden, um Unterernährung zu bekämpfen. Die Industrie ist dabei, Plus-Size Models zu etablieren. Doch wie effektiv ist die Bezeichnung “Plus-Size”, wenn es darum geht, verschiedene Körpergrößen und Formen als Schönheitsideal zu akzeptieren?

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Neben Dolce & Gabbana verkauft kaum eine andere Marke so viel Lebensstil wie Chanel. Für die diesjährige Herbst/Winter Kollektion ließ Karl Lagerfeld die “Brasserie Gabrielle” im Pariser Grand Palais errichten. Genannt nach dem eigentlichen Vornamen der Gründerin Coco Chanel soll die Brasserie als Kulisse der Mode verkörpern, was im Ausland als französischer Lebensstil verstanden wird. Damit wird die französische Kultur aufrecht erhalten und kommerzialisiert. Ähnlich wie Dolce & Gabbana zeigt auch Chanel, dass Marken einen erheblichen Einfluss auf die Bildung und Wahrnehmung von Kultur haben.

 

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Wo wird Chanel getragen? Selbstverständlich in der Brasserie! 

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Dolce & Gabbana krönte vergangenen Sonntag mit der Kollektion für kommenden Winter die Mutter der Welt. Die mit Blüten verzierten Kleider trugen Liebeshymnen in verschiedensten Sprachen gerichtet an die Mutter. “I love you mama”, schrie das Eröffnungskleid voller Liebe in weißer Unschuld. Auch in italienischer oder französischer Sprache mit “J’aime Mama” wird Mutter die Liebe verkündet. Die Mutterrolle erhält dabei einen neuen Stellenwert in der Mode, die nicht ungern als Spiegel der Gesellschaft Jugendlichkeit zelebriert. Dabei ist die Liebe zur Mutter die vermutlich erste, die jeder Mensch erfahren kann. Dass ein Unternehmen wie Dolce & Gabbana gerade jetzt auf die brilliante Idee kommt, müsste kein Zufall sein: Im Zuge des modernen Feminismus ist die Wertschätzung der Mutterrolle ein wichtiges Zeichen. Der vielleicht schwierigste Job der Welt erhält Anerkennung. Bereits das dritte Model betretet mit kugelrundem Bauch den Laufsteg: Biancia Balti, Gesicht der letzten Kampagne, stolzierte überglücklich als werdene Mutter über den Laufsteg. Hinter sich lässt sie eine Kulisse zurück, die Kinder die Hand der Mutter haltend zeigt. Die Präsentation kann als “Empowerment” bezeichnet werden: so elegant die Damen sind, so stark, selbstbewusst und sicher wirken sie. Von weiblicher Fragilität ist nichts zu spüren. Mag der Stoff noch so floral, rosig oder filigran durchsichtig sein. Auf männliche Begleitung wurde verzichtet. Besonders interessant ist der Aufdruck des Marienbildnisses, das der Kollektion etwas Göttliches verleiht. Doch es ist nicht das erste Mal, dass die Mailänder Firma Dolce & Gabbana den Familiensinn gleich mitverkauft. Continue reading ›

Kolumnistin Silke Burmester kritisiert auf SPON die Errichtung des Barbie-Dreamhouses und den damit einhergehenden Lebensstil. Barbie unterstütze das Bild einer traditionellen Frau, die bloß backen und sexy aussehen könne.

Die Kolumnistin nimmt dabei den Lebensstil einer Puppe viel zu ernst. Dabei ist dieses “Dreamhouse” wie der Name schon verrät lediglich eine überspitzte Darstellung des traditionellen Lebensstil, den wir im realen Leben der westlich liberalen Welt individuell auf uns zuschneiden. Der Hintergrund Burmester Autorenbildes ist witziger Weise in der Lieblingsfarbe der von Mattel erschaffenen Puppe gehalten. Rosa und Blau, sind das nicht die Farben, die uns seit unserer Geburt einem Geschlecht zuordnen und kategorisieren lassen? Kann es demnach sein, dass viele Frauen das traditionelle Geschlechtermodell gerne übernehmen, weil es nicht ganz dem scheint, wie es dargestellt wird?

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Barbie lebt nicht nur nach dem klassischen Modell, sie ist dem weit voraus. Sie hat nicht nur alle Berufe ausgeübt, von Hausfrau über Tierärztin bis Journalistin (insgesamt 108 Berufe, darunter auch männlich dominierte), sondern erzieht auch erfolgreich Kinder. Und dabei sieht sie blendend aus. Die Kritik scheint stets von jenen zu kommen, die nicht glauben mögen, dass es Frauen gibt, die studieren und arbeiten, Kinder erziehen, die Hausarbeit erledigen und dabei noch gepflegt aussehen. Es ist das altmodische Denkmuster der verbitterten Feministinnen, was längst überholt ist, aber eine ganz und gar hässliche Assoziation mit der Frauenbewegung hinterlassen hat. Denn nach all den Freiheiten ist nun die Weiblichkeit das Recht mancher Frauen, für was wohl gekämpft werden darf. Aber den Deutschen erscheint man als gepflegt, hübscher Mensch ja sowieso immer suspekt, wenn man dazu noch etwas kann. Oder etwas kann, und dann auch noch hübsch aussieht?

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Nicht jedes Individuum ist ein geborener Selbstdarsteller. Die digitale Gesellschaft zwingt den Menschen, sich selbst darzustellen. Soziale Kanäle legen Berufsausbildung, Beziehungen, persönliche Interessen und zuletzt materielle Situation offen. Das Leben ist zu einem offenen Buch geworden, jede Bewegung online. Wurden eins Urlaubsbilder, die als privat galten, dem Kreis der realen Welt gezeigt, Erlebnisse erzählt, so werden live fremde Follower der sozialen Medien mit Hashtags informiert. Das Leben der anderen wird somit konsumiert. Das Leben selbst zu einer leidvollen 360° Selbstdarstellungsbewegung. Continue reading ›

Vladimir Karaleev Show - Mercedes-Benz Fashion Week Autumn/Winter 2013/14Hiphop ist als modische Sitte in der Mitte der Gesellschaft angekommen 

Spätestens wenn in einer Parallelstraße der Münzstraße im vergleichsweise noblen Bezirk Berlin-Mitte zu dem Song „Chabos wissen, wer der Babo ist“ von Haftbefehl von Jugendlichen an einer Schule mitgerappt wird, steht fest, selbst der Hiphop – Sound des deutsch-türkischen, selbsternannten Thug Life ist wieder angesagt. Und wenn damit Hiphop wieder Mode ist, also jene Sitte, die vom Individuum in der Gesellschaft verlangt wird, gilt das Genre nach Rückwendung der Ära um Eminem und 50Cent der 00er Jahre wieder alles andere als asozial.

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Von elitärem Hipster bis straßenwürdigem Ghetto – Hiphop Beats werden auf dem Ohr getragen 

Seit nun mehr als fünf Jahren schwirrt der Begriff „Hipster Rap, Hipster Hop“ im Internet herum. Beobachtet wurde der Musiklifestyle bereits 2007 von Spiegel-Autor Uh-Young Kim. Als Kanye West 2006 bei seinem Deutschlandbesuch im Berliner MTV Studio mit MCM-Rucksack und enger Jeans auftauchte, war allen klar, dass dieser Rapper sich stilistisch und inhaltlich deutlich vom Rest seines Genres unterscheidet. Dass Deutschland aber dem großen Bruder Amerika in Sachen Mode mindestens 5 Jahre hinterher hinkt, dürfte nichts Neues sein. Mit Nikes am Fuß, eingekleidet in lederbesetzten schwarzen Jacken und Army-Hemden, MCM auf dem Rücken, New Era Cappies stolzieren jene auf den Straßen Berlins, die sich am Abend in hippen Bars verabreden, um Hiphop zu hören. Oder besuchen aufgestylt Konzerte der Hiphop-Rapperin und Kunstfigur Iggy Azalea oder Ghetto-Retro Lady Lana Del Rey, die Berlin mit fürchterlich langen künstlichen Fingernägeln, goldener Kette und Hiphop-Features eine Prise Coolness zu verabreichen versucht. Der urbane Kleidungsstil deutscher Straßen ist seit jeher von amerikanischer Jugendkultur beeinflusst. Geprägt haben neben Kanye West auch Musiker wie Pharell Williams, und Neptunes, The Pack, Spank Rock, The Cool Kids, Odd Future, und Theophilus London das neue Image mit Kleidung von Marken wie beispielsweise Vans, Supreme, Skate- oder Bikersport und kulturellem Interesse. Sie sind softer, fern der Money-Cash-und Ganster Ära. Zu eben jenen gehört auch der deutsche Musiker Cro, der banale, unreflektiere sorgenfreie Musik zum Konsum der Pubertierenden liefert. Doch nun hat selbst auch noch der amerikanische Rapper, Kendrick Lamar, des authentischen Undergrounds den Mainstream erobert. Je realer, desto glaubwürdiger.  

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Die jüdisch-amerikanische Schönheit Nathalie Portman macht vor, was auch in Deutschland etlichen Mädchen gelingt. Das Dior Kampagnengesicht aus Hollwood, das einen Psychologie-Abschluss an der Harvard University hat, beweist, dass Weiblichkeit nicht Klugheit ausschließt. Fehlt nur noch, dass auch Deutschland die Errungenschaft anerkennt und sich neben Genderdiskussionen für neue Ideale öffnet.

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“Selbstbewusst zu seiner Weiblichkeit zu stehen, halte ich für schön. Selbstbewusst zu seinem geschlechterlosen Bild zu stehen, kann ebenfalls schön sein. Aber Frauen in Deutschland können sehr unangenehm werden, wenn sie mit Frauen konfrontiert werden, die mit ihren Wimpern klimpern. Wer zu seinen Kurven steht, muss sich leider immer wieder verteidigen und beweisen, dass er auch etwas kann.”

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