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Nicht nur etwa, weil ich einen türkischen Migrationshintergrund habe, oder Frau bin, werde ich diskriminiert, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass ich zusätzlich dabei (kritisch) denke.

Migranten ja, aber bloß keine kritischen. Kritik wird in dieser Gesellschaft ja ohnehin ungern gesehen. Doch mit Migrationshintergrund im kritischen Frauendasein ist Intersektionalität angesagt und eingetroffen. Der Mainstream will konsumieren, daher nicht hinterfragen. Und, wenn das Hinterfragen von einer weiblichen, “migrantischen” Stimme kommt; unerhört! Und dann noch in Gefilden, in denen es sich die “alt-deutschen” Herren gemütlich gemacht haben.

Es wird in Deutschland nicht gern gesehen; Frauen, die ihre Meinung laut aussprechen, kritisch denken und sich stark für sich machen. Noch weniger, wenn sie einen Migrationshintergrund haben. Denn dankbar, stumm, und passiv sollen sich Menschen mit Migrationshintergrund zeigen, adrett die Frau. Ganz besonders dabei die kritische, nicht-deutsche Frau.