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Frauen heutzutage haben es ja nicht sonderlich leicht; von ihnen wird viel abverlangt. Modern, wenn nicht Zwang ist heute: Arbeiten, Kinderkriegen, und dabei meisterhaft Gutaussehen. Die heutige prominente Skincare-Routine, die über die sozialen Medien weit verbreitet und umworben ist, steht insofern im Zeichen der Zeit, als dass sie zum Einen Sucht ist, zum Anderen Ventil. 

Ganze Sammlungen zeichnen sich in den Regalen der Frauen ab. Unter dem Hashtag Shelfie werden nicht nur Büchersammlungen oder gar andere Regalordnungen im Wohnzimmer aufgezeigt, sondern auch haufenweise Kosmetikprodukte, Make-Up-Utensilien und Hilfsmittel bildlich geteilt, die dazu beitragen, die Pflege der Haut aufrecht zu halten. Gleich einer Märchen- und Zauberwelt bauen sich dabei diese Bilderwelten auf. Entstanden sind dabei auch speziell angefertigte “Skincare Fridges” für Sheet-Masken oder gar andere Beauty-Gadgets. Miniaturkühlschranke für die Hautpflege und Hausfrau. Ob meist in pink, und roséfarben: die moderne Frau benötigt Ruhe und Rückzug mit Technik und Kosmetik. Die koreanische Beautykultur, die durch ihre besonders schätzige, technologisch fortschrittlichere Pflege auch im Westen von Europa bis hin zu den USA angekommen ist, übte in den letzten Jahren verstärkt Einfluss aus und prägt sogar die deutsche Kultur mit.

Besonders im Internet zeichnet sich dabei auch der sogenannte “Pan Porn” auf, der über Sharing-Plattform reddit stattfindet. Bei Pan Porn handelt es sich um eine Art Beweis und Fotoabbild eines Produktes, das bereits so häufig und intensiv genutzt wurde, dass der Boden der Packung sichtbar wird. Durch eine Buhle wird bewiesen, und gezeigt, dass das Produkt aufgebraucht wurde. Das “Fertignutzen” ist in Sicht. Mit Stolz werden jene Bilder über die sozialen Foren aufgezeigt.

Youtubevideos und Beautytutorials, die aufzeigen, welche Produkte tatsächlich aufgebraucht wurden, liegen im Trend. Viele der Beautyvlogger und Beautygurus zeigen aber gleichzeitig auch auf, welche Produkte sie für die kommende Zeit ins Visier genommen haben und nun fokussiert verwendet werden bis sie tatsächlich einmal aufgebraucht sind, bevor wieder neue Produkte erworben werden.

“Skincare-Addiction” heißt das Wort, das das Konsumverhalten aufzeigt, aber auch das Interesse und den hobbyesquen Verbrauch der Frau beschreibt. Eine Selbsteinschätzung, die ebenso über den gleichnamigen Hashtag stattfindet. Dabei werden in den meist auch auf Instagram präsentierten Profilen der “Skincare-Addicts” die Hauttypen von sensibel über Mischhaut bis hin zu trockener Haut aufgezeigt. Neben Alter oder Wohnort findet sich auch Hauttyp wieder, der zu einer Art Identitätsergänzung geworden ist. Die User tauschen sich dabei aus, beraten und empfehlen einander jene typ-gerechten Produkte.

Unter ihnen sind Frauen, die die Skincare-Routine als Möglichkeit erklären, die ihnen dazu geholfen habe, zu ihrem Körper zu stehen, einen Therapie-Ersatz gefunden zu haben, oder ein Sprachrohr in einer Community mit Interesse an Kosmetik und Hauptpflege. Sucht und Ventil eben. 

Emily Ratajkowski gehört seit ihrem Tanz in “Blurred Lines” zu jener Modelelite, die mit ihrem Körper einen Trend in Gang gesetzt hat, der gefährlich schön ist.

Nebst Kim Kardashian gehört die kalifornische Amerikanerin zu jener Art Frauen, die selbstbewusst und selbstachtungsvoll zu ihrem Körper steht. Die Gefahr bestand aber nicht nur in ihrer anziehenden Attraktivität, die viele Frauen dazu aufforderte, es ihr gleich zu tun, sondern in dem Act, ihre Körperdarstellung als emanzipatorischen Akt zu erklären. Sie tat es Kim Kardashian gleich, und da sie beide die gleichen Körperideale vertreten – definiert, aber weiblich und kurvig – und keineswegs ihren Körper verstecken mögen, hat dies auch einen negativen Dominoeffekt bei jungen Frauen ausgelöst, die diese Machtstrukturen nicht kennen. Kim Kardashian und Emily Ratajkowski, so schön sie auch sind und wirken können, nutzen ihren Körper auch zur Machtdemonstration aus.

Junge Frauen derweil im Alter von 17 Jahren adaptieren jene Körperdarstellung, die in Form der Weiblichkeitsdefinierung auf Instagram weiter stattfindet. Mit starkem Make Up, und kurzen Kleidern werden aus 17-Jährigen 28-Jährige junge Frauen. Viele der jungen Mädchen gehen dabei auch das Risiko ein, für Männer oder andere Frauen als Machtdemonstration ihren Körper entblößend zur Schau zu stellen. Der freie Umgang mit Körper und Nacktheit ist zwar eine Begründung für die Bekanntheiten Emily Ratajkowski und Kim Kardashian, doch das Label “Feminismus” zieht ihre Sichtweise in eine umgekehrte Richtung. Den Körper als Hilfsmittel um gesellschaftlich anerkannt zu werden, haben die Frauen heute auch Minderjährigen in die Hand gegeben, und einen Körperwahn gefüttert, der diese Frauen im Glauben bestärkt zu werden, aufwachsen lässt.

Die deutsche Marke SYS hat nun neu im Angebot eine Maske, die kühl und nährend für trockene Haut ihren Pflichten nachgeht. Nach einer Reinigung, wird die Bio-Celullose Maske natürlichen Ursprungs auf das Gesicht aufgetragen, und anschließend innerhalb von 15 bis 20 Minuten eingwirkt. Zurzeit gibt es die Linie, zu der ich aus Erfahrung nur die Maske empfehlen kann, “exklusiv” nur bei der deutschen Parfümerie Douglas. Mit 5,99 Euro gehört sie aber zu den erschwinglich und für Masken auch realistischer Kategorie an, die mit Extrakten aus Kaktusfeige, hergestellt nach koreanischen Prinzipien der hochgradig weit entwickelten Beauty-Industrie, mit Superfood für die Haut ihre Wunder vollbringen.

Wenn Victoria Secret-Engel Izabel Goulart, gern gesehener Galagast auf dem roten Teppich und Verlobte des Eintracht-Fußballertorwarts Kevin Trapp, nicht um die Welt jettet zwischen Rio und Paris, ist die 1,77m Große in Frankfurt am Main anzutreffen. Ihre beeeindruckend, bewundernwerte Größe, dabei zierlich-schmal, meterlang und ihr Schwung der einem, fliegenden, atemberaubenden Engel gleichkommend, lässt die brasilianische Schönheit herausstechen.

Fit wie die 35-Jährige Lateinamerikanerin ist, wirkt sie wie eine mädchenhafte 24, die ihr Äußeres gewiss auch ihren Sportarten zu verdanken hat. Ihre physische Natura ist ihr Verdienst und eine Wucht, insofern, als dass es scheint, sie habe nicht ein Gramm Fett am Körper. Das mag nicht immer gesund sein. Aber sie arbeitet an ihrem Body by Iza wie sie es gerne nennt und unter selbigen Hashtag vorstellt, und motiviert, mitzumachen. Ihre Übungen mögen an die einer Extremsportlerin erinnern, die Resultate aber sprechen für sich. Verschiedene Sportarten betreibt sie für ihr ganz persönliches Ideal mit Abs und mehr. Ein Trend, den das VS-Engel sichtlich mitgestartet und hat etablieren können, trotz des bis vor kuzem noch andauernden Vorurteils “Abs” seien nur den Männern gegönnt. Für die Mode von heute braucht es schließlich Definition! Kickboxen, Pilates, Joggen, das sind nur einige wenige der Sportarten, die Izabel Goulart ausübt, um fit für Shootings, den Laufsteg und auch sonst in ihrer Präsenz zu sein.

Dass eine Frau nicht immer kurvig sein muss, um als schön zu gelten, dafür ist sie der lebende Beweis. In Brasilien wurde das Model gemobbt – dort sind die meisten Frauen nämlich eher klein und kurvig – und als Giraffe von ihren Mitschülern gehänselt. Dabei, und das kommt stellt sich ja doch auch erst im Erwachsenenalter heraus, ist meist das, was anderen Grund für Beleidigung ist, das, womit später Erfolg und Anerkennung folgt. Dabei noch über seinen Schatten zu springen, dazu gerade zu stehen und etwas aus sich zu machen, das zeugt von Stärke. Izabel Goulart ist eine Art, moderne “The Body” – jenes Kompliment und jener Name, der einst dem australischen Supermodel Elle McPherson zuteil wurde. Die neue Queen des bearbeiteten Fitness-Bodys zeigt, das harte Arbeit in einem solchen Körper stecken muss, ein Model sich nicht immer auf Gene und Körperbau ausruht, ihr Äußeres sowie die Anerkennung, die sie dafür erhält, gottgegeben ist. Ihre Größe aber, und die ist gegeben, spiegelt wieder, was sie hat, nämlich Größe, wenn es darum geht, den Körper trainieren, andere zu motivieren und nicht aufzuhören. Mit dem derzeitigen Körperwahn besonders auch auf sozialen Medien wie Instagram können zwar mit den weiteren Trends in Gesundheit und Ernährung Druck entstehen, aber ein Model wie es Izabel Goulart ist, kann zeigen, wo lang es geht, wenn es darum geht, seine eigene Ziele und Bedürfnisse zu erreichen, in Sachen Körperbild, den Wohlfühlfaktor als Frau, und letztlich auch um die eigene Gesundheit mit Sport. Denn das, ob gewollt oder nicht, beschäftigt doch die meisten unter uns. Also, Grund genug, anzufangen mit #bodybyiza, go body, go iza, go body, go iza! Unser Superstar in Sachen Fitness! Go for a body like Iza! NOW!

Bildquelle: https://www.instagram.com/izabelgoulart/?hl=de

Frankfurt hat nicht viel zu bieten in Sachen Beauty, Mode oder auch sonstiger Trends. Aber in einer Sache ist die Stadt am Main am Zahn der Zeit. Koreanische Hautpflege mit unzähligen Sheet Masks bietet das Korean Beauty House an, einem Store, der viele Marken bietet, die sich schon in ihrer Wirkung haben erwiesen können unter dem in den letzten Jahren durchgesetzten K-Beauty Trend. Die Preise starten bei 1,75 Euro, und werden dem gerecht, für das sie stehen. Wie eine der Verkäuferinnen erklärte, sind koreanische Beautyprodukte bekannt dafür, dass sie weniger Chemie nutzen stattdessen mehr auf natürlicher Basis mit Extrakten aus Ginseng, Schneckenschleim oder Extrakte der wertvollen Tomate aufgebaut sind. Hier lohnt sich eine fachkundige Beratung, die auch bei Masken für den richtigen Hauttyp und der Bedürfnisse zu Gute kommt.

Neben der Filiale in Frankfurt, gibt es auch in den folgenden Städten das Korean Beauty House vorzufinden: Ingolstadt, Salzburg und München. Bild: koreanbeautyhouse.de

Es schimmert, glänzt und scheint: der Highlighter, unser Lieblingsprodukt hat sich noch immer auf Platz eins der Beauty Materials für glamouröse Auftritte gehalten. Einer der besten unter ihnen ist der RMS Living Luminizer. Mit der cremeartigen Substanz können Augenlid, Nasenrücken, Kinn und Schlüsselbeine akzentuiert werden. Enthalten sind in der Marke, die zur modernen Naturkosmetik gehört, Inhaltsstoffe wie Kokosnussöl, Bienenwachs und Rizinusöl. Einziger Knackpunkt: auch dieses preisgekrönte Beauty Produkt enthält Mica, ein Mineral, über dessen Herkunft und Weiterverarbeitung wenig Transparenz herrscht. Bild und Produkt über organic shop amazingly.

Über zehn Jahre Unterschied liegen zwischen Supermodel Doutzen Kroes und Topmodel Romee Strijd, und doch sind sich die beiden VS-Engel und Vlogger ähnlicher als man meinen könnte: Unapologetic (nicht entschuldigend), dieses Wort, das im Deutschen einfach nicht so recht ausgesprochen werden will. Denn während deutsche Frauen fabelhaft kritisch sind, so können doch die Nachbarn einige Dinge besser. Nämlich, sich nicht dafür schämen, wenn sie etwas nicht wissen, es aber lernen wollen. Diese freundlich-süße Naivität und Attitüde, und der gleichzeitige Wissensdurst wie auch Sichselbstnichternstnehmen sind alles Komponenten, die sie positiv und schön machen, ohne dabei dümmlich zu wirken. In ihren Youtube Videos sagt eine Doutzen Kroes etwa “Was ist mit einen Auge, das kleiner ist als das andere?”, während sie herausfinden möchte, was sie gegen den Altersprozess unternehmen kann, dem sie explizit als Model stärker ausgesetzt ist. Romee Strijd wiederum erklärt beim Schminken, holprig, aber selbstbewusst, dass ihre obere Lippe schmaler ist als die untere. Weder Scham noch Beschönigung oder Runterspielen sind bei den zwei Schönheiten angesagt. Sie stehen zu ihren “Schönheitsfehlern” und wie man im Türkischen so schön sagt: “Schönes hat immer einen Fehler”. Wie schön, dass sie dazu stehen, denn das macht sie tatsächlich nur schön. Natürlichkeit ist angesagt, aber dazu gehört es auch, ehrlich zu sagen, was gedacht wird. Das gelingt hier in Deutschland in der ein oder anderen Situation keinem. Auch wenn die zwei beruflich als das gelten, was in Deutschland unter GNTM abschätzig als “Dümmchen”, und “Model” abgetan wird, so wissen die beiden, sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen, aber dennoch reflektiv zu sein, wenn nicht zu strahlen. Das ist stark! Und so können sich auch die kritischsten Frauen eine Scheibe davon abschneiden!

Supermodel Miranda Kerr ist eine kleine Ikone in der Beautywelt, wenn man das mal so sagen darf. Drei Produkte ihrer Kosmetiklinie KORA Organics wurden hier bereits vorgestellt, und diese riechen überdurchschnittlich gut. Da überwiegend natürliche Inhaltsstoffe verwendet werden, sind die Cremes und Öle – auch wenn teurer als die meisten Produkte der Naturkosmetiklinien in Deutschland – das, was heute unter Clean Beauty verstanden wird. Miranda Kerr ist aber als Gründerin ihrer Marke auch wichtig, den dazugehörigen Lebensstil zu präsentieren, der ihre Marke KORA Organics wie auch die dazugehörige Skincare-Routine ergänzen soll. ‘Mind, Body und Skin”, lautet ihr Glaubensansatz, den sie als holistisch bezeichnet und lebt. Neben Kosmetik und Ernährung gehört dazu auch die Zuwendung hin zum Körper, die Kerr wie viele Models positiv betont. Das australische, einstige Victoria Secret Model, das heute als CEO ein Familienunternehmen mit drei Kindern und ihrer eigenen Marke Kora Organics führt, erklärt, wie wichtig es ist, mit einer Mediationssitzung, einen Ausgleich zu finden. Das Ergebnis der Auszeit, Ruhe und Entspannung, die sich buchstäblich im Gesicht zeichnet. Der Begriff ‘Mindfullness’ ist hier das Stichwort. Die Medizin ist dabei, sich verstärkt in der Wissenschaft mit der Auswirkung von Meditation auf das Gehirn außeinander zu setzen und sie als anerkannte ‘Therapiemöglichkeit’ zu etablieren. Miranda Kerr wiederum ist mitverantwortlich dafür, dass Meditation auch im populären Lebensstil bereits hat fest ein Bestandteil werden können. Kurze Meditationspausen von mehreren Minuten empfiehlt sie über den Tag hin verteilt. Morgens und abends wie auch bei Möglichkeit zur Mittagsstunde ist die heute in Los Angeles lebende Australierin darin routiniert, zu meditieren. Neben einer stringenten Organisation, Einheiten in Pilates, einer richtigen Ernährung, meistert sie für sich ihren Alltag und weiß mit Meditation diesen tagtäglich heldenhaft zu überstehen. Also Meditation à la Miranda Kerr, dalli dalli!

Make Up ist heute wichtiger denn je und was ist noch wichtiger? Richtig, Skincare. Die braucht es nämlich für ein gutes Make Up. Und die “Skincare-Routinen” der Models und Beautygurus über-wiegend auf Youtube sind heute gefragter denn je. Denn Soziale Medien machen aus jedem einen Star. Gab es früher nur eine Marilyn Monroe, so ist eben eingetroffen, was Andy Warhol, der Urheber des Popartkunstwerks “Marilyn Diptych” bereits 1968 prophezeit hatte: ”In the future, everyone will be world-famous for 15 minutes.” Also muss ein gutes Hautbild daher. Die hochauflösende Kamera hält nicht nur jede Falte eines Hollywoodstars auf der Leinwand fest, sondern auch jene derer, die mit den sozialen Medien in einer Art Semi-Öffentlichkeit stehen.

Ein weiterer Grund für die Popularität der strikt eingehaltenen Skincare-Routine hängt auch mit dem großen Stichwort dieser Zeit zusammen. Soziale Medien suggerieren zum Einen völlige Transparenz, kramen aber zum Anderen auch jene Intimität aus der Tiefe der menschlichen Seele hervor. In der Realität sieht das dann so aus, dass Youtuber von der richtigen Körperhygiene erzählen, in Unterwäsche ihre “Body-Transformation” zeigen, oder auch andere Geständnisse in Hinblick auf Körper, Gefühlswelt und Identität machen. In der Welt des Youtubens wird nichts verpönt. Persönliches vor der breiten Masse zu erzählen, gilt gar weder als peinlich noch privat, sondern schlicht bewundernswert. Erfahrungen, die zuvor nur einem ausgewählten Kreis anvertraut wurden, werden heute vor laufender Kamera mit einem Millionenpublikum geteilt. Es gibt einen gesamtgesellschaftlichen Konsens in der Welt der Medienverbraucher darüber, dass jeder das Recht hat, etwas vom Anderen erfahren und lernen zu dürfen und zu können. Die Gesellschaft ist über die sozialen Medien auf digitaler Augenhöhe menschlicher geworden und zugleich inniger. Es scheint, die Aufklärung der neuen Zeit findet über die Informationsgesellschaft hin auf Youtube statt.

Wohlbemerkt handelt es sich dabei lediglich um die Welt der digitalen Community, die sich auf Netzwerken wie Snapchat, TikTok, Instagram oder insbesondere auch auf Youtube zusammenschließt und findet. Letzerer Kanal besonders zeigt die Skincare-Routinen von Models, Schauspielerinnen und anderen Persönlichkeit aus der Welt der Mode. In den meist 3 bis 9-schrittigen Verfahren erklären die überwiegend weiblichen Darsteller wie sie ihr Gesicht reinigen, pflegen, peelen, abwaschen, massieren und vorbereiten; scheinbar für die Welt da draußen, die besonders der Frau auch heute noch schwer zu schaffen macht. Gleichzeitig zeigen die Videos aber auch das wahre Gesicht der Protagonisten, fern von Make Up und Maskierung. Besonders die Youtuber, die unzählige Abonennten haben, zeigen nicht nur wie sie vor und nach dem Make Up aussehen oder der Skincare-Routine nach dem Aufstehen und Zubettgehen, sondern auch sich öffnend, was sie denken. Das Make Up-Ausziehen oder zumindest das Gesichtreinigen steht insofern im Zeichen der Zeit, als dass es den Betrachter mitnimmt, in die Seele zu blicken. Continue reading ›

Schönheitsoperationen sind in einer Zeit von Instagram, in der Stars den Followern so nah sind wie ihre Katze, gefragter denn je. Junge Frauen in ihren besten Jahren lassen sich trotz glatter, unporöser Haut ohne jegliche Anzeichen von “Alter”, also Gelebtem und Erlebtem, Säure ins Gesicht spritzen. Grund dafür ist zum Einen der Social Media Star, zum Anderen auch die inflationäre Verwendung der Hyaluronsäure. Jeder Kosmetikerin ohne jeglicher Ausbildung ist es erlaubt, zu spritzen. Die Kosmetikdienste, die zuvor nur von Ärzten, oder Heilpraktikerinnen ausgeführt werden durften, sind heute günstiger denn je. Während in den Anfangsphasen des neuen Schönheitstrends die Ergebnisse so ungewöhnlich und teuer waren, dass sie an Lächerlichkeit grenzten, sind heute die Preise und leider auch Resultate lächerlich schön geworden. Continue reading ›

Die deutsche Parfümeriekette Douglas teilte vergangenes Jahr in einer Pressemitteilung mit, sie werde 70 Filialen aufgrund des stockenden Handels schließen müssen. Betroffen seien darunter auch Geschäfte in deutschen Innenstädten. Dies mag kaum verwundern. Denn in der heutigen Zeit konsumieren Jugendliche anders. Sie interessieren sich für Markenprodukte, sicherlich, aber sie achten darauf, wo sie hergestellt werden, wie sie hergestellt werden und vor allen Dingen, ob und was sie bewirken. Chemische Zusatzstoffe, die in Zeiten von Tschernobyl ringsumher gereicht wurden, Plantagen, die ausgeraubt wurden von Herkunftsländern, die seit jeher von Jugendlichen während und nach dem Abitur besucht werden, und zu guter letzt auch hinsichtlich der durch die Musikwelt des RnB und HipHop veränderten Schönheitsideale werfen bei jungen Menschen große Fragen auf. Wieso sollte man also jenes Produkt konsumieren, wenn es besser sein müsste? Continue reading ›

Das Rosenbadeöl von The Organic Pharmacy ist ein Badeöl mit Extrakten aus Sonnenblumenöl, Rosenpelargonie, Jojoba, Ringelblume und Rose als Hauptbestandteil mit einen mild leicht citrusartigem natürlichen Duft. Mit nur einer kleinen Menge wirkt das Badeöl wahre Wunder! Es ist entstressend, entspannend, und wohltuend, genau so wie auch für das Produkt über die Packung geworben wird. Preis: 59,95 über Flaconi Bild:flaconi.de

Die geschützte Orglamic Linie aus dem Hause STARSKIN, der holländischen Marke mit demFokus auf Pflege vor und nach dem Schminken, hat seit Herbst nun auch eine Augencreme. Die Velvet Pink Cactus Augenpflege beinhaltet neben Extrakten der hochwertigen Kaktusfeige weitere 8 kostbare Öle. Der Duft nach Lavendel beruhigt die Sinne. Reichhaltig und nährend wie die Konsistenz ist, eignet sie sich besonders nach dem Augenmake-Up, da die Haut gerade bei einem Augen-Make up extra viel Pflege benötigt. Preis: €41,99 15ml Testprodukt zur Verfügung gestellt von Starskin.

Vor über 30 Jahren gründeten Ute Leube und Kurt Ludwig Nübling aus Liebe und Neugier zur Natur und ihren Heilungskräften Primavera. Heute führt das Unternehmen neben ihrer aufrichtigen Arbeit in Hinblick auf Nachhaltigkeit, organischer Inhaltsstoffe und fairen Arbeitsbedingungen Öle zur Aromtherapie, Pflege und letztlich gesünderen Lebensart. Sie glauben an die Heilungskraft der Natur in ihrer ursprünglichsten Form. Deshalb werden die Inhaltsstoffe natürlich weiter verarbeitet. Aus 500 Bestandteilen besteht beispielsweise das Rosenwasser ihrer Serie. Hinzu kommt, dass Primavera möglichst auf Umweltbelastung verzichtet, weshalb das Spray, das aus Glas hergestellt ist, ohne Kartonpackung auskommt, wenn es über Online-Versandhäuser bestellt wird. Das Rosenwasser von Primavera schenkt ein wenig Glück, Ruhe und einige, wenige Sekunden zum Entspannen. Mitgründer Nübling findet, die Natur könne erden. Das kann der Facial Toner von Primavera. Sowohl als Mist für Zwischendurch, über dem Make Up, oder als Gesichtsreiniger und Toner vor der Pflege funktioniert das Bio-Rosenwasser. 9,49 über medpex.de

Was hier affirmativ klingt, ist Tatsache: hej ORGANIC, die deutsche Marke gegründet in Dortmund, ist DIE Marke schlechthin, wenn es um organic geht, vegan und sozial ethisch vertretbar. Während nämlich die meisten Kosmetikmarken heutzutage nur natürlich, oder tierversuchsfrei, oder zumindest gleich beides sind, vereint hej ORGANIC neben dem veganen Aspekt noch ein weiteres kostbares Ding: Fairness. Was wir sonst nur von Kaffee, oder anderen Gemüsesorten aus dem Bio-Konzept der Supermärkte kennen, wird – mit einem Schuss Coolness, inspiriert sind die Behälter übrigens von Ginflaschen – vom Team um Mitgründerin Laura Rath Kosmetik für junge Menschen mit sozialkritischem Hintergrund, einer Affinität für Beauty, Wellness und Nachhaltigkeit angeboten.

Hauptbestandteil der Kosmetiklinie, die in Dortmund auch einen ersten Flagshipstore hat, ist Kaktusfeigenkernöl und Kaktusfeigenblütenextrakt, welches aus Marokko, unter fairen Bedingungen produziert, stammt. Das Öl, das sehr teuer ist, macht die Naturkosmetik so einzigartig. Zu kaufen gibt es die Produkte, die nicht ganz so günstig sind wie die sonstigen Biokosmetikmarken der Drogerien, unter anderem bei DM, Douglas oder Alnatura. Ökologisch hat aber eben seinen Preis, und die Qualität spricht für sich. Um die Marke selbst zu testen, und sich einmal selbst ein Bild zu machen, eignen sich die Sheet-Masken, die es im Set für 10,95 Euro. Bild: www.hejorganic.com

12 interessante Farben, die alle für sich eine eigene Sprache sprechen. “Vinyl Nude”, “Electro Peach”, oder eben “Tekno Red” heißen die LacquerInk Lip Shine 💄 von Shiseido. Eine Mischung aus Lack – glänzend, nicht unbedingt pflegend wie so viele Lipglosse neuerdings, aber dafür keineswegs austrocknend – und der Konsistenz eines glossigen Lippenstifts entsprechend. Die neuartige Idee ist eine Art 3-in-1 Stift für jede verführende Lage. Nicht ganz kostengünstig, aber dafür umso mehr statementfull.

Damit der LacquerInk Lip Shine aber nicht ausläuft, empfiehlt es sich, einen Lipliner in der Farbe zu nutzen. Dass der Stick ohne nicht auskommt, durfte ich an Tekno Red selbst erfahren, nachdem ich diesen für diesen Blog hier testen durfte.

Bleibt in der Welle des Vegan- und ‘made without cruelty’ -Trends, der ja doch so lange auf sich hat warten lassen bei all dem Umweltbewusstsein in der Vergangenheit bereits, zu wünschen übrig, dass auch dieser wie so viele, wenn nicht nahezu alle roten Lippenstifte, die rote Pigmentation nicht weiterhin aus Insekten gewinnt, denn das ist nicht nur ausbeuterisch, sondern zugegebenermaßen auch ziemlich ekelerregend, was nicht heisst, dass alles Geld, das bereits in rote Statementlips gesteckt wurde, ins Leere geht, denn genutzt sollten so noch definitiv werden, allein der Umwelt und Käfer zuliebe…!


Bild: Shiseido.de

Mist in englisch-amerikanischer Sprache bedeutet Nebel oder Sprühregen. Ein anderes Wort dafür ist “Spritz” statt Mist, vielleicht macht dieses Wort unserer Sprache die Sache ja besser verständlich. Ein Mist, oder eben Spritz ist ein Fläschen meist, im schlimmsten Fall, aus Plastik, wenn teurer, aus Glas oder, wenn auch umweltschädlicher, in Spraydose, das uns erfrischen soll. Apothekenmarke Avéne führt es, It-Label Mario Badescu sowieso, und regelrecht erster Erfinder der Naturkosmetik The Body Shop auch in all’ möglicher Variation. Nahezu jede Beautymarke führt ein Mist in ihrer Linie, lasst euch das gesagt sein. Mal aus Kräutern, dann wieder aus Rosenextrakt, Orangen mit Vitamin C oder Grapefruit, oder aus dem favorisierten DIY-Projekt nach den eigenen Wünschen, was die Inhaltsstoffe betreffen. Für jeden Duft- und Hauttyp ist etwas dabei, je nach eigener Bedürfnisse, und wer ‘ne Erfrischung braucht, sei es im Sommer oder Winter, der spritzt und sprüht, wie nur möglich. Auf der Arbeit, vor dem Creme-Step der Skincare-Routine, oder zwischendurch bei jeder möglichen Stress-Situation. Wer sich jetzt denkt: “Was ist das für ein Mist?”, der wird bald die Antwort derer finden, die bereits auf den Geschmack gekommen sind, mit: “Mann, ist der Mist gut!

Die Noni Glow Sleeping Mask aus dem Hause Kora Organics besticht erneut im Sinne ihrer Gründerin. Nicht nur für den perfekten, erholsamen Schlaf, sondern auch die Haut, wurde eine Maske kreiert, die rosig schön in ihrer Konsistenz an ein süßliches Marzipan erinnert. Tatsächlich aber enthalten sind natürliche Inhaltsstoffe wie Maniok, Kokos und Basilikum. Ungewöhnlich und doch typisch für die Marke, die ihren Fokus auf natürliche und giftfreie Inhaltsstoffe setzt.

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Wie nahezu alle Produkte von KORA Organics riecht auch der Noni Glow Balm himmlisch gut. Mit dem leicht transparenten Balsam-Stick lässt sich die wichtigste Partie im Gesicht markieren; die Wangenknochen. Der Marker kommt beim Auftragen nicht nur einer ganz leichten und dabei heilvollen Massage nahe, sondern auch einer Art pflegender Vaseline für jede Notlage. Müdes Gesicht; Stick. Erfrischung gefällig; Stick. Continue reading ›

Kevyn Aucoin’s “Volume Mascara” tuscht ohne zu Verklumpen, Verkleben und Verschmieren. Perfekt, oder? Fast. Denn noch mehr Volumen und Verdichten wäre wünschenswert, aber die perfekte Wimperntusche gibt es ohnehin nicht, stimmts?

Deshalb haben wir eben mehrere auf dem Schminktisch stehen, benutzen für jeden Anlass eine andere, und, wenn wir ganz enthusiastisch sind, gleich mehrere für nur einen Look.

Diese Mascara erfüllt jedenfalls ihre Zwecke. Trotz kleiner Hülle hält sie drei Monate lang, sowohl was die Konsistenz als auch die Menge betrifft. Mit 24,99 (bei Douglas) liegt sie im mittigen Preissegment des Parfümerie-Sortiments. Besonders macht diese Wimperntusche aber nicht nur der ungewöhnliche Preis, sondern auch die Technologie. Diese verdichtet, verschönert und pflegt nämlich ohne den Augenbereich beim Abschminken auszutrockenn wie es bei manchen Wimperntuschen passiert.

Durch die Schlauchtechnologie und cremig-ölige Konsistenz aus Jojoba-Öl lässt sich die Tusche mit Wasser allein sogar vorsichtig abziehen. Bis es aber soweit ist, füllt sie den Wimpernkranz, macht frisch, und hält dabei den ganzen Tag ohne Abzubrökeln. Ziemlich praktisch und rar also, und damit die (fast) perfekte Mascara!

Die in Korea entwickelte Firma Starskin ist aus den Niederlanden, hat sich aber für die bestmöglichsten Resultate nebst Dermatologen auch mit prominenten Visagisten und Kosmetikerinnen zusammengeschlossen, um hochkarätige Produkte aus erster Hand zu entwickeln, die halten, was sie versprechen. Die Marke Starskin hat sich der schönen, makellosen Haut der Hollywood-Stars verschrieben, und erzielt wird dieser unter anderem mit dem ganz natürlichem Inhaltsstoff der Kaktusfeige, dessen Öl einem der teuersten der Welt entspricht.

Die Maske jener Linie ist zu 100% organischen Ursprungs und hat mit 14,99 für eine 2-stufige Sheet-Masken-Anwendung einen gerechtfertigten Preis. Wenn auch die Möglichkeit besteht, bei empfindlicher Haut mit Juckreiz zu reagieren, so legen sich jene Hautirritationen nach kurzer Zeit. Was bleibt, ist eine tatsächlich sehr ölige, aber angenehm weiche und natürlich glänzend leuchtende Haut mit rosigen Cheekbones. Und damit erfüllt die Orglamic Kaktus Sheet-Maske aus dem Hause Starskin als eine der wenigen, wenn nicht einzigen Masken, die zurzeit auf dem Markt sind, den Traum jener Starskin Glow-Enthusiasten, die endlich vor dem Spiegel den Beweis dafür haben, dass eine Maske wirkt.

Das Noni Body Oil wurde auf sozialen Medien von vielen zufriedenen Kundinnen ausgestellt. Eine unter ihnen, neben jener Gründerin und Modelfreundin Miranda Kerr, ist Make Up Artistin Charlotte Tilbury.

Das so stark angepriesene Noni-Öl ist neben einer Vielzahl an Produkten auch in diesem Körperöl enthalten. Es riecht sehr angenehm, und fast möchte man sagen, es schmeckt auch so. Essbar sind die Öle selbstverständlich nicht, auch wenn sie überwiegend nur organische Inhaltsstoffe enthalten. Darauf schwört die Gründerin ohnehin. Denn was nicht gegessen werden dürfe, solle auch nicht auf die Haut. Und so kommt es, dass sich im KORA Body Oil neben Noniöl überwiegend Sonnenblumenöl befindet. Eine beruhigende Wirkung mit glänzender Haut ist das Ergebnis. Allergische Reaktionen sind nicht auszuschließen, da manches Unverträglichkeiten auslösen kann. Es lohnt sich jedoch, jenes Produkt einmal auszuprobieren, um auf den Geschmack zu kommen. Denn die Haut ist aalglatt, glänzt und duftet. Mit 57,99 Euro liegt das 100ml große Fläschen im höheren Preissegment, reicht jedoch für etwa 12 Anwendungen, je nachdem wieviel aufgetragen wird, und somit ein wohltuendes Öl, das sich einen festen Platz auf dem Regal für das regelmäßige Skincare-Ritual verdient hat.

Nachtrag : Vorsicht! Im Sommer werden Hautflügler angezogen.

Zurzeit darf ich ein paar Produkte von Shiseido testen. Ins Auge fiel mir dabei besonders der Kayal InkArtist, denn dabei handelt es sich nicht nur um einen Kajalstift, sondern auch gleich Lidschatten, Eyeliner und Brauenstift zugleich. Die Farben sind sehr speziell, und so sind es auch die Namen. Der weiße Stift beispielsweise heißt Kabuki White, und ist benannt nach dem japanischen Theater, indem auch die kreideweiße Geisha ihren Platz findet. Eine andere Nuance ist Sumi Sky und beschreibt mit der blauen Farbe den wässrig-blauen Himmel, der sich vom Weiß der japanischen Hochkunstgemälde der Sumi-e abzuleiten scheint. Eine pastell roséfarbene Nuance ganz nach der japanischen Kirschblüte in dieser Kollektion wäre noch traumhaft schön! Continue reading ›

Sie kam gerade erst dem freien Sitzplatz entgegen, als ich sie sah und hatte dabei solch’ einen willensstarken Gang hinterlegt, dass selbst Naomi Campbell hätte einpacken können. Wirkte ihr Blick auch gelangweilt und arrogant zugleich, sie sah aus, als habe sie sich über irgendetwas geärgert, aber ihre Augen, ihre Augen waren stark. Ich bewunderte und verfolgte mit meinen Augen nicht nur ihre Art, sondern vor allen Dingen auch das Kleid, das sie mit so einer Grazie und einem so großen Mut so selbstverständlich trug, dass ich sie unbedingt fotografieren musste. Die Farben ihres Kleides übermannten mich.

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Screenshot instagram.de/bellahadid 15.August 2018

Sie läuft für Bottega Veneta, isst Eis für Magnum, und wird geschminkt für Dior. In kürzester Zeit ist sie aufgestiegen in die Riege der Topmodels. Geholfen hat ihr dabei auch die magische Zahl: 19 Mio. Follower auf Instagram sind es, die ihr folgen. Klar, dass sich da die Mädchen, die sich auf Instagram tummeln, ein Leben wie das der Bella Hadid wünschen. Continue reading ›

Auf Instagram postete meine 16-jährige Cousine vor einigen Tagen in ihrer Story mal wieder ein Bild von sich, in gewohnt cooler Pose vor ihrem Spiegel in Chucks und einem blumigen Haarkranz wie er von vielen Mädchen als Feature zur Verschönerung und Umspielung angewendet wird. Ich schickte ihr als Antwort ein paar Emojis, die sie beschreiben sollten: ein Smiley mit Sonnenbrille, ein rosa Herz, einen roten Kussmund und eine Prinzessin. Womit ich ihre Erscheinung im Gesamten eigentlich auch wahrnahm, war neben ihrem starken Selbstbewusstsein ihre Klugheit. Mir fiel ein, dass in der feministischen Theorie kritisiert wird, dass Mädchen oft Komplimente für ihr Aussehen gemacht wird, aber selten Lob, Wertschätzung oder Bewunderung für ihre Fähigkeiten.

Sie hatte schon mit einem Herzen geantwortet, aber ich wollte ihr noch zeigen, wie ich sie eigentlich sah. Also schickte ich ihr drei Brillen. Brillen, Symbole für Fleiß, Intellekt, Präzision, einem starken analytischen Seh- sowie Denksinn und zuletzt neben Intelligenz auch respektable Klugheit. Ich schrieb ihr, dass ich sie klug fand, und daraufhin sendete sie mir gleich zwei Herze mehr als davor.

Es erinnert mich daran, wie sehr es mich freute, wenn mir jemand sagte, ich sei klug oder intelligent oder kritisch. Es ist mir nicht oft im Leben passiert. Ich habe unzählige Male gehört, wie hübsch oder schön ich sei. Es ist nicht so, dass es mich nicht freute, ich höre es sehr gerne, aber ich bin ehrlich: das Gefühl, das in mir eine Bewunderung über eben jene Eigenschaften auslöst, ist nicht im Geringsten damit vergleichbar. Ich habe mich jedes mal so unglaublich stark gefühlt, wertvoll und existent, als man mir sagte, ich sei klug. “Hübsch” oder “schön”, so geschätzt, attraktiv und elegant man sich für sein Aussehen auch vorkommen mag, es hat so etwas Verfliegendes und gleicht einer Momentaufnahme. Du könntest es im nächsten Moment nicht mehr sein, weil die Zeit vergeht, du unsicher bist über dein Aussehen oder nicht präsent. Aber das Gefühl, reflektiert zu bekommen, dass du etwas kannst, “klug”, “intelligent” oder “talentiert” bist, bleibt lange bestehen. Es ist eine eigene Zuschreibung für die Identität, die ein Leben lang bestehen bleibt und stärkt.

Ich hatte dieses Gefühl genau fünf Mal. Ich erinnere mich an jedes einzelne Mal. Ich weiß ganz genau, von wem sie kommen, wann und wie sie mir gesagt wurden. Es waren bisher immer Männer, Familienangehörige ausgeschlossen. Von Journalisten, von Männern im “Date” und auch einem Lehrer. Fünf Mal. Auch wenn ich es nicht die ganze Zeit hören muss, es ist zu wenig. Hätte man mir in der Schule das Kompliment öfter gemacht, ich hätte damals nicht so sehr gelitten. Denn aufgrund meines Äußeren wurde ich von meiner Deutschlehrerin abgewertet. Weil sie weder meine Kultur, noch meine Person verstand und ziemlich deutsch, den Aufwand, den eine Frau für ihr Aussehen aus Interesse und Wohlbefinden betreibt, verachtete, um sich nur ein wenig später selbst die Haare blondieren zu lassen. Als ich noch zur Schule ging, war es nicht so selbstverständlich wie heute, sich als junges Mädchen zurecht zu machen, zu schminken, modisch anzuziehen. Aber auch abgesehen davon: Lehrer wollten mich immer wieder loswerden, ob ich nun gut war oder nicht. Sie sagten mir zwar, ich müsse mehr geben, aber sie ermutigten mich nie mit meinen Fähigkeiten. Ich bin mir nicht sicher, ob sich auch das heute geändert hat.

Ich musste mich jahrelang dumm fühlen, das Gefühl haben, nicht gut genug zu sein, zu scheitern. Es waren oft Frauen, die mein Können untergraben wollten. Lehrer, Professoren, die weder mich noch andere ermutigten. Ich habe mit der Zeit trotzdem an mich geglaubt, meine Erziehung verhalf mir dabei, das Ziel und Ideal zu haben, zu wissen, zu hinterfragen, etwas zu können. Und zuletzt auch mithilfe der Kommentare der Männer.

Aber gerade auch von Frauen sollte man öfter hören dürfen, was man kann, denn Frauen können immer anderen Frauen Vorbilder sein, die es gerade in dieser Gesellschaft noch viel zu wenig gibt. Auch für Männer.

Solange man jungen Frauen nicht sagt, dass sie etwas können oder etwas sind, das wertvoller ist als ihr Aussehen, werden sich Frauen auch nicht viel Mühe geben, Anerkennung für Eigenschaften wie Intelligenz, Klugheitoder Fleiß zu erhalten. Nicht nur, dass es das eigene Ich untergräbt, nein, es hemmt sogar die Mädchen ihn ihren jungen Jahren erst Recht nur. Denn wieviel Zeit würden Frauen in ihr Können stecken, lesen, sich weiterbilden, anspruchsvollen Interessen nachgehen, sich selbst verwirklichen und vom Korsett der Schönheit befreien, wenn man ihnen nur sagte, dass sie klug sind, statt schön.

*Auf dem Bild ist Katherine Johnson zu sehen, eine amerikanische Mathematikerin, die maßgeblich an der Berechnung der Flugbahnen des Mercury Programms sowie dem ersten Mondflug beteiligt war. Ihr Leben wurde 2016 neben das anderer zwei afroamerikanischen Mathemathikerinnen im Film “Hidden Figures” verfilmt, der mitunter von Pharrell Williams produziert und musikalisch untermalen wurde.

Auch wenn ich Tina Feys Kommentar zu Kim Kardashian nicht zustimmte, habe ich darüber nachgedacht. Die kluge Schauspielerin und Autorin kritisierte, dass mit Kim Kardashians Hinterteil nun ein weiteres Schönheitideal dazu käme, den Frauen gerecht werden müssten. Das kann man so sehen. An meinen schwächsten Tagen denke ich mir auch “hätte ich doch bloß blaue Augen, hätte ich doch bloß vollere Lippen, hätte ich doch bloß längere Beine, hätte ich doch bloß mehr Oberweite.” Ich kann mir von jedem Körperteil, den ich besitze, die Superlative wünschen. Besser, schöner, dünner, kurviger, makelloser. Continue reading ›

Was das Alltagsmakeup für die Augen betrifft, kann ich den Eyeliner seit einigen Jahren nicht mehr weglassen. Entweder meine Augen sind vollkommen ungeschminkt, oder getuscht mit Eyeliner betont. Allein die Wimperntusche reicht nicht mehr aus. Dabei trug vor einigen Jahren kaum einer den Eyeliner jeden Tag. Viele Mädchen schminken sich heute intensiver, damit könnte Wimperntusche allein zu leicht wirken. Da heute mehr Bilder denn je gemacht werden, nicht nur von Stars, haben sich auch die Schminkgewohnheiten vieler jungen Frauen verändert, die mit Instagram ebenfalls auf einer kleinen aber öffentlichen Bühne stehen. Denn auf einem Bild wird Make up aufgefressen, womit es automatisch leichter als in der Realität wirkt.

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“Was für ein Selbstbewusstsein”, kommentierte die Freundin meiner Schwester Kim Kardashian, als sie sich ihre Bilder auf Instagram ansahen. Ja, Kim Kardashian ist verdammt selbstbewusst. Neben den dünnen, langen Mädchen zeigt sie stehts ihr Dekolléte ausgiebig, und man könnte nicht gerade sagen, dass sie versucht ihren Hintern zu kaschieren. Sie macht nahezu jeden Trend mit: auch auf einen engen sportlichen Chanel-Zweiteiler, der von dem schmalen Model Cara Delevingne vorgeführt wurde, verzichtet sie nicht. Kurvige Frauen würden sich dies wohl kaum trauen. Denn allem voran muss sie viel Spott & Häme ertragen. Mit ihrer Figur könne sie dies nicht tragen. Und als sie nun auch noch ihren entblößten Hintern auf dem Cover eines New Yorker Magazins veröffentlichte, entstanden unzählige Memes, die sich über sie und ihren “Pferde”Hintern lustig machen. Natürlich möchte sie Ruhm, aber ich sehe ein Lächeln auf ihren Lippen: sie macht sich lustig, denn ihr Plan geht auf. Sie bekommt die Aufmerksamkeit, die sich wünscht. Solch ein Break, der unzählige Medien über sie berichtet, ist vielleicht sogar Instagram zu verdanken. All die scheußlichen Kommentare auch. Denn ihr opulenter Körper wird nicht seit gestern zunichte beleidgt. Man hätte die Bilder auch einfach ignorieren können, hat man aber nicht.

Ich weiß nicht so ganz, was ich von ihr und ihren Bildern selbst halten soll. In einem Beitrag sprach ich ihr den Ikonentitel ab, in einem anderen Artikel stellte ich ihre Rolle als Frau in den Medien in Frage. Sie objektiviert sich – das ist klar – und bedient sich per Instagram dem traditionellen Klischee der Frau, die nichts als ein Körper ist. Nicht mehr. Ihre Nacktbilder Bilder kann ich nicht mehr sehen, und ärgere mich auch über das Internet, das als Werbefläche für sinnlose Produkte genutzt wird. Dazu gehört auch ihr Körper und ihr Drang nach Aufmerksamkeit. Continue reading ›

Die jüdisch-amerikanische Schönheit Nathalie Portman macht vor, was auch in Deutschland etlichen Mädchen gelingt. Das Dior Kampagnengesicht aus Hollwood, das einen Psychologie-Abschluss an der Harvard University hat, beweist, dass Weiblichkeit nicht Klugheit ausschließt. Fehlt nur noch, dass auch Deutschland die Errungenschaft anerkennt und sich neben Genderdiskussionen für neue Ideale öffnet.

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“Selbstbewusst zu seiner Weiblichkeit zu stehen, halte ich für schön. Selbstbewusst zu seinem geschlechterlosen Bild zu stehen, kann ebenfalls schön sein. Aber Frauen in Deutschland können sehr unangenehm werden, wenn sie mit Frauen konfrontiert werden, die mit ihren Wimpern klimpern. Wer zu seinen Kurven steht, muss sich leider immer wieder verteidigen und beweisen, dass er auch etwas kann.”

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