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In einem T-Shirt mit der Aufschrift “We should all be feminists” ziert Jennifer Lawrence eine der aktuellen Ausgaben der deutschen Harper`s Bazaar. Das schlichte Shirt mit der kräftigen Aussage entstand unter der Führung Maria Grazia Chiuri im Hause Christian Dior, und bewegt sich damit ganz nach der Stärke des heutigen Feminismus.

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Der Creative Director ist eine Frau

War die Position zuvor von Raf Simons besetzt, so stand Christian Dior bis vor kurzem noch für Eleganz, Sex-Appeal, und jugendlichen Umbruch. Raf Simons, der mittlerweile für Calvin Klein arbeitet, wurde hochgefeiert: als cooler Mann, der die Frau zu bestimmen weiß, ähnlich wie einst Christian Dior selbst. Der Gründer, der heute selbst noch im Geiste der Marke lebt und weiter geehrt und verehrt wird, wurde zu seiner Position zum ersten Mal mit einer Frau ersetzt. Ob er sich im Grabe umdreht ist ungewiss. In jedem Fall ist es ein historischer Wendepunkt. Continue reading ›

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Es ist offiziell. Der neue Chef-Designer Calvin Kleins ist niemand geringeres als Raf Simons. Nach Beeindigung seiner Arbeit für Christian Dior, hatte Simons zunächst entschieden, sich zurückzuziehen, wie die Kollegen von der FAZ berichten. In den letzten Wochen allerdings brodelte die Küche: intern der Modelwelt wurde bereits viel über den Wechsel zu Calvin Klein diskutiert, nun ist es soweit. Kreativer Chef wird Simons nicht nur der Hauptlinie, sondern der gesamten Marke. Darunter fallen neben Calvin Klein Home auch die Jugendlinien Calvin Klein Jeans und Calvin Klein Underwear. Auf große Überraschung könnte damit nicht die erste Ready-to-Wear Kollektion treffen, sondern viel mehr seine Arbeit für das Underwear Label, das in den letzten Monaten wieder populär geworden ist.
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Auch wenn ich Tina Feys Kommentar zu Kim Kardashian nicht zustimmte, habe ich darüber nachgedacht. Die kluge Schauspielerin und Autorin kritisierte, dass mit Kim Kardashians Hinterteil nun ein weiteres Schönheitideal dazu käme, den Frauen gerecht werden müssten.

Das kann man so sehen. An meinen schwächsten Tagen denke ich mir auch “hätte ich doch bloß blaue Augen, hätte ich doch bloß vollere Lippen, hätte ich doch bloß längere Beine, hätte ich doch bloß mehr Oberweite.” Ich kann mir von jedem Körperteil, den ich besitze, die Superlative wünschen. Besser, schöner, dünner, kurviger, makelloser.

Aber ich muss die Welt nicht so sehen, und um ehrlich zu sein habe ich das selten getan. Denn man kann auch einfach Dinge an sich schätzen, die man hat, statt sich darauf zu fokussieren, was man nicht hat. Und ohnehin: die wenigsten Supermodels erfüllen all diese Kriterien, daher möchte ich oftmals nicht an der Stelle der Models stehen, die für ihr Aussehen Geld bekommen und sich tatsächlich an solchen Normen orientieren müssen. Denn selbst Supermodels werden nach dem Schönheitsideal der Perfektion gemessen, das überhaupt nicht existert. Models wie Adriana Lima beispielsweise haben vermutlich einen gemachten Busen, zumindest tragen sie häufig falsche Wimpern und falsches Haar, um einen Effekt zu erhaschen, den manche von Natur aus verkörpern. Ihre wunderschönen blauen Augen hingegen zu der strahlenden Haut und dem Babyface versuchen etliche Mädchen auf Instagram nachzuschminken. Kaum einer verkörpert alles, oder verkörpert jedes Schönheitsideal: meist hat jeder etwas davon. Lara Stone den üppigen Busen, für den siebekannt ist, Adriana Lima eine ragende Ausstrahlung zu ihrem Gesicht, genauso wie Joan Smalls trotz operierter Nase. Die Modeindustrie vor allem strebt nach Perfektion, dabei ist ihr alle Mittel Recht um ein Bild zu liefern, das nicht immer der Natur entspricht. Um schön zu sein, bedarf es jedenfalls keiner Makellosigkeit, das beweisen diese Schönheiten, und alle etlichen Mädels, die wir jeden Tag auf der Straße sehen.

Aber was soll auch immer das schöner, besser, dünner eines Menschen, um schön zu sein? “Ich bin fehlerfrei sagt Beyonce. Sie ist schön wie sie ist, weil sie so ist, wie sie ist. Und sich an aller erster Stelle dafür akzeptiert, und zumindest mit diesem Song wie mit vielen ihrer Lieder sich selbst Stärke beweist, und ihren Fans eine große Portion Lebensstärke mitgibt. In diesem Sinne, “I’m Flawless!

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Jedes Jahr bietet der schwedische Massenmodehersteller H&M in Zusammenarbeit mit einem ausgewählten Designer eine High Fashion Kollektion an. Nach geringem Interesse trotz des Fitness-Hypes an der Sport-Kollektion von Alexander Wang im letzten Jahr, verkaufte sich die festliche Abendkleidung des französischen Hauses Balmain diesen November sehr erfolgreich. Besser zu kombinieren und zu tragen ist die ornamentale Abendmode Balmains als jene Sportkleidung Alexander Wangs im Alltag; und viel mehr können sich die Konsumenten mit der von Creative Director Olivier Rousteing geschaffene Balmain-Nation identifizieren. Damit entstand nicht nur in Frankfurt ein Hype, auch in Städten wie Paris oder Istanbul. Wie kann die Kollektion samt dem Hause Balmain so erfolgreich in dieser Zeit sein?

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Schüler fotografieren sich auf der Zeil stolz mit ihrer Beute. Auf dem Selfie wird ihr Gesicht neben dem mit gold bedrucktem Logo auf schwarzem Papier zu sehen sein. Eine andere Schülerin steht vereinzelt vor dem Schaufenster, um mit ihrem Handy die Kollektion abzufotografieren. Eine Tüte hat sie nicht, aber ein Bild von der Kollektion, das sie auf Instagram teilen könnte. Am 5.November zum Verkaufsstart ist bereits gegen Mittag die gesamte Kollektion im Store auf der Frankfurter Zeil ausverkauft. Continue reading ›

Philipp Bree stammt wie der Name bereits verrät von einem der traditionsreichsten und etabliertesten Taschenlabels Deutschlands ab. Mit seiner selbstgegründeten Linie PB0110 übersetzt er seine eigene Vorstellung in nächster Generation und schafft damit eine Verjüngung der Marke „Bree“, die nicht nur der neuen Zeit entspricht, sondern vor allem auch ihm selbst gerecht zu werden scheint.

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Nostalgisch: die Reisetasche von Christine Ahrens für PB0110 entstand aus der Idee, eine Bluse knitterfrei zu transportieren

Minimal, zeitlos und edel – so sehen die Taschen von PB0110 aus. Wenn Philipp Bree persönlich in dem Frankfurter Store The Listener seine Kollektion so sorgfältig platziert, kann man nur erahnen, mit wieviel Hingabe er sein eigenes Label aufgebaut haben muss. Von der Familie hat er die gute Qualität übernommen, hinzugegeben hat er seinen wunderbaren Sinn für Ästhetik. Die Taschen von Philipp Bree sind nicht nur jünger, und urbaner, sondern erfüllen sie die Sehnsucht nach Schönheit.

Nachdem er 10 Jahre lang das von seinem Vater gegründete Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder führte, scheint er sich neu erfunden zu haben. Er war auf der Suche nach etwas Neuem, also ist er den Schritt gegangen. Gegründet 2012 bietet er die Taschen bereits weltweit an. Zarte Pastelltöne, klassches Schwarz und Weiß. Die Umhängetaschen, Shopper und Tote Bags liegen mit feinstem Leder im höheren Segment, und werden nicht umsonst von der High Fashion anerkannt. Im Juli wurde er mit PB0110 bereits zum zweiten Mal zum Vogue Salon geladen, einer Initiative von Christiane Arp zur Förderung deutscher Designer. Continue reading ›