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Auf Instagram sind den Einen oder Anderen die Herbert Twins mit ihren atemberaubend blauen Augen vielleicht aufgefallen. Die eineiigen Schwestern Elisha and Renee leben in Sydney, sind 20 Jahre jung, modeln und nehmen mit in ihr wunderbares Leben an der Küste.

Freude und Vergnügen bereiten ihre Vlogs, die zwar einen Tick zu lang sind, aber in ihre Welt mitnehmen und gute Laune machen.

Die Aussie Girls, die bekannt sind für ihr gepflegtes Äußeres, scheinbar unkomplizierte Art und freundliches Antlitz, sind irgendwie deutsch, und irgendwie balinesisch. In ihren Vlogs nehmen die Herbert Twins, die zusammen über 3 Millionen Follower haben, mit auf Reisen, Parties und Shootings. Hier geht’s entlang zu ihrem Kanal auf Youtube.

Artwork by Amine Tiken https://www.instagram.com/aminetiken/

Als ich das erste Mal in Offenbach ankam, dachte ich, ich sei angekommen im Himmel. Im türkisch-alevitischen Glaubenssatz gibt es einen Spruch, der besagt, Paradies und Hölle seien nicht im Jenseits, sondern im Diesseits vorzufinden. Ich kam an in der wunderschönen Frankfurterstraße, war begeistert von einer Agentur, die so schick in ihrer Außenfassade ist, dass sie auch im sehr viel schickeren Soho Londons hätte stehen können. Warum der Standort der Foodmarketinagentur taste! mit knapp 60 Mitarbeiter nicht zumindest in Frankfurt dafür aber nur im kleineren Nachbarsort Offenbach seinen Sitz hat? Weil Agenturchef Günther Nessel an diese Stadt glaubt. Der Gründer und Geschäftsführer, der bereits seit über 60 Jahren in Offenbach zu Hause ist, erhofft sich, seine Heimatstadt eines Tages in einem ähnlichen Lichte erblühen zu sehen wie das einstige Arbeiterviertel Brooklyn, das zu einem hippen Künstlerviertel wurde. Nessel, der verschiedenste Kulturen pflegt und liebt, erkennt der Stadt ein Potential an, das ihn nicht enttäuschen dürfte. Offenbach, die einstige industrielle Arbeiter- und Lederstadt habe er zu einer bunten, multikulturellen Stadt heranwachsen sehen, was er als gebürtiger Offenbacher, begrüßt. Genau zu jener Zeit wuchs auch der jetzige Herr Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke auf. Der 40-Jährige Schwenke, der mit seiner Erscheinung an die eines Macron erinnert und zugleich die Ausstrahlung eines Obamas hat, gewann nach seiner Arbeit als Stadtrat mit knapp 67 % die Wahl zum Oberbürgermeister. Der ehemalige Lehrer, der promoviert ist, kennt die genaue Zahl nicht, weiß aber zu sagen, dass über 160 unterschiedliche Nationen friedlich zusammen leben. Und mit eben jenem Zusammenleben zeichne sich bereits heute schon ab, wie das Morgen von Deutschland aussehen werde. Über 90% der unter Dreijährigen hat einen Migrationshintergrund. Für Schwenke ist dies aber keineswegs Grund zur Beunruhigung. Die Debatten, die bereits seit den 90ern geführt wurden, um Schlagworte wie “Integration” oder “Ausländerpolitik” scheinen für ihn kein Thema zu sein. „Offenbach ist nicht Neukölln”, habe Schwenke bereits damals bei einem Treffen mit dem ehemaligen Neuköllner Bürgermeister Heinz Buschkowsky gekontert, der 2012 mit seinem gleichnamigen Buch “Neukölln ist überall” auf alle Gemüter geschlagen hatte und dabei die Aufmerksamkeit auf jene sogenannte Problembezirke mit einer hohen Dichte an Ausländer und Migranten zog. Geschafft habe man aber eben diese Friedfertigkeit, die für das hessische Pendant gilt,  mit eingeführten Sprachprogrammen wie „Mama lernt Deutsch“, weiß Schwenke zu erklären. Als Oberbürgermeister der Stadt vertritt er dabei nicht nur eine ausländerfreundliche Politik, sondern allem voran menschliche. Denn für ihn zählt nicht, welche Herkunft ein Mensch hat, sondern das Verhalten. Das zeugt von Tatkraft. Schwenke, der auch als Lehrer tätig war,  lässt Vorurteile, die über die Stadt in Umlauf sind, ungern unkommentiert liegen. Seiner Aufgabe als Oberbürgermeister wird er gerecht. Aber auch hinter dem Titel birgt sich ein “Underdog”, der seine Stadt ehrlich findet. Als der Geruch von Cannabis durch die Fenster des Büros des Oberbürgermeisters aufsteigt, reagiert Schwenke gelassen, während Jugendliche bei Capital Bra einen Joint rauchen. Pauschalisierende Kommentare wie “Migrantencity”, oder “Gangsterstadt” winkt Schwenke ab. Dass aber gedealt werde, oder Kriminalität vorherrsche sei wie in jeder anderen Stadt auch ein Thema. Dem Einfluss, den Rapmusik und Drogen auf eine marokkanisch-stämmige Jugend hat, erkennt er auch die Manieren der französischen Kultur an, die aus einem Schmelztiegel von Migration im Nachbarland entstanden ist. Der Oberbürgermeister selbst ist viel unterwegs. In Frankreich, vieler deutsche Städte, oder eben auch in seiner Wahlheimat. Am Wilhelmsplatz, dem beliebten, lebhaften Markt- und Ausgehplatz der bürgerlichen Offenbacher, schätzt der Oberbürgermeister die international, gutbürgerlich vorhandene Gastronomie. Neben mediterraner Küche ist auch die deutsche beheimatet. Aber neben der deutschen Kultur weiß auch die asiatische zu bestehen und ist gut besucht. Das Nagoya gehört zu jenen Restaurants, die von gutbetuchten Offenbachern aufgesucht wird, die auf der Suche nach mehr Lebensqualität sind.

Die ist bereits lange auch am Offenbacher Hafen zu finden, dessen Wind nicht nur weht wie in Hamburg, sondern auch dessen Preise. Ein Designer-Café wie die sogenannte OFOF Bar befindet sich dort in recht einfacher, aber zugleich interessanter Lage. Die Siedlung gelegen im Nordend wurde aufgewertet ohne dabei die Rechte der schlechter gestellten Offenbacher Bürger zu verletzen. Statt auf Gentrifizierung wie im Frankfurter Nordend, ist Ziel mit unterschiedlicher Schichten aus stadtpolitischer Sicht das Viertel zu verbessern. Auf Besserverdiener aus dem Umland und Ausland sowie jene so prophezeite Brexit-Aussteiger aus Londons Finanzsektor hatte man auch gehofft. Schwenke erklärt aber, dass die Stadtpolitik der Stadt Offenbach explizit darauf setze, weder den Umbau am Kaiserlai zu frankfurtisieren noch die Mietpreise durch neue Wohnquartiere wie das Goethequartier im Osten der Stadt in die Höhe schlagen zu lassen. Der sozialpolitische Kern des SPD-Politikers lebt in seiner persönlichen Führung auf. Doch dass kritische Stimmen Offenbach noch immer als kaputte Stadt bezeichnen ist kein Rückfall, sondern auch Tatsache. Die Innenstadt zeigt auf, dass die Stadt im Schatten Frankfurts ungepflegt ist. Nicht nur das Kulturangebot lässt zu wünschen übrig, sondern auch die Stadtarchitektur. Neuartige Projekte wie ein Einkaufszentrum sind bereits lange in Planung und in Bau, doch eine attraktivere Fassade steht dennoch nicht. Jene Architektur erinnert noch immer an jene des Berliner Alexanderplatzes der deutschen Nachkriegsarchitektur. Doch es erinnern auch positive Seiten an die deutsche Hauptstadt. In der Parallelstraße der Berlinerstraße, in der auch das Rathaus gelegen ist, befindet sich die Frankfurterstraße, die mit einem griechischen Imbissrestaurant namens Ovelos eine Miniatur Friedrichshains ist, das Studenten und Alternative anzieht. Selbiges gilt auch für das türkische Gözlemecim, das zu niedrigen Preisen Crepe ala turca anbietet. Neben L’afrique oder etwa dem Aomorie Sushi & Wok, ziehen verschiedene Esskulturen wie auch das Damaskus internationale und international denkende Menschen an. Sie verbindet die Wertschätzung anderer Kulturen wie sie so in der deutschen Kultur so beheimatet ist.  Ob Vergleiche mit New York, Paris, oder Kopenhagen – Offenbach hat Vielfalt zu bieten, ist aber dabei noch immer sehr günstig in seiner Lebensart und erschwinglich. So aufregend oder “undergroundig” es zugleich auch sein mag, von alteingesessenen Frankfurtern wird Offenbach aber noch immer gemieden und belächelt.
Schwenke, der dies selbst als Oberbürgermeister humorvoll zu spüren bekommt, versteht die Häme, die überwiegend über den Fußball oder die politisch-finanzielle Lage funktioniere, als leicht verdautlichen Gag. Dennoch – so bleibt dies fraglich – schaut das deutsche Großbürgerthum gerne abschätzig auf die Schwesterstadt Offenbach. Dabei herrscht in der ärmeren Stadt deutlich mehr Kreativität, auch durch die vielen jungen Studenten, die sich durch niedrige Mietspreise, einer guten Lage und kultureller Vielfalt angezogen fühlen. Denn Offenbachs Absonderheit ist nicht nur die Tatsache, dass mancherort besser gelegen ist als Ortsteile in der sehr viel exklusiveren Bankenstadt Frankfurt, sondern auch jene gelebte Multikulturalität, die Deutschland als Vorzeigestadt dienen kann. Toleranz, doch besonders auch Zusammenhalt, die im Entstehen von einer sozialistischer Politik, Interkulturalität und dem noch immer schlechter gestellten Ausländerstatus zu bestehen weiß, scheint durch und macht die Stadt zu einem besonderen Erlebnis mit Flair.

Mag die missliche Situation besonders die Jugendlichen der Stadt treffen, so ist sie doch auch ein Ort, der Trends schafft und eine gewisse Freilebigkeit erschaffen hat. Keine Kultur wird dabei auch über die Andere gestellt. Es wird gelernt und zusammen gelebt. Was Offenbach nicht nur anders, sondern ein Stück weit zukunftsweisender als Neukölln macht, ist die Tatsache, dass keine Kultur über die Andere dominieren kann. Die bosnisch, kroatisch oder serbische Diaspora ist gleichermaßen vertren wie auch die türkische und arabische wie auch islamisch-geprägte Kultur, und selbst die afrikanisch, italienisch und griechische Diaspora kommt in ihrer Vertretung nicht zu kurz. Schwenke erklärt, dass dies anders als in Neukölln sei. Und so werden auch Sprachen gesprochen, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind. Als zwei Damen in der S-Bahn von Frankfurt nach Offenbach erst türkische Wörter, dann griechische und zuletzt russische Wörter benutzen, wird deutlich, diese Frauen sprechen eine andere Sprache, als die üblichen dreien. Welche Sprache sie denn nun sprechen? Griechisch erklären sie, und nach kurzem Zögern, die Herkunft ihrer Großeltern. Denn die seien als Rhomäer während der Türkenkriege aus ihrer Heimat am Schwarzen Meer vertrieben worden. Sie landeten über Umwege in Georgien, wo sie sich niederließen und gezwungenermaßen haben Heimat finden müssen. Als  Enkelinnen besuchten sie in dritter Generation in Georgien eine russische Schule, und so erlernten sie schlussendlich auch die russische Sprache, die neben dem Türkischen und Griechischen, das zu Hause gesprochen wurde, auch zu ihriger wurde. Heute in Deutschland nun dürfen sie alle drei Sprachen sprechen. Offenbach ist für viele Bürger in Deutschland Ankunfsort und – wie auch vom Direktor des deutschen Architekturmuseums Peter Cachola-Schmal mit der These des Journalisten Doug Sanders (“Arrival City”) belegt, jene “Arrival City”, die als exemplarische Stadt für Migration unter dem Titel “Making Heimat, Germany, Arrival Country” auf der Architekturbiennale in Venedig ausgestellt wurde. Exemplarisch für Offenbach, und damit Deutschland ist aber nicht nur das Ankommen und Ausleben der eigenen Kultur und Bedürfnisse, sondern auch, dass Anfeindungen innerhalb der Kulturen bestehen, aber gleichzeitig kein Grund zur Aufregung darstellen. Woher also jemand kommt, ist nicht von Bedeutung. Offenbach ist, so unverschämt die Menschen in jener Stadt auch sein mögen können – denn hier herrschen andere Regeln – sozial, besonders, wenn es um Hilfsbereitschaft geht. Wie ein Jugendlicher erklärt, helfe man hier “fünf Mal, wenn nur einmal geholfen werde.” Der 18-Jährige Auszubildende, der italienische Wurzeln hat, weiß sich auch mit Freunden zu solidarisieren, die einen nicht-deutschen Hintergrund haben. Wie marokkanische Freunde behandelt werden, von “Deutschen”, bekomme der angehende Koch häufig zu spüren, da man ihn fälschlicherweise häufig für einen Marokkaner hielte. Sein Freund wiederum, ein bosnischer Abiturient erklärt, Freundschaften mit Serbern sei in seiner Geburtsstadt möglich wie ihm sein Vater beibrachte. Offenbach zeigt, was Deutschland kann, und dass sich die Mentalität verändern können wird. Trotz der rechten Mitte, AFD oder dem islamischen Fundamentalismus hat sich mit der Migration innerhalb einer eher sozialistisch geprägten Arbeiterklasse ein Miteinander gebildet, das erstrebenswert friedlich miteinander lebt. Offenbach macht das zu einem harten Pflaster, das aber durchaus paradiesisch sein kann.

Mit Frankfurt können viele nichts anfangen. “Langweilig”, heißt es da, “kriminell” oder “konservativ” wird schnell geurteilt. Selbst nur zum Kennenlernen wird Frankfurt gerne mal gemieden. Dabei lohnt es sich, der Stadt einen Besuch abzustatten, wenn auch nur auf kurze Dauer. Hier einige, wenige Beispiele dafür, warum Frankfurt einen Kurztrip wert ist.

Frida Kahlo ist für einen Schub an Inspiration für das Frausein immer wieder ein Fest. Natürlich aber auch für männliche Feministinnen. Wie gut, dass ihre Werke mit denen von 33 weiteren, internationalen Künstlerinnen in der Frankfurter Schirn Kunsthalle unter dem Titel “Fantastische Frauen” ausgestellt werden. Ab dem 13. Februar ist die große Ausstellung zu sehen. Aber auch sonst hat das Museum am Römerberg immer wieder sehenswerte Ausstellungen im Programm. Zu einem der kreativen Hotspots Frankfurts zählt das mäßig gentrifizierte Bahnhofsviertel. Das raue Tagesleben, unterschiedliche Menschen wie auch Lokale sind hier das Thema. Angelpunkt der hippen Szene ist gefühlt seit über einem Jahrzehnt das Café Bar Studio Plank. Publikum ist hier neben der Fans des von Ata Macias mitgegründetem Technoclub Robert Johnson, eine buntgemischte Menschentraube, die das weltoffene Frankfurt feiert, und sich von dem auch angezogen fühlt. Abends ist es gleich neben dem Nachbarsspäti Yok Yok ein beliebter Ort fürs Trinken, Plaudern und Verabreden, tagsüber ein schönes Café mit kreativer Luft und sehr guten Kaffeegetränken. Selbst, wer nur auf Durchreise ist, sollte sich das Café nicht entgehen lassen. Das in der Elbestraße an der angrenzenden Münchnerstraße gelegene Café liegt in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof. Wenige Meter weiter folgt auch schon das Museumscafé des Tower MMK Elaines Delhi mit super Frühstück, schönem Ambiente und Frankfurter Heckmeck mit Stil. Starauflauf garantiert. In der Kirchnerstraße findet sich das italienisch angehauchte Bunca Café. Dort gibt es neben Oatly-Milch auch selbsterfundenen Chai Latte nach eriträischer Art, viel besser als bei Starbucks, weiß auch Gründer Samson Habtom glaubhaft zu sagen. Verifiziert und daher auch empfehlenswert! Gar nicht weit entfernt davon befindet sich das Mainufer. Über den Willy Brandt Platz und die Neue Mainzerstraße hin führt der Weg zur Untermainbrücke, ein wunderbarer Spaziergang mit Blick auf das Meer Frankfurts. Inspiration und Romantik garantiert. Entlang und um die Schweizerstraße herum sind dort die ansässigen Frankfurter anzutreffen. Zwischen Restaurants, kleinen Cafés und Läden ist das Viertel zu einem süßen Straßenleben fern des hektischen Frankfurter Alltags eine Alternative zum Verweilen und Erkunden. Eines der modischen Cafés, die sich dort befinden, ist das Moka Toaster, ein Mädchentraum und Plaudercafé für Männer, die das la dolce vita lieben. Zurück an der Alten Oper, einem der prägendsten Orte Frankfurts, wenn nicht der sehenswertesten Sehenswürdigkeit, gibt es ebenso einige, edle Cafés und Restaurants in der nahegelegenen Fressgasse, einer alten, noch immer sehr lebhaften Frankfurter Gourmetstraße. Wer den Blick auf die Oper beibehalten will, sollte es für einen Snack, guten Café oder auch Wein am Abend in der Tagesbar des Chinaskis r probieren. Das kleine, feine Boutique-Lokal gegründet von Lokalprominenz und DJ Julian Smith ist nicht nur ein schickes Delhi, sondern auch eines mit klassisch, köstlich, leichter Speisen. Sehr gut! Weitere Restaurants gibt es mitunter in der etwas heruntergekommenen, aber lebhaften und besonders historisch-schönen Kaiserstraße. Das EATdoori ist eines der guten Adressen, wenn es um etwas authentisch, indische Küche mit offenem, gemischten Publikum mit Hang zu Kosmopolismus und Streetfood geht. In der selben Straße ist auch der kleine, moderne Imbiss Chidoba, einem mexikanischen Burrito-Laden. Preiswert, vielfältig und schmackhaft gut. Sushi gibt es in der leicht gegenüberliegenden Straße im angrenzenden Rotlichtmilieu. Die stylische Bento Boutique hat freundliches Personal, tolle Gerichte, und rundum ein fabelhaftes Konzept mit kleiner, aber süßer Sitzmöglichkeit. Aber auch sonst befinden sich dort viele Lieblingsrestaurant der Frankfurter, die sich Essengehen zum unverzichtbaren Hobby und Erkunden der immer wandelnden Stadt gemacht haben. Wer mit großem Stil italienisch essen möchte, aber dabei auf große Salonidylle nicht verzichten mag, der ist im Herzen der Stadt, der Hochstraße im Pizza & Pasta Scalpi gut aufgehoben. Außerdem italienisch gut ist das Pizza Montana wieder zurück im Bahnhofsviertel. Dort gibt es speziell Neapler Pizza in coolem Ambiente, Instagramfreunde welcome! Wenn die Portionen auch etwas kleiner als herkömmlich ausfallen, so ist das Montana auch sonst ein beliebter Ort für die Kreativen, internationalen Geschäftsleute und Foodie-Touristen. Abends wird das Plank zur fancy Bar, aber in ruhigerer Ecke liegt das “The Parlour“. Die Bar ist zwar etwas gemütlich klein, aber hat eben Expertise in Getränken und eine Einrichtung, die an den adlig-modernen Stil Londons erinnert.

Highlights sind, wenn es um Frankfurt und die Sicht ihre Skyline geht, das Café Leonhards im Kaufhof, der Kaiserdom (Achtung, sehr viele Treppen) und das Mainufer. Dort findet an der Museumsmeile Schaumainkai auch stets zur Saison der Flohmarkt statt. Für echt typisches Sightseeing muss ein Besuch in eine der Ratskeller wie das Apfelwein Wagner für Ebbelwoi drinsein, eine Hop-On-Hop-Off Bustour oder Schiffsfahrt am Mainufer. Die am Mainkai startende Schifffahrt befindet sich in der Nähe des Römerbergs, dem sehenswerten Frankfurter Rathausplatz, der sogar schon Model und Instagramphänomen Bella Hadid überwältigt haben muss, als sie zu Besuch in der Bankenstadt war und sich hinter der Kulisse hat ablichten lassen. In naher Umgebung befinden sich außerdem noch die Galerien und Cafés der Brauchbachstraße, unmittelbar gelegen in der Nähe des Museums für Moderne Kunst und des romantischen, japanischen IMORI Cafés. Zur Übernachtung eignet sich das 25Hours Hotel The Trip. Das Hotel ist zwar der Adresse Niddastraße in einer schwierigen Lage, aber auch das ist eine Realität Frankfurts. Wer sich öffnen kann, sollte es ausprobieren. Denn das Konzept ist jugendlich und eben im echten, harten Leben angesiedelt, zwischen Fixerstuben, Obdachlosen und alten wie auch neuen Frankfurter Läden, das für viele Künstler auch ein Schatz gefüllt mit Inspiration ist. Ein weiteres Hotel ist Das Lindenberg. Es mag nicht sehr zentral gelegen sein, aber wer liebend gern mit U-Bahn oder noch lieber Taxi unterwegs ist, für den sollte sich der Aufenthalt im Konzepthotel lohnen. Wer es dann noch schafft, zu Fuß viele, weitere Orte zu erkunden, mit Frankfurter ins Gespräch zu kommen, und auf Entdeckungstour zu gehen, der wird sich sicher ein anderes Bild von Frankfurt machen können. Aber 48 Stunden Frankfurt, das kann Frankfurt in jedem Fall erfüllen.

Bilder: Schirn.de, Archiv, https://das-lindenberg.de/

Ich war noch nie in Amsterdam! Und wie das ja ist mit dem “Sag niemals nie”, bei einem Niemals wird es nicht bleiben. Und dann sollte es das The Exchange Hotel zur Bleibe werden. Denn das Hotel, das wohl mitten in Amsterdam gelegen ist, sieht einfach nach einem Fashion-Week-Erlebnis aus. Also, jeder, der Mode liebt, ist dort sicherlich am Besten untergebracht. Ein haus-eigenes Café gibt es im The Exchange auch noch, perfekt für die kühnsten Regenbogenträume. Hier bekommt ihr mehr Einblicke in das Hotel sowie die Buchungsoptionen. Continue reading ›

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balat

Im Sommer des Jahres 2015 besuchte ich zum ersten Mal das wundersame Viertel Balat in Fatih Istanbul. Es ist eines der alternativen, aber bunten Bezirke, die viel Geschichte in sich tragen und weiterhin dabei sind, sich sehr facettenreich zu entwickeln. Gerade auch das Kreativpublikum liebt den Bezirk.
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Der Name der Stadt verrät, wofür es sich herzukommen lohnt. Doch allein das Baden wie es einst Goethe tat, ist es nicht, sondern auch einmaliger Kaffee und Kuchen lassen sich genießen, und durch die Straßen der Altstadt schlendern.

Das Badehaus im Radisson Blue war einst so begehrt, dass sich 1917 Damen über den Ehevertrag versichern ließen, das Wochenende in Wiesbaden verbringen zu können. Damals wurde also nicht nur Wünsche und Erlaubnisse versichert, nein, Wiesbaden war ein begehrter Kurort. Auch Goethe verschlug es in das Badehaus Schwarzer Bock. Dort schrieb er während seines Aufenthalts im Jahr 1818 folgende Worte nieder: ,,Beim Baden sei die erste Pflicht, dass man sich nicht den Kopf zerbricht.“ Das Thermalbad Schwarzer Bock im Radisson Blue ist nur eines von vielen Bädern in Wiesbaden, die auch ohne Hotelbesuch zugänglich sind.

Ein weiterer Ort, der Wiesbaden durch seine lange Geschichte bereichert, ist das Café Maldaner. Es ist mit der Bebauung im Jahr 1859 nicht nur uralt, sondern auch das erste Café seiner Art, um genauer zu sein der Wiener Art in Wiesbaden. Das in der Marktstraße gelegene Wiener Café-Haus bietet Kuchen aus der hauseigenen Konditorei in einem wundervollen nostalgischen Ambiente. Die nebenliegenden Straßen und kleinen Gassen der Innenstadt laden zu weiterer Nostalgik ein, vor allem zu Zeiten des Weihnachtsmarktes.
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