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Wenn die Mode den Gedanken um die Sinnlosigkeit vertreibt, das größte Glück

Aus über sechs Monaten, wenn nicht aus jedem gelebten Jahr schöpft der Designer, um am Ende für ein Tausendstel dieser Zeit die Bühne zu betreten, und den verdienten Lob zu empfangen. Sein Leben, seine Arbeit formt am Ende eine Sekunde aus dem Leben des Betrachters. Der Sinn, den er in seinem Leben mit der Mode sieht, ist für eine Sekunde der Sinn deines Lebens. Eine Idee, die aus seinen Gedanken Form und Farbe annimmt, findet sich am Ende hier auf einem Medium wie diesem Blog.

Ob ich sitzen darf, stehen muss oder am Ende die Bilder auf dem Monitor betrachte, manche Stücke erfüllen jeden Menschen mit Leidenschaft für Mode mit Glück.

Schauspielerinnen, Models, Sänger. Sie alle haben sich Gedanken über die richtige Wahl ihres Looks gemacht. Bis die Show beginnt, reißen sich Photographen um das perfekte Bild. Zurechtgemacht nehmen sie in der ersten Reihe Platz, werden bewundert und verpönt. Es ist das Spiel dieser Welt, wenn Widersprüche aufeinander treffen. Wird der Laufsteg befreit, wartet das Publikum gespannt auf das erste Model, das die Show beginnt.

Meine Augen werden geführt von dem Stoff, der auf dem Körper des Models fliegt. Jeder ästhetische Gedanke eines Designers flaniert von unzähligen Augen betrachtet. Es ist eine Lebenswelt, die er krönt, prophezeit, oder gar selbst lebt. Selbst wenn er ihn bloß verkauft, einen Lebensstil ohne Leben. Sie reisen, lassen sich von Kulturen, Lebensformen und Denkweisen leiten. Mode ist Leben, Form angenommen in dem Stil jedes Schaffenden, abgeleitet kopiert von denen, die den Mut haben, das Leben zu leben, das sie sind. Nachahmenswertes Leben. Applaus, Applaus! Im Kanon setzt es erst im Zuschauerpublikum ein, später hinter der Bühne um den Designer. Es ist ein großer Moment des Glücks. Für den Designer, das Model, den Journalisten, den Einkäufer, die Oma, den Schauspieler. Selbst für den neugierigen Touristen, der eine Karte ergattern konnte.

In diesem Moment, wenn das erste Model den Laufsteg betritt, vergisst man, dass es so etwas wie diesen in die Irreführenden Gedanken „warum leben wir, und existieren wir eigentlich“ überhaupt gibt. Denn es gibt die Liebe. Es ist so verrückt. Jeder scheint es in diesem Moment zu vergessen. Genau dafür ist die Mode doch da. Die Inszenierung, um daran erinnert zu werden, worüber es sich manchmal nicht zu nachdenken lohnt. Über die Mode, über das Geheimnis des Lebens gleichermaßen. Was auch immer wir tun, unser Motiv ist die Liebe. Unser ganzes Leben arbeiten wir doch dafür, was auch immer wir tun. Wir wollen nicht nur unseren Magen füllen, wir wollen mehr. Wir wollen Liebe. Unser ganzes Leben legen wir so, um sie zu erreichen, die Liebe. Alles, was wir tun. Den Job, den wir wählen, die Kleidung, die wir wählen. Ach, der Mensch ist herzhaft, herzlos. Wenn er nicht liebt, hinterfragt er. Wenn er liebt, dann liebt er.

Das sind die Momente, in denen ich niemals auf die Idee käme, den Sinn des Lebens zu hinterfragen:

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Bild 1: Alena Akhmadullina, Bild 2: Lena Hoschek, Bild 3: Kaviar Gauche, Bild 4: Augustin Teboul, Bild 5-7: Hien Le, Bild 8: Vonschwanenflügelpupke, Bild 9: Malaika Raiss, Bild 10: Schumacher, Bild 11-12: Vladimir Karaleev, Bild 13: Marina Hoermannseder Bildquelle: Meltem Toprak, Mercedes Benz Fashion Week

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