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Nach der erneuten Polizeigewalt, die zum Mord des amerikanischen Bürgers George Floyd führte, wird demonstriert. Für Gleichberechtigung, Anerkennung und noch immer Gleichheit.

Doch auch wir in Deutschland können besonders für unser Miteinander lernen und uns die Frage stellen: behandeln wir auch jeden gleich?

Dass sich Menschen dunkler Hautfarbe abgelehnt, entwertet und erniedrigt fühlen, ist keine Einbildung, sondern Realität. Um dagegen zu wirken, und jeden gleich anzunehmen, können wir auch über uns, unser Verhalten und unseren Umgang nachdenken, um uns im zwischenmenschlichen Leben zu verbessern. Für ein freundliches Miteinander. Denn blacklivesmatter, jedes Leben gleichwertig, und Mensch gleich Mensch.

Auch, wenn uns manchmal nicht bewusst ist, dass wir andere Menschen verletzen: ein Blick kann manchmal schon reichen, und verunsichern. Unsere “harmlose” Abgrenzung passiert häufig schneller als uns gemein ist. Denn wir leben in einer Mediengesellschaft, in der Zeitungen häufig unfair über verschiedene Gruppen berichten. Mit Vorurteilen.

Den Kopf frei zu machen gegenüber aller Vorurteile, die in dieser Gesellschaft gegenüber aller sogenannten “Schwachen, Normabweichenden” herrschen, ist unsere Aufgabe als Mensch: den Langzeitarbeitslosen gegenüber, genauso denen, die wir als bildungsfern bezeichnen, migrantisch, “behindert”, schwul, queer, anders – und ganz besonders in einem Land, in dem die meisten Menschen hell sind – Menschen jeder Hautfarbe gegenüber eine unvoreingenommene, menschliche Haltung uns selbst beizubringen und dabei jeden uneingeschränkt so zu nehmen wie er ist.

Blicke, Projektionen und unbequeme Fragen können abwertend sein

Wir leben in einer Gesellschaft, in der sogenannter “Alltagsrassismus” und Diskriminierung mit Blicken beginnen, über Kommentare weiter ausgeübt werden, und zuletzt durch systematische Ausgrenzung auf der Arbeit, in der Schule und Politik stattfinden. Wenn auch hier keine brutale Polizeigewalt herrscht, so zeigt doch der Mord an George Floyd, dass jeder Mensch, der sich mit George Floyd identifziert, mit dem Tod eines unschuldigen US-Amerikaners verletzt wurde.

Und auch hier ist der Mord eine Warnung: statt Menschen anzugucken, weil sie dunkel sind, sie als Menschen herabzuwürdigen, in rassistische Schubladen zu werfen, mit Vorurteilen und Verurteilungen zu konfrontieren, unbequeme Fragen zu stellen, dürfen wir uns selbst sensibilisieren, jeden Menschen menschlich anzunehmen, und gleichzeitig für unsere Mitmenschen, die von Feindseligkeiten betroffen sind, da zu sein. Denn der Mord an George Floyd ist auch unser Belangen, die Demonstrationen eine Chance für jeden von uns.

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