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Auch wenn ich Tina Feys Kommentar zu Kim Kardashian nicht zustimmte, habe ich darüber nachgedacht. Die kluge Schauspielerin und Autorin kritisierte, dass mit Kim Kardashians Hinterteil nun ein weiteres Schönheitideal dazu käme, den Frauen gerecht werden müssten.

Das kann man so sehen. An meinen schwächsten Tagen denke ich mir auch “hätte ich doch bloß blaue Augen, hätte ich doch bloß vollere Lippen, hätte ich doch bloß längere Beine, hätte ich doch bloß mehr Oberweite.” Ich kann mir von jedem Körperteil, den ich besitze, die Superlative wünschen. Besser, schöner, dünner, kurviger, makelloser.

Aber ich muss die Welt nicht so sehen, und um ehrlich zu sein habe ich das selten getan. Denn man kann auch einfach Dinge an sich schätzen, die man hat, statt sich darauf zu fokussieren, was man nicht hat. Und ohnehin: die wenigsten Supermodels erfüllen all diese Kriterien, daher möchte ich oftmals nicht an der Stelle der Models stehen, die für ihr Aussehen Geld bekommen und sich tatsächlich an solchen Normen orientieren müssen. Denn selbst Supermodels werden nach dem Schönheitsideal der Perfektion gemessen, das überhaupt nicht existert. Models wie Adriana Lima beispielsweise haben vermutlich einen gemachten Busen, zumindest tragen sie häufig falsche Wimpern und falsches Haar, um einen Effekt zu erhaschen, den manche von Natur aus verkörpern. Ihre wunderschönen blauen Augen hingegen zu der strahlenden Haut und dem Babyface versuchen etliche Mädchen auf Instagram nachzuschminken. Kaum einer verkörpert alles, oder verkörpert jedes Schönheitsideal: meist hat jeder etwas davon. Lara Stone den üppigen Busen, für den siebekannt ist, Adriana Lima eine ragende Ausstrahlung zu ihrem Gesicht, genauso wie Joan Smalls trotz operierter Nase. Die Modeindustrie vor allem strebt nach Perfektion, dabei ist ihr alle Mittel Recht um ein Bild zu liefern, das nicht immer der Natur entspricht. Um schön zu sein, bedarf es jedenfalls keiner Makellosigkeit, das beweisen diese Schönheiten, und alle etlichen Mädels, die wir jeden Tag auf der Straße sehen.

Aber was soll auch immer das schöner, besser, dünner eines Menschen, um schön zu sein? “Ich bin fehlerfrei sagt Beyonce. Sie ist schön wie sie ist, weil sie so ist, wie sie ist. Und sich an aller erster Stelle dafür akzeptiert, und zumindest mit diesem Song wie mit vielen ihrer Lieder sich selbst Stärke beweist, und ihren Fans eine große Portion Lebensstärke mitgibt. In diesem Sinne, “I’m Flawless!

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