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instagram #fakeittillyoumakeit

Wie halten die Leute eigentlich ihr Leben (auf Instagram) aus? Das ist so eine Frage, die ich mir eben wie so des Öfteren stelle. Denn seien wir mal ehrlich, wenn wir auf Instagram sind, scrollen wir den ganzen Tag, klicken auf das Herz, hoffen, dass eines in Rot hoch aufkommt, im besten Falle, für ein noch stärkeres (Ego-)Gefühl, das Zeichen der anonymen Person, die wirkt, wie der Schlüssel, in ein besseres Leben. Als ob wir denn auf der Like/Follow-Seite, auf das Ereignis/die Person/ die Anerkennung des Jahres zutreffen würden. Ich weiß ja nicht. Ich wusste es auch alles nicht, bis ich irgendwann, nachdem ich Instagram wie auch Facebook gelöscht, deaktiviert und wieder verwendet habe.

Diese App macht krank. Es ist eine Werbeplattform. Und es ist da, um zu faken. Ob die Lippen, der Arsch oder doch nur das Auto, das dem Nachbarn gehört. Es wird das Zeug gegeben. Wenn alle all‘ die Zeit in das investieren würden, von dem sie vorgeben oder noch besser: wünschen zu sein, dann würden wohl auch alle ihre eigentlichen Ziele erreichen. Du zeigst jeden Tag dein #ootd, aber willst eigentlich was mit Mode machen, deine Kreativität ausleben, statt billige Straßenfotos zu posten, auf denen du in Zaraklamotten am deutschen Bürgersteig zu erkennen bist? Oder Sängerin, Tänzerin, Rapperin? Es gibt viele Ziele, und genauso viele Träume. Wichtig ist nur, dass man welche hat. Aber Instagram ist nicht dazu da, dem allem näher zu kommen. Man kann es alles faken, aber nicht nur, dass man andere ver******, nein, am schlimmsten ist, dass man sich selbst etwas vormacht. Diese digitale Plattform mit all‘ den Bildern ist erstens nicht die Realität, und schon gar nicht das tool, das es braucht und dazu verhilft, dem näher zu kommen, was man möchte. Egal, was es ist. Ob es nun Aufmerksamkeit ist von dem einen süßen Typen, auf den man steht, Anerkennung für den eigenen Style, oder Likes für die Musik, die man produziert, den Hintern, den man shaken kann, oder die Modelpose, die man macht. Leute, geht da raus, und macht was draus, aus eurem Leben, statt es nur zu faken. Denn, was schon gar nicht geht: fake it till you make it, weder auf Insta noch sonstwo!

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