Menu
menu
natürlichkeit

Im Menschen muss gleichermaßen der Wille sein, etwas zu erschaffen wie zu zerstören. Was uns von anderen Menschen unterscheidet, ist ein Gradmesser unseres Verhalten. Wir zerstören mit der Rechtfertigung, uns selbst am Leben zu erhalten. Manche Menschen sind entschlossener, ob sie natürlich sein möchten oder sich selbst machen wollen, andere wiederum ein wenig hin und hergerissen. Ich bin der Meinung, dass die Abwechslung das Leben spannender, aufregender und vielseitiger macht.

Die Bedeutung der Natürlichkeit

Der Kontrast zwischen Natürlichkeit und Make Up zeigt, wie wir Menschen gestrickt sind. Zum einen sind wir an der Natur interessiert, an dem vermeintlich Wahren, an dem Gedanken, nur dem Inneren einen größeren Sinn zu verleihen. Natürlichkeit ist auch etwas Unschuldiges, etwas, das sich fern von der zerstörerischen immer verändernden Technik so verhält, wie es ist. Es ist ein Naturzustand mit dem Wunsch, Zeitlosigkeit zu verkörpern.  Natürlichkeit rühmt sich selbst auch als Ehrlichkeit, aber im Vergleich zum Gemachten muss es sich damit zufrieden geben, auch ein unveränderlicher Stand zu sein, der unaufgeregt nüchtern ist.

An manchen Tagen möchten wir nicht ehrlich sein, wir schminken uns. Wir wollen uns verstecken, vielleicht aber auch wollen wir zeigen, dass in uns mehr steckt. Dieser Wille ist so groß, dass wir selbst Tiere mit ihrem Leben zahlen lassen. Wir lassen aber auch unsere Jugend dafür zahlen, und unsere Zeit. Wir wollen die Blicke auf uns ziehen, wir wollen glitzern wie Sterne, uns von anderen abheben. Das tun Stars gleichermaßen wie Menschen auf der Straße. Ob sie es sind oder nicht. Wir wollen an manchen Tagen nicht der Mensch sein, der wir sind. Wir wollen jemand anderes sein. Solange wir den Mumm dazu haben, zu uns selbst in aller Natürlichkeit zu stehen, sehe ich Make Up nicht als Maske, sondern als eine Freude, in ein anderes Ich zu schlüpfen und sich selbst besser zu fühlen. Denn Make Up hat die Macht, das eigene Leben glamouröser zu machen. Wer hat nicht das Gefühl, elegant und edel wie eine Hollywood-Ikone zu sein, wenn er das perfekte Make Up auf dem Gesicht trägt. Manch ein anderer möchte sich keineswegs wie eine Ikone fühlen, sondern lediglich nicht negativ auffallen. Die Technik ermöglicht eben auch mithilfe von Make Up Gesichtsunreinheiten zu beseitigen.

Make Up ist auch etwas sehr Buntes und Lautes. Manch ein Make Up Artist weiß es, das Gesicht als Leinwand zu betrachten und zu bemalen, die Gesichtszüge des Menschen zu glorifizieren oder eine eigenes Bild von Schönheit zu erschaffen jenseits der bestehenden Ideale.
Mit Make Up können wir aber auch etwas im Gesicht, was wir besonders an uns selbst mögen, betonen, andere Stellen, die wir nicht mögen, kaschieren.
Akzeptieren, wer wir sind und wie wir aussehen, lernen wir aber ein Leben lang jeden Tag ohne Make Up.

Jeder Mensch kann ohne Make Up schön sein. Ein guter Charakter, ein guter Gedanke oder eine gute Stimmung erst, hat die Macht über die eigenen Gesichtszüge. Sie formen erst unser Gesicht.

Jedoch wird Make Up auch immer mit Pflege in Verbindung gesetzt, um gepflegt zu erscheinen, ist dies jedoch nicht notwendig.

Natürliche Produkte

Wer seine Haare ununterbrochen färbt, muss damit rechnen, dass sie ausfallen, dünner und splissiger werden. Ich glaube daran, dass jeder die richtige Haarfarbe hat. Aufgrund ideologischer Überzeugungen um uns herum, neigen wir dazu, uns anzupassen, um nicht ausgeschlossen zu werden. Aber ich denke,dass jeder Mensch mit der Haarfarbe geboren wird, die ihm steht. Abwechslungen jedoch im jungen Alter in einer Selbstfindungsphase können

hilfreich sein und das eigene Ich stärken. Um am beiden teilnehmen zu können, ist es gut, die Haare nicht ununterbrochen zu färben, sondern alle paar Jahre nur.

Für ein natürliches Aussehen ist es in der heutigen Zeit auch wieder durch gefeierte Models wie Cara Delevigne salonfähiger, die Brauen wachsen zu lassen. Brauen fallen mit der Zeit aus ohne wieder zu wachsen. Wer von Natur aus wenig Brauen hat, kann mit einem Stift ganz leicht nachhelfen. Wer von Natur aus dicke Brauen hat, dem empfehle ich, die Brauen vollständig wachsen zu lassen und nur unkontrolliert verlaufende Härchen zu entfernen. Für die Haut empfehle ich nur Naturprodukte wie Rosenwasser für gute Haut, Cremes statt Seife, die Hände aus dem Gesicht zu lassen, denn das verursagt Unreinheiten.

Ob geschminkt oder ungeschminkt, es gibt nichts Schöneres als fähig zu sein, zu lieben. Sich selbst, die Welt in der man lebt, seine Eltern, seine Freunde, seine Leidenschaften, gutes Essen, die Natur wie die gemachte hervorragende Welt.

  1. Wenn die Menschen um dich herum denken, du trägst eine Maske, sehen sie dich zum ersten Mal richtig an, anstatt immer nur darauf zu warten, wann sie sich wieder mit sich selbst beschäftigen können. Die Gier danach, die Maske der Anderen zu enttarnen, scheint stärker zu sein als die Selbstsucht. Wenn da nicht bloß der Rahmen wäre, den sie nunmehr gesetzt haben und den man reproduzieren muss. Denn wenn man weiterhin wirklich angesehen werden will, ist man verpflichtet, die Erwartung der Anderen zu erfüllen, also ein Maskenträger zu sein. Ansonsten droht noch schlimmeres Unheil, denn sonst denken sie, du wärst eine „Maske“, obwohl du nur angesehen werden wolltest. Und somit haben sie einen Grund mehr, sich noch intensiver um ihr eigenes – nunmehr von einer Maske getäuschtes – Selbst zu kümmern. Und dem Grundsatz nach war es auch der einzige Grund, dich anzusehen. Sie suchen einen Grund in dir, um sich wieder sich selbst zuwenden zu können. Ist das erst einmal verstanden, sind Begrüßungs- und Abschiedstränen innerhalb eines Momentes gefangen. Somit bleibt in dieser Richtung nichts mehr zu tun. In dem Moment, wo du keinen Beginn und keinen Anfang mehr siehst, entgleitet das Wertgefühl für das „Wie“. Es ist nicht mehr wichtig, wie du bist, sondern nur noch, was du bist. Wir haben natürlich das Problem, dass ein übergeordnetes „Wie“ auf der Welt existiert. Der Mensch muss sein „Wie“ dem übergeordneten „Wie“ unterordnen. Das übergeordnete „Wie“ ist die Verpflichtung, in jeglicher Verwirklichung darauf hinzuwirken, dass am Ende ein geldwerter Vorteil stehen muss. Insofern wird es immer zu einem Kampf deines „Wie“ mit dem übergeordneten „Wie“ kommen müssen, wenn du es denn optimieren willst, weil geldwerte Vorteile und Natürlichkeit sich jeweils auf verschiedene Dimensionen beziehen. Man kann natürlich auch wegsehen. Aber die Anderen sehen ja hin, und deswegen sehen wir, dass die Form der Anderen immer zuerst kommt. Wir Menschen tragen die Form, die uns die Anderen gegeben haben. Als Lebewesen, die zum wesentlichen von den Anderen bestimmt werden, fragt man sich zwangläufig, ob man nicht schon alles von den Anderen bekommen hat, was man brauchte. Somit ist das „wie“ eigentlich unwichtig, weil es gesetzt ist von den Anderen und jede Änderung zu Lasten von Ihnen geht, mithin einen Selbst in die Pathologie führt. „Was“ aber ist, kann sich ständig ändern, denn für das „was“ gibt es keine Setzung. Einzig meine Natürlichkeit setzt es, während es für sich selbst genommen schon ein Satz war. Der natürliche Wille, sich selbst die Zeit zu geben, bis es gegenüber den Anderen wirkt. Und diese Wirkung befindet sich wiederrum in der Ansicht der Anderen. Man darf nicht vergessen, wir reproduzieren immer noch die Maske. Ist die Natürlichkeit gleichzeitig die Maske? Bin ich nur natürlich, wenn ich in dem übergeordneten „Wie“ eine Maske trage? Was also ist Natürlichkeit und wie kann ich Sie erreichen? Professionalisieren Sie ihr Mitgefühl für die Anderen, damit sie so standardisiert wie möglich gütig zu sich selbst sein können. Erkennen Sie durch ihr Mitgefühl, dass die Menschen sie nur richtig ansehen werden, wenn man sich selbst für natürlich hält. Ansonsten wenden sich die Anderen wieder sich selbst zu. Wenn sie diese Erkenntnis zu ihrer denknotwendigen Tarnung werden lassen wollen, weil sie nunmehr den von außen gesetzten Rahmen reproduzieren müssen, werden sie zum Betrüger, bevor die Leute selbst denken, dass sie einer sind. Betrügen sie aber nicht die Anderen, denn dann sind sie einer. Betrügen sie sich selbst, dann weiß es keiner. Sie werden ihr ganzes Mitgefühl in diesem Prozess brauchen, um sich nicht zu verlieren und die notwendige emotionale Differenzierung vornehmen zu können. Irgendwann haben sie sich ganz natürlich aus ihrer in Sozialisationen vorgegebenen Maske herausentwickelt und reproduzieren ständig und natürlicherweise die Abwechslung – also die Güte zu sich selbst.
    Natürliche Abwechslung zu erreichen, ist hart……..

  2. Es fragt sich was bis zu welcher Grenze „natürlich“ ist. Wenn sich ein Mann die Haare schneidet und sich rasiert, dann würde wohl kaum jemand sagen, dass es unnatürlich wirkt. Wenn sich eine Frau schminkt, dann findet man unzählige Leute, die es unnatürlich finden. Obwohl der Mann viel stärker von seinem unberührten, natürlichen Zustand abweicht wird er als natürlicher wahrgenommen, als eine geschminkte Frau.

Leave a reply