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Keira Knightley zeigt, wie schön es aussehen kann, bereits im jungen Alter Falten zu haben. Die 34-Jährige Schauspielerin, die im Sommer mit dem Film “Die Misswahl” in die deutschen Kinos kommt, gehört zu den wenigen Schauspielerinnen, die scheinbar natürlich älter zu werden bereit sind. Und sie zeigt, dass Falten auch an Frauen schön sein können und dürfen, nicht nur am männlichen Geschöpf.

Nicht nur, dass Falten nur an Männern erlaubt sind, so ist in dieser Gesellschaft auch ein falsches Frauenbild präsent, das von Männern konsumiert wird. Pornographie, abgelehnte Mutterfiguren bis hin zu komplex gebildeten Männlichkeitsidentitäten sind Gründe dafür, wie Männer sich mit viel Phantasie und Raum sogar Frauenbilder erschaffen, die besonders zu Frauen schaffen machen.

Keira Knightley fotographiert von Vanina Sorrenti für Net-a-Porter

Das führt dann dazu, dass Frauen sich selbst beginnen, per se abzulehnen, sobald ihre jungen Jahre vorbei sind, und sich die ersten Falten abzeichnen. Cremés, Hightech-Gagdets und ein Übermaß an künstlichen Substanzen wie Hyaluron und Botox sollen die Faltenbildung und das Abzeichnen des Lebens und Erlebens auslöschen und zurückbilden. Aber Erlebtes und Gefühltes –  das zeigen die meisten Falten – können und müssen nicht ausradiert werden. Denn sie kommen mit Erfahrungen, Erlebnissen und eben auch mit einer Reife wie sie ungern bei Frauen gesehen wird.

In der Mensa. Am Nebentisch erklärt eine Frau mittleren Alters abwechselnd in Deutsch und Türkisch: “Ich kann meine geschiedene Ehe nicht rückgängig machen. Es ist wie mit einer Falte im Gesicht. Es geht nicht. Ich kann sie nicht ungeschehen machen.” Den Vergleich brachte sie in einem Atemzug, als sie ihrer Freundin erklärte, warum ihr neuer Partner eine langfristige Beziehung mit Heirat nicht in Betracht ziehen, und sie gar verlassen möchte. Für den einen Mann ist die geschiedene Ehe der Fehler an der Frau, für den anderen die Falte der Grund zur Scheidung.

Für Frauen selbst sind Falten ein Zeugnis von Reue. Aber auch Reue gehört zum Leben dazu. Und sie wollen wie viele Erfahrungen, ob gut, ob schlecht, nicht ausgemerzt werden. Die Lachfalten gleichermaßen wie die Falten schlafloser Nächte, Verzweiflung, Sorgen und Kummer.

In der heutigen Zeit ist das althergebrachte Ideal “In Würde zu altern” zwar minder angesagt, aber warum sollte diese Verweigerung irgendwem vorgeworfen werden? Viele Frauen wollen immer dann jünger aussehen, wenn sie das Gefühl haben, ihre Jugend zurück zu wollen. Nicht das Aussehen dazu, unbedingt, sondern das offene Ende, das sich in jungen Jahren bildet, die Unwissenheit, die ihnen aufzeigt, das alles möglich ist, wünschen sie sich zurück.

Aber, da die Zeit zurückzudrehen genauso wenig möglich wie Erfahrungen und das Alter auszuschalten, muss gelernt werden, sich mit den Erlebnissen, die Falten verursachten, anzufreunden, und gar als Hilfsmittel zu betrachten, sich selbst erkennen zu können, die eigenen Erfahrungen wertzuschätzen und guten Gewissens das eigene Ich anzunehmen wie es ist. Auch und gerade mit Falten, denn das Annehmen lernt eine Frau leider nur mit den Jahren. Und dazu gehören die dazugehörigen Falten. Und so ungläubig es sich anhören mag: Falten sind schön, gerade weil sie vom Leben zeugen. Bild: https://www.net-a-porter.com

French Montana, der Rapper, mit dem alle zusammen arbeiten möchten, ist ein romantischer Rapper. Der 1984 in Casablanca geborene amerikanisch-arabische Rapper aus New York hat, was viele wollen. “No Stylist” erklärt, was er nicht nötig hat, “Unforgettable” wofür er eine Schwäche hat, Erfolgshit “All The Way Up”, dass er den Flow hat wie ihn nur die arabisch-marokkanische Sprache kennt und beherrscht.

Und “Famous”, sein populärster Liebessong, zeigt nicht nur, wie schön das Land am Rande Nordafrikas ist, sondern auch seine Haltung der Frau gegenüber.
Schade nur, dass French Montana in diesem Song so wenig Selbstwertgefühl hat, denn eigentlich ist er ja der Prinz, wie wir ihn nur aus 1001 Nacht kennen. Bis dahin “wiggle, it, wiggle it.”