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Plus Size

Die französische Nationalversammlung möchte ein Gesetz zum Model-Mass-Index verabschieden, um Unterernährung zu bekämpfen. Die Industrie ist dabei, Plus-Size Models zu etablieren. Doch wie effektiv ist die Bezeichnung “Plus-Size”, wenn es darum geht, verschiedene Körpergrößen und Formen als Schönheitsideal zu akzeptieren?

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Vergangenen Samstag fand die Schirn at Night zur Ausstellung “Poesie der Gossstadt, die Affichisten” in der Frankfurter Schirn Kunsthalle statt. Gilt die Abendveranstaltung mit Clubatmosphäre bereits zu den Frankfurter Institutionen, so war die Schlange vor der Abendkasse vermutlich so lang wie noch nie, Grund dafür: Der Auftritt der Großstadtpoeten Celo & Abdi.

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Neben Dolce & Gabbana verkauft kaum eine andere Marke so viel Lebensstil wie Chanel. Für die diesjährige Herbst/Winter Kollektion ließ Karl Lagerfeld die “Brasserie Gabrielle” im Pariser Grand Palais errichten. Genannt nach dem eigentlichen Vornamen der Gründerin Coco Chanel soll die Brasserie als Kulisse der Mode verkörpern, was im Ausland als französischer Lebensstil verstanden wird. Damit wird die französische Kultur aufrecht erhalten und kommerzialisiert. Ähnlich wie Dolce & Gabbana zeigt auch Chanel, dass Marken einen erheblichen Einfluss auf die Bildung und Wahrnehmung von Kultur haben.

 

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Wo wird Chanel getragen? Selbstverständlich in der Brasserie! 

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Während die Modeelite sich bereits in Paris tummelt, ist mein Blick bei Dolce & Gabbana hängen geblieben. Nicht nur die auf dem Laufsteg präsentierten stolzen Mütter im Rahmen der verkauften (Familien-)Werte haben mich zum Nachdenken angeregt, sondern auch die als Kronen fungierenden Kopfhörer. Das italienische Haus bietet stylische Kopfhörer speziell für Damen angefertigt. In der männlich dominierten Technikwelt sind Produkte, die den Fokus auf Design, Mode und Trends legen, eine Nische. Der Versuch von Dolce & Gabbana ist jedoch enttäuschend. Mit Perlen und Steinchen verziert wirkten sie viel zu überladen, für den Alltag mehr als kitschig. Zu schade eigentlich, denn von einem Label mit so viel Sinn für Spitze und Weiblichkeit könnte man Stilvolleres erwarten. Noch dazu sind sie entstanden in Kooperation mit der amerikanischen Marke Frends, die durchaus schönere Modelle zu bieten hat. Eines dieser Modelle, das mir zugeschickt wurde, ist hier zu sehen. Noch ist die Marke in Deutschland unbekannt, was sich jedoch noch ändern könnte.

Bieten Firmen wie Sennheiser eine gute Hörqualität, so wird das Design meist vernachlässigt. Form follows function, klar, aber, wer es stylisch, modisch oder aufregend mag, wird mit den schwarzen Kissen von Sennheiser nicht glücklich.

Aber wie könnten die perfekten Kopfhörer für Damen aussehen?
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Dolce & Gabbana krönte vergangenen Sonntag mit der Kollektion für kommenden Winter die Mutter der Welt. Die mit Blüten verzierten Kleider trugen Liebeshymnen in verschiedensten Sprachen gerichtet an die Mutter. “I love you mama”, schrie das Eröffnungskleid voller Liebe in weißer Unschuld. Auch in italienischer oder französischer Sprache mit “J’aime Mama” wird Mutter die Liebe verkündet. Die Mutterrolle erhält dabei einen neuen Stellenwert in der Mode, die nicht ungern als Spiegel der Gesellschaft Jugendlichkeit zelebriert. Dabei ist die Liebe zur Mutter die vermutlich erste, die jeder Mensch erfahren kann. Dass ein Unternehmen wie Dolce & Gabbana gerade jetzt auf die brilliante Idee kommt, müsste kein Zufall sein: Im Zuge des modernen Feminismus ist die Wertschätzung der Mutterrolle ein wichtiges Zeichen. Der vielleicht schwierigste Job der Welt erhält Anerkennung. Bereits das dritte Model betretet mit kugelrundem Bauch den Laufsteg: Biancia Balti, Gesicht der letzten Kampagne, stolzierte überglücklich als werdene Mutter über den Laufsteg. Hinter sich lässt sie eine Kulisse zurück, die Kinder die Hand der Mutter haltend zeigt. Die Präsentation kann als “Empowerment” bezeichnet werden: so elegant die Damen sind, so stark, selbstbewusst und sicher wirken sie. Von weiblicher Fragilität ist nichts zu spüren. Mag der Stoff noch so floral, rosig oder filigran durchsichtig sein. Auf männliche Begleitung wurde verzichtet. Besonders interessant ist der Aufdruck des Marienbildnisses, das der Kollektion etwas Göttliches verleiht. Doch es ist nicht das erste Mal, dass die Mailänder Firma Dolce & Gabbana den Familiensinn gleich mitverkauft. Continue reading ›

Neulich entdeckte ich im Frankfurter Kaufhof, in dem ich hin und wieder meinen Blick im schönen Erdgeschoss über gut ausgewählte Accessoires und Beauty-Produkte schweifen lasse, eine Marke, die längst aus meinem Fokus geraten war: Wolford. Bekannt waren mir vor allem die Strumpfhosen der hochwertigen Marke mit dem schlichten schwarz-weiß Logo.

Mein Blick jedoch blieb nicht an den Strumpfhosen hängen, die selbst Beyoncé auf der Bühne trägt, sondern an wunderschön klassisch stilvollen Rollkragenpullover – und kleider. Durch den elastischen Polysteranteil war mir beim Betrachten bereits klar, dass diese Teile sehr eng am Körper anliegen müssen. Sie erinnerten mich an den Stil von Kim Kardashian, die mit ihrer neuen Sexiness die Modewelt aufrüttelt. Nach kurzer Recherche fand ich heraus, dass die von Kim Kardashian kombinierten Teile wie sie auf Instagram zu sehen sind genau von dieser Marke sind: Wolford aus dem österreichischen Bregenz. 

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Kim Kardashian & die weibliche Körperbetonung

Nach dem Size Zero Trend, der lange Jahre auch das Schönheitsideal der Modewelt beherrschte, entwickelt sich zurzeit eine Gegenbewegung: nicht nur die Etablierung der Plus-Size Models steht auf der Agenda, allem voran geht es darum, den Frauenkörper in seiner Vielfältigkeit auch in der Medienwelt gespielt zu sehen. Denn haben weder alle Frauen dünne, lange Beine, noch sind sie alle zusätzlich kurvig wie es die Victoria Secret Models darstellen: jeder weibliche Körper ist individuell, und mittendrin steht Kim Kardashian mit einer Größe von 1,59 cm und einem üppigen Busen und Hintern. Ihre Beine sind kurz, ihre Taille schmal, der Bauch flach. Und dabei tritt sie mit der größten Selbstsicherheit in Paris auf ohne sich darüber Gedanken zu machen, als “billig” oder “zu sexy” wahrgenommen werden zu können. Mag man ihre Person ablehnen oder nicht, ihr Aufreten hat Präsenz. Marken wie Gucci oder Dolce & Gabbana haben es schwierig, ihre traditionell italienische Sexiness populär zu machen, gefragt ist sie derzeit sehr viel mehr von Häusern wie Balmain, die auf das Schönheitsieal der Kim Kardashian aus den USA reagieren.  Continue reading ›

Bis zum 15. Februar ist die Ausstellung “Body Talks – 100 Jahre BH” im Museum für Kommunikation Frankfurt zu sehen.

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Die Ausstellung dreht sich nicht allein um den von der Amerikanerin Mary Phelpf Jacob vor 100 Jahren entworfenen Büstenhalter. Zu sehen sind auch Videos wie die der deutschen Marke Dr. Oetker wie sie das Hausfrauenimage nicht besser hätten glorifzieren können oder Titelbilder mit Supermodels we Kate Moss, die das heutige Schönheitsideal noch heute prägen. Mag die Ausstellungsfläche sehr klein ausfallen – wer sich für die Themen der Weiblichkeit interessiert, könnte und möchte sich darin verlieren – so ist auf kleinstem Raum unglaublich viel über ein Stück Stoff in der westlichen Welt der vergangenen 100 Jahre zu erfahren.  Es lassen sich nicht nur alte traditionelle BHs der Marke Triumpf in den Vitrinen bewundern, sondern besonders schön auch die Chronik zum BH anhand illustrer, modern designter Tafelbilder in Form von Kleiderbügel nachlesen.
Demonstriert die Ausstellung das Streben der Frauen nach Attrakvität mit dem Instrument des BHs auf der einen Seite, so sind ihre größten Kritikerinnen, nämlich die Frauen selbst, auf der anderen Seite zu beobachten. So gesellschaftsspiegelnd die Ausstellung auch sein mag, eine Alice Schwarzer- Attiude hat sie nicht: Kuratorin Julia Bastian hat mit ihrem Team eine hippe, schönenund zugleich zeitgeistige Ausstellung aufgearbeitet, dass für Frankfurt Ausstellungen dieser Art wünschenswert sind.  Und gerade auch für jene Frauen, die sich intensiv mit ihrem Körperbildnis auseinandersetzen, dabei aber auch den gesellschaftlich historisch und wirtschaftlichen Rahmen verstehen möchten, in dem sie sich bewegen. Denn die Ausstellung hat nichts Ermahnendes oder Frauenkritisches, sondern lässt sie die Besucherin mit einer großen Portion Humor die Ausstellung verlassen.
Neben Filmvorführungen mit Arte, gab es mit geladenen Professoren ein spannendes Rahmenprogramm.

Mag die Internetpräsenz nicht einmal annäherend den Stil, sowie den getroffenen Zeitgeist der Ausstellung widerspiegeln, so lohnt es sich, immer wieder vorbei zu schauen.

Samstag und Sonntag 11–19 Uhr, Eintritt: 3 Euro

Bild: Felina (1950), Museum für Kommunikation, Frankfurt