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Who d’ f*** is AJ Tracey? Ché Wolton Grant heißt der Gute. Nicht minder sexistisch als ein Stormzy, aber doch mit mehr Manieren und Stil.  Was Rap angeht, sind die britischen Kollegen ja ähnlich wie deutschen Rapper in ihrer Musik freier als die Amerikaner. In Sprache und Lebensstil. Aber auch sonst kommt gerade ziemlich viel aus London und drumherum Groß Britanniens. Mit “Praise the Lord” an der Seite von Skepta hatte A$AP Rocky einen seiner größten Erfolge gelandet.

Für einen jüngeren AJ Tracey mag es schwieriger sein, international einen Durchbruch zu erzielen. Die Briten werden ja doch auch wie alle Anderen in Sachen Rap verlacht. Burna Boy, Wizkid oder Akon aus Afrika sind als Megastars eine gewisse Ausnahme. Sie haben es auch in den USA geschafft. Aus UK stammen zwar eben Skepta, Stormzy und Slowthai, wie auch The Streets, die allesamt den bekannteren UK Rap mitgeprägt haben. Aber – und so viele Stars auch zurzeit in Groß-Britannien in den Medien sind – für einen 25-Jährigen AJ Tracey wird es trotz appeal der Extraklasse Zeit kosten.

Es gibt nahezu nur einen, einzigen Beruf, der Frauen in der Welt der Medien sichtbar macht: grob, das Modeln. Dass Models selbst dabei die Frauen sind, die in den Medien am sichtbarsten sind, Platz bekommen und präsent sein dürfen, hat uns die Geschichte gelehrt. Und die Geschichte zeigt noch heute, dass wir in einer übersexualisierten Gesellschaft leben, in der der Frau nur ein Platz zugewiesen wird.

Als sichtbarste Repräsentantinnen und Soldatinnen an der fordersten Front der Medien, haben sie in der Medienwelt die Frau zu repräsentieren gewusst, aber in ihrem Frauenbild auch zur Stagnation geführt.

Sie werden gebucht, und erhalten – im Idealfall – als Gegenleistung ein Honorar. Fürs Laufen, Gesichtherhalten und Posieren. Dass dabei das eine Model glaubwürdiger als das Andere ist, zeugt von harter Arbeitskraft. Aber, wie die ein oder andere Arbeitskraft auch, werden sie ausgenutzt. Und das auch zu Kosten anderer Frauen.

Die meist weiblichen Models haben wie alle anderen Frauen auch ihr Recht, sich zu zeigen, und mit ihrem Körper und ihrer Arbeit damit, Geld zu verdienen. Nicht selten sind sie in der Modewelt auch Businessfrau, die ihren Körper bewusst einzusetzen weiß.

Und dennoch, – das war das eigentliche Problem in den letzten Jahren, wenn nicht im letzten Jahrhundert – wird und wurde das Aussehen eines Models mit Produkten verkauft, und umgekehrt Produkte mit der Frau.

Dies führte zum Einen dazu, dass der Beruf eine Illusion von Schöheit erschaffen und genährt hat, gleichzeitig – und das war das Schwerwiegendere daran – hat der Beruf dazu geführt, dass Frauen in einem einzigen Beruf haben Anerkennung erhalten können, als Frauen. Denn nach wie vor bleiben Frauen in männerdominierten Welten und Berufsfeldern unsichtbar.

Es gibt wenige Berufsfelder, die Frauen zulassen und gleichwertig betrachten. Männer hingegen sind in den Medien weiterhin sichtbar als Manager, Medienmogul, CEO, Comedian, Künstler, Rapper, Journalist, Moderator, Polizist, etc. Frauen hingegen sind überdimensional häufig in Medien in der Rolle als Model dargestellt. Angela Merkel, das ist die Ausnahme.

Wenn Medien Spiegel der Gesellschaft sind, dann ist Grund für die Unsichtbarkeit der Frau in der Medienwelt, dass Frau auch in der Realität nicht überall präsentiert sind. Aber wenn es eine Instanz gibt, die Medien selbst lenkt- und die gibt es durchaus – dann ist sie mitverantwortlich dafür, dass Frauen in ihrer üblichen Rolle dargestellt sieht: mit Körper als Hausfrau und Gebährmaschine. Die meisten Models repräsentieren nichts Anderes als das. Keinen Beruf, sondern einem gewissen Frauenbild.

Kontrovers ist dies deshalb, weil Models als das gelten, was der Name bereits sagt, als Vorbild oder gar “Anschaubild”, in der Mode. In Mode ist, dass Frauen nach wie vor nicht viel wert sind. Das ist für die Modewelt von Vorteil. Für die Frauen selbst, die in dieser Welt arbeiten, finanziell vielleicht auch. Platz aber, und das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, wird Frauen sonst nicht gemacht. Und solange heißt es weiterhin vor der Linse “Lächel mehr, zeig mir mehr von dir. Hier, bitte, mach!”

Italienische Marken wie Max Mara sind seit einigen Saisons dabei, das Kopftuch zu einem Bestandteil ihrer westlich geprägten italienischen Mode zu machen. Doch italienische Mode stand einmal für Eleganz, Weltoffenheit und Tradition. Tradition ist zwar auch das Kopftuch als Bestandteil der Kleidung der islamischen Frau, aber passt das zusammen mit einer Marke wie Max Mara?

Der politische Begriff Inklusion wird heute in der Modewelt und Gesellschaft ernst genommen. Dass gerade auch Frauen der islamischen Welt nicht von der Mode ausgeschlossen bleiben, ist begrüßenswert.

Es gibt eine Vielzahl an Frauen, die sich islamisch anzieht, aber dennoch Max Mara kaufen will. Auch gibt es zurzeit Models wie Halima Eden oder unten gezeigte Influencerin Neelofa, die zur Modewelt dazugehören, auch zur Welt Max Maras.

Den ursprünglichen Werte Max Maras kommt das Kopftuch nicht gleich. Das Kopftuch steht für eine Form der Unterdrückung. Auch, wenn es der Frau Respekt zollen soll, was es häufigst tatsächlich tut, so ist es kontrovers.

Kontrovers – auch das ist die Mode selbst. Und so bleibt auch das Kopftuch, auch in der Modewelt. Denn so sehr es für Inklusion steht, oder gar eine Toleranz, auch gegenüber einer Gesellschaft, die von Migration geprägt ist, und mitgestaltet wird, bleibt fragwürdig, warum gerade Max Mara als Teil einer eurozentristischen Modeelite das Kopftuch mit in den Bestand nimmt. Denn inwiefern ist ein Kopftuch Teil “italienischer Mode?” Und wann darf eine Marke sich noch als italienisch begreifen, wenn sie auf Referenzen des Islams zurückgreift? Weltoffenheit hin oder her, das Kopftuch ist nicht kompatibel mit “italienischer Mode”.

Die Wirtschaft sagt es voraus. Wer mehr verkaufen will, muss mehr Menschen ansprechen. Im Zuge der Diversitäts-Regeln in der Modewelt, die besagt, dass “alle Menschen eingebunden werden müssen” auch in die Wahl der Models, gilt auch hier, dass Models nicht nur ein Beweis dafür sind, dass Menschen verschiedener Coleur nicht ausgeschlossen werden, sondern auch als ihre Kunden miteinbezogen.

Die Modewelt muss verkaufen, also wird die Zielgruppe erweitert. In alt-europäischen Gesellschaften wie jener in Deutschland, Italien oder gar Frankreich gilt aber, dass die “Leitkultur” nicht von anderen Kulturen, gar emigrierten Völkern und Nationalitäten eingeschränkt, gar verändert werden darf.

Ein italienisches Modehaus integriert aber Frauen mit Kopftuch nicht – sie leben nicht in der italienischen Gesellschaft – sondern verfolgt das Ziel, italienische Mode konsumierbar zu machen. Für jeden, der es sich leisten kann. Aber ist das nun “Integration” im politischen Sinne, Inklusivität, oder nicht doch ausschließlich Wirtschaft, die aber im Grunde die eigene Kultur “gefährdet”? Denn das Kopftuch in der italienischen Mode ist Witz und Ironie. Italien ist gegen den Islam. Wie kann da Max Mara als “italienischer Stil” geltend für das Kopftuch sein?

Bildquelle: Screenshot aufgenommen am 23.03.2020 über Instagramseite https://www.instagram.com/maxmara/

Nach “dickem Hintern”, “vollen Lippen” und “markanten Augenbrauen” sind jetzt neu: eine reine Haut als neuestes Schönheitsideal, das zu diesen Zeiten gelebt und verkörpert werden muss.

Soziale Medien erlauben es zwar Frauen, ihre Kreativität und Muße auszuleben. Aber sie setzen dabei glatte Haut voraus. Dadurch ist ein neues Schönheitsideal entstanden. In der westlichen Welt. Doch scheint die Haut nicht jeden Tag anders durch? Ist es möglich, diesem Ideal gerecht zu werden? Kein Tag gleicht dem Anderen. Auch das Hautbild gleicht selten dem des Vortages, und keine Haut gleicht ohnehin der eines anderen Menschen. Menschen, die besonders unter Ekzemen, Akne oder anderen Irritationen auf der Haut leiden, stehen heute besonders unter Druck. Sie leiden, weil sie diesem neuen “Schönheitsideal”, das durch Medien, Kosmetik und Selfie-Kultur propagiert wird, nicht entsprechen. Sie haben keine reine Haut, und sie schämen sich. Diesem Ideal nicht gerecht werden zu können, hat junge Frauen und Männer, die unter jenen Hautirritatonen leiden, noch nie so sehr verunsichert wie heute.

Die heutigen Schönheitsideale werden ohnehin heute von allem dominiert, was das Internet, die digitale Lebensart mit sich bringt und vorgibt. Die Haut trifft es dabei besonders hart. Sie ist nicht nur das größte Organ, sondern offenbart auch, und macht am deutlichsten sichtbar, wie es uns geht, und durch den Kopf. Der Druck aber, der dabei entstehen kann, diesem wie auch jedem anderen Schönheitsideal seiner Zeit gerecht werden zu wollen oder müssen, belastet die Haut und das Selbst letztlich nur noch mehr. Zeit also, die Haut zu beruhigen. Womit? Ruhe, Schlaf, Gelassenheit. Eine gesunde Ernährung, Hygiene und Pflege und ausreichend Wasser wie auch Bewegung können natürlich auch helfen. Aber letztlich, und das ist doch so wichtig bei der eigenen Haut, braucht es Respekt für die Eigenart, ob mit oder ohne Pickel. Denn Fakt ist, erschaffene Schönheitsideale können nicht nur schön machen, oder besondere Schönheiten hervor heben, sondern sie auch mit allzu viel Druck zerstören. 

Wie alt wir auch sein mögen – meine Generation hat allesamt Eltern, die unterstützt werden müssen. Ältere gehören der Risikogruppe an, wie auch Vorerkrankte. Das bedeutet für unsere Eltern großen Stress. Weil sie nicht nur um ihre Kinder sorgen müssen, sondern gleichzeitig um ihr eigenes Leben. Wenn auch nur mental, so brauchen sie gerade jetzt auch die Stütze ihrer Kinder.

Zurzeit sind auch wir Jungen überfordert. Egal in welchem Alter, der Druck lastet und er wird vorerst anhalten. Das ist die bittere Wahrheit. Aber es gibt auch genug Gründe, um zu hoffen. Denn die Regierungen leisten, was geleistet werden muss. Für die Einzelnen unter uns bleibt die Aufgabe, zu tun, was immer auch in unserer Macht steht. Neben der Quarantäne hilft die Unterstützung für die eigenen Eltern, Großeltern und Älteren in der Gesellschaft: Familie, Nachbarschaft, Freundes- wie auch Bekanntenkreis, aber auch die Älteren, die wir tagtäglich bei kurzen Einkäufen auf der Straße sehen. Ein “Alles in Ordnung” kann manchmal ein Lächeln auf ihr Gesicht zeichnen. Denn nicht nur viele junge Menschen leben allein, sondern besonders auch ältere.

Nachfragen, sich um den Zustand erkundigen, die Eltern auf andere Gedanken bringen, Ängste nehmen, beruhigen, ablenken, zusammen lachen und für sie da sein. Und ihnen versichern, dass auch wir auf uns achten.

“Kiss and Tell”, war das letzte gute Stück des britischen Allstar-Rappers Skepta, den er gemeinsam mit Newcomer AJ Tracey aufgenommen hatte. Der Hispanic-Vibe tangiert nun auch einen Skepta. Aber wem kann dies verübelt werden? Das Mitmachen beim neuesten Trend.

Spanische Musik – selbst in der HipHop-Welt – bleibt, und sie hat noch immer großen Einfluss, wenn nicht heute wieder eine goldene Zeit der Auferlebung.

Spanische Wörter und die dazugehörigen weiblichen Stimmen werden zwar seit jeher in der Rapwelt zur Verbreitung genutzt, und doch, sie hören sich gut an, solange sie nicht allzu billig, zusammenhangslos und sexistisch in die Lieder eingearbeitet werden.

“Papi Chulo” (zu Deutsch: cooler Papa, sprich cooler Typ) wird von keiner Frau eingesungen. Octavian und Skepta scheinen es auch gar nicht nötig zu haben. Sie besingen sich lieber selbst. Aber auf Frauen im Clip wird selbstverständlich dennoch nicht verzichtet. Solange Respekt herrscht, lässt sich’s anhören. Und ansehen.

Bildquelle: Youtube, Screenshot “Papi Chulo” – Octavian & Skepta

Deutschlands vielleicht schönstes Model bekannt aus Germanys Next Topmodel nutzt ihren Social Media Kanal, um auf Krise und Schutz zu Zeiten des umhergenden Corona-Virus aufmerksam zu machen.

Die Wahl-Österreicherin teilte in ihrer Instagram-Story die Kampagne der Regierung, die lautet: “Party machen. Not. Zu Hause bleiben: Hot.” Rücksicht, ein gemeinsames Wir und Schutz werden zurzeit auch im Nachbarland groß geschrieben.

Ihre Reichweite nutzt sie auch dafür, um sich zu erkundigen: Wie läuft die Sache mit Zusammenhalt in ihrer Heimat? In Österreich habe sie beobachten können, dass Zusammenhalt gerade jetzt funktioniere. Wichtig ist ihr das, weil sie findet: “Zusammenhalt ist der schönste Lichtblick in dieser Situation.”

Die 33-Jährige gebürtige Bayerin, die von sich behauptet “proud redhead” zu sein, beeindruckte bereits zu Zeiten der Castingshow mit ihrer zurückhaltend, bodenständigen Art. Die einstige Mathematik-Studentin, die Programmiererin werden wollte, aber als Siegerin der zweiten Staffel ein neues, positives Schönheitsverständnis hat repräsentieren und darstellen können, ist seit Anbeginn ihrer Karriere als Model, Autorin und Schauspielerin aktiv für Body Positivity, Fair Fashion und Umweltschutz. In diesen Zeiten braucht auch Deutschland positive Vorbilder wie eine Barbara Meier ist.

Bildquelle: Instagram.com/barbarameier