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Overknee-Strümpfe habe ich bisher im echten Leben noch nie getragen, so sehr ich den Stil der Clueless-Girls auch geliebt haben mag. Für den Arbeits – Alltag eines jungen Mädchens ist es eine Überdosis an körperlicher Attraktivität wie ich finde. Um stylisch statt attraktiv zu wirken hat man am besten von Natur aus dünne Beine, um sie mit flachen derben Schuhen oder Ballerinas zu tragen. Alles andere wirkt immer zu aufrdinglich und fleischig. Auf deutschen Straßen jedenfalls sieht man sie zu selten stilvoll kombiniert, obwohl nordische Typen mit den langen geraden Beinen die beste Voraussetzung dafür haben! Die schwarzen Socken sind viel mehr ein Teil der Gothic – Garderobe. Und wer im amerikaniserten Schulmädchen-Look ankommt, wirkt einer L.A. fernen Kulisse auch etwas deplatziert. Obwohl der Ursprung gar nicht so weit von Deutschland entfernt liegt. Mag Amerika sich gerne als wichtigstes Land in Sachen visuelle Kommunikation, Kreativität und Kunst darstellen, so liegen die Wurzeln des Looks dort, wo die Wurzeln der eigenen Einwohner liegen. Die Schuluniform kommt aus Frankfreich und Großbritannien. Anders als bei den Franzosen ist es in England noch immer Teil der Schulordnung in Uniform zur Schule zu erscheinen. In Clueless entscheiden sich die reichen oberflächlichen Mädels bewusst für eine Uniform, die in Ländern wie Deutschland für den Freiheitsraub der Persönlichkeit kritisiert wird. In Ländern wie der Türkei, wo die Schere zwischen arm und reich sehr groß ist, dient sie dazu, die Kinder nicht unter dem Markendruck leiden zu lassen.

aud2Das Muster des von meiner Mutter genähten Etuikleides muss vom Tartan inspiriert sein. Auch Audrey Hepburn, eine prägendsten Modeikonen des letzten Jahrhunderts, trug ebenfalls gerne den schottischen Stil in zeitgemäßer Variante. Berühmt ist sie aber nicht dafür, sondern allem voran für das schwarze Etuikleid in “Frühstück bei Tiffany`s” und ihre Rehaugen. Um diese zu betonen hat auch Audrey Gebrauch von Kosmetik gemacht. In den 60-ern waren hochgezogene Brauen in Mode. Dieser Trend erreichte selbst die Türkei. Sultan Türkan Soray wie die Königin der Schauspielerinnen genannt wird, zog ebenfalls das Ende der Brauen Richtung Schläfe hoch. Zurzeit sind gerade Brauen gerne getragen. Am natürlichsten ist es die eigene Form beizubehalten, natürlich wachsen zu lassen um nur minimal die Form zu verbessern. Wer Trends mitmachen möchte, sollte sich aber im Klaren sein, dass Brauen im Laufe der Zeit nicht mehr so häufig nachwachsen. Um das Gesicht zu betonen sind Mützen und Hüte jedenfalls toll, solange sie es nicht bedecken, was zu oft der Fall ist. Der längst aus der derzeitigen Mainstream – Mode verschwundene Parisienne Barett ist eine klassische Idee, was nicht heißen mag, dass es auch schöne andere elegante Mützen gibt. Diese jedenfalls muss mit Überzeugung getragen werden, sonst wirkt es aufgesetzt, nicht selbstbestimmend getragen.

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