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Rapper Mortel sah ich das erste Mal live auf dem Konzert von Nimo im vergangenen Jahr. War er Franzose? Deutscher? Oder doch Afrikaner? Ich konnte es nicht sagen. Er kam irgendwie aus dem Nichts. Dabei macht er schon mit “Stimmen der Unterschicht” feat. Nimo und Azad in einem breiteren Publikum von sich Reden. Ein Song, der auf seinem Mixtape Racaille im vergangenen Jahr erschien. Und mit “Depart” etablierte er seinen “Recaille”-Sound des Straßenraps weiterhin.

Jetzt kommt er mit neuem Album “Arriveé” daher und ist angekommen. Angekommen im großen Rap-Game. Und tatsächlich, um auf seine Herkunft zurück zu kommen: er ist im amerikanischen Stützpunktort Bitburg geboren, ist kongolesischer Abstammung, und lernte durch Verwandte in Paris, die er besuchte und die selbst Hip Hop hörten, die fanzösische Kultur kennen. Daher der Name: Mortel, zu Deutsch “tödlich”.

Derzeit lebt er in Trier, wo er sichtlich gefeiert wird. Und es geht weiter: Internationale Rapgröße Booba sponsert ihn derweil mit seiner Modemarke Ünkut. Aber wen wundert das schon, betrachtet man das Cover seines neuen Albums? Das ganze Gesicht eingetaucht in weiße Wandfarbe; in ihm liegen Augen aus Glas, tiefschwarz wie unsterblich. Ist das Mode? Kunst? Oder nicht doch sogar Politik? Und dann hat er auch noch Sa4, Loco und Eunique mit aufs neue Album geholt. Mit letzterer rappt er zur smoothen Stimme Mashandas auf “Auf ewig” ziemlich erwachsen und selbstkritisch: “Gehen über Leichen, sind unser eigener Herr, es ist nicht immer das Umfeld, jeder ist sein eigener Herr.” Continue reading ›

Es lohnt sich immer, im Sommer einen Kurztrip nach Berlin zu machen. Auch wenn es dabei ein bisschen so ist, als würde man Lotto spielen. Denn der Berliner Sommer gleicht einem Mythos, das weiß jeder, der ihn erlebt hat. Die beste Zeit für die deutsche Hauptstadt ist der Frühling und der Herbst, aber wer es wagt, im Sommer die Stadt zu besuchen, könnte das Glück haben, ordentlich Sonne an der Spree genießeen zu können oder in einer der etlichen Bars am Wasser unter freiem Himmel die Nacht durchzutanzen. Im schlimmsten Fall riskiert man tropisches Wetter mit einem ordentlichen Schuss Regen. Aber selbst das dürfte den Trip in eine Stadt wie dieser nicht verderben. Und der sonst so schmerzhafte Berliner Winter…

…lässt sich im 25hours Hotel Bikini Berlin vermutlich ebenfalls märchenhaft genießen. Denn das 25hours Hotel im Bikini Berlin besticht mit seiner einmaligen Aussicht auf den umfassenden Berliner Zoo. Im Sommer steht man faszniert mit den Lauten der Tiere auf. Und blickt dabei auf unendliches Grün dieser Stadt, den Horizont und Sonnenaufgang in aller Frühe.

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Im Sommer, wenn die Kaiserstraße zum urbanen Dschungel wird, finden gleich wenige Straßen weiter die Rooftoppartys der Frankfurter Gastronomen James und David Ardinast statt. Wöchentlich organisieren sie auf den Dächern des 25hours Hotels in der abgelegenen Niddastraße Feste. Die Schlange ist lang, der Andrang groß, willkommen jeder: sowohl Turnschuh- als auch Anzugträger.

Foto: LOTTERMANN & FUENTES

Ausschließen wollen die Frankfurter niemanden. Ihre Offenheit macht das Publikum gemischt. Die Niddastraße wird zum Hotspot. Es ist aber nicht nur ihre lockere Aura, die das Publikum anzieht, sondern auch die Wahl der Musik. Dieses scheint sich genau deshalb auf den Dächern um die „Ima Clique“ zu scharen. Wenn zum Beispiel DJs wie Oliver Hafenbauer, Ata oder Aziesch des Robert Johnsons eingeladen werden, etwas zu spielen, das für sie sonst beim Auflegen nicht in Frage kommt. Die Brüder hören Hip Hop, elektronische Musik und Jazz.

Nicht nur bei der Auswahl der Musik aber haben die beiden ein Gespür für das, was gerade läuft, sondern auch und gerade beim Essen: als Fingerfood gibt es Hummus. Das orientalische Gericht lässt sich mit dem Ausblick auf in von der Sonne rot gedippte Wolkenkratzer genießen. Als Teil ihrer Küche bieten sie den köstlichen Hummus bereits seit Jahren in einem ihrer Restaurants an.

Chez IMA heißt das Restaurant mit dem die Brüder sich einen Namen gemacht haben. Was zu Deutsch „Bei Mutter“ bedeutet, ist Konzept: gegessen wird wie bei der Mama, nur ist diese orientalisch. Im September wird es einen Re-Opening geben: CHEZ IMA 2.0 wird fortan Bar Shuka heißen, ein Konzept angelehnt an die Tel Aviver Cuisine. Und weil das schon nicht reicht, wird es auch eine Sake Bar geben. Bis zur Eröffnung erwarten die Jungs ihre Gäste im Pop Up Restaurant nebenan gleich nebenan, in der Niddastraße 56. Continue reading ›

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As a sight for sore eyes in the front row of celebrated designer houses between Rihanna and Nicki Minaj, the singer and songwriter Miguel has entered the arena of Superstars in the United States – even if he might be still a sleeper for Europe and Asia. A reason for that: he is no way getting converted into a product of the industries as he remains true to himself establishing his very own music and songwriting. With his third album Wildheart he confirmed what he has proven best, who he is: the new rockstar of RnB emerged from a modest soul singer to a wayward artist. 

As part of his Wildheart-Tour Miguel came to Germany, where he already is a household name as he has a huge diverse fan base here as well since his song „sure thing“. He knows how to entertain especially the women, when he performs on stage with his sexy and rocky attitude, simultaneously asking his fans to promise to not fit into the norm before performing „what’s normal anyway“. Dressed in white leather Miguel has become a star, who is able to fill the space. With a topless body he sings himself into the hearts of his audience. And he knows to dance with the Crotch-Grab. Like an angel from Los Angeles, who likes to sin. His album is a matter of sin and love anyway. And his whole album is a book of poems. Before the concert in Frankfurt, I met inside of the tourbus in contrast a too boyish to be 30, but too grounded to be not handsome down-to-earth but charismatic Miguel.You might inhale every word that comes from a “free spirit and a wild heart”. In our interview for AMY&PINK, answering like a poet, speaking like a singer, Miguel gave us the chance to join his thoughts on his album Wildheart, L.A. and his very own personal journey of life and love.

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katherine_johnson_john_glenn
Auf Instagram postete meine 16-jährige Cousine vor einigen Tagen in ihrer Story mal wieder ein Bild von sich, in gewohnt cooler Pose vor ihrem Spiegel in Chucks und einem blumigen Haarkranz wie er von vielen Mädchen als Feature zur Verschönerung und Umspielung angewendet wird. Ich schickte ihr als Antwort ein paar Emojis, die sie beschreiben sollten: ein Smiley mit Sonnenbrille, ein rosa Herz, einen roten Kussmund und eine Prinzessin. Womit ich ihre Erscheinung im Gesamten eigentlich auch wahrnahm, war neben ihrem starken Selbstbewusstsein ihre Klugheit. Mir fiel ein, dass in der feministischen Theorie kritisiert wird, dass Mädchen oft Komplimente für ihr Aussehen gemacht wird, aber selten Lob, Wertschätzung oder Bewunderung für ihre Fähigkeiten.

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balat

Im Sommer des Jahres 2015 besuchte ich zum ersten Mal das wundersame Viertel Balat in Fatih Istanbul. Es ist eines der alternativen, aber bunten Bezirke, die viel Geschichte in sich tragen und weiterhin dabei sind, sich sehr facettenreich zu entwickeln. Gerade auch das Kreativpublikum liebt den Bezirk.
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