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Es gibt nicht viele Künstlerinnen, in der heutigen Zeit, die greifbar sind. Marina Abramovic, die mit “The artist is present” Geschichte schrieb, ist präsent. Eine weitere erkennbare Dame: Vera Kochubey aus Berlin.

Es gibt nicht viele von ihnen. Frauen in der Kunstwelt, die heute leben und wertgeschätzt werden. In der deutschen Hauptstadt haben sich in den letzten Jahren zwar massig viele Künstler*innen eingefunden, die Talente und ihre eigene Stilrichtung haben, keine Frage. Was aber Vera ausmacht, ist ihre Schwäche für das Hinterfragen. Gefühlt hinterfragt sie alles und jeden, auf den sie trifft.

Und daraus entsteht eine Kunst, die sich immer wieder fortbildet. Wenn von Weiterbildung und besonders Entwicklung die Rede ist, dann verkörpert das eine Vera Kochubey. Zwar ist sicher nicht viel von “weiblich, feministisch kategorisierter Kunst” zu halten, aber da wir noch immer in Zeiten sozialer Ungerechtigkeit leben, ist es wichtig, hervorzuheben, dass Vera Kochubey auch als Frau eine der wenigen Künstler*innen ist, die es sich verdient, ein Augenmerk auf sich gelegt zu bekommen. Und so ist es eine Art Momentum, der Künstlerin Vera Kochubey als eine der wenigen, zeitgenössischen, weiblichen Künstlerinnen, dabei zusehen zu dürfen, wie sie schafft.

Bilder: https://www.instagram.com/verakochubey/

Ist das die beste Kunst unserer Generation? Meegan Barnes macht aus Keramik Vasen nach Ärschen. Was sich zunächst vulgär anhören mag, ist das vermutlich beste, was der “zeitgenössischen” Kunst hätte passieren können.

Um sich einen dieser Kunststeine auf die Fensterbank im eigenen Wohnzimmer zu stellen, muss man schon echt sASSy sein, und mutig, und natürlich kein Blatt vor den Mund nehmend. Meegan Barnes Skulpturen, die sie hat übrigens eine Reise nach Südamerika inspirieren können, sind witzig, humorvoll und sexy selbstbewusst. Den Knackarsch, den jeder haben will, kann man sich jetzt einfach ohne zu zögern auf den Wohnzimmertisch, die Kommode oder sonstwohin, wo das Herz mit seinen Augen gerne haften bleibt, hinstellen. Continue reading ›

Italienische Filme, ein Genuss wie ich finde! Letztes Jahr hatte ich das Glück, den Film “Veloce Come il Vento” zu sehen, ein Drama von Matteo Rovero, der nach einer wahren Begebenheit das Schicksal einer jungen Rennfahrerin zeigt, die um ihr Leben fährt. Das Drama, das vor allem einen Fokus auf die Dreiecks-Beziehung um die junge, gerade einmal 17-jährige Giulia, ihrem älteren Bruder Loris und ihrem jüngeren Bruder Nico bildet, ist nicht nur ein Familiendrama, sondern auch Rennfahrerfilm. Die Geschichte zeigt eindrucksvoll das Verhältnis dieses Familiengefühls, nimmt mit tiefen Dialogen mit in die italienische Kultur und Mentalität und entwirft gleichzeitig farbenträchtige Nuancen in einem doch so schattigen Film. Italien ist eben doch das Land nicht nur der Liebe, des Essen und der großen Gefühle, sondern auch der Mode, der Farben und dem ganz großen Kino! Wer auch nur einmal in Italien war, weiß, wovon ich spreche!

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Zurzeit läuft in ausgewählten Kinos der Film “Station to Station” von Doug Aitken. Eine einzigartige 62-minütige Reise durch Amerika, in der jede Minute einem Künstler gehört. Für jeden, der Amerika, Musik und Kunst liebt, ist dieser Film ein Genuss, den man mehr als nur einmal sehen möchte.

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Das Frankfurter MMK 2 zeigt zurzeit eine Auswahl der Entwürfe des internationalen Designers Kostas Murkudis. Nachdem er bereits Teile seiner Kollektionen dem Museum für Moderne Kunst übergab, und diese in vergangenen Ausstellungen gezeigt wurden, widmet die zweite Depandance in seinen wunderbaren Räumlichkeiten an der Taunusanlage mitten in Frankfurt dem Designer eine ganze Ausstellung. Bevor es also auf deutschen Laufstegen hochgradige Mode zu sehen gibt, scheint es viel mehr das Museum in Deutschland zu sein, das Vormachtsstellung mit Murkudis hat, Mode zur Kultur zu erheben. Und die Ausstellung wird dem gerecht. Manche Stücke sind durch ihre Aufarbeitung ein Meisterwerk, dem die Augen stundenlang folgen könnten. Ob die Objekte gefühlt werden dürfen, war mir unklar. Doch in mir wuchs die Sehnsucht, sie zu erfühlen. Gerade, wenn die Ausstellung Tuchfühlung heißt, ist die Verführung groß. Aber so versinkt man eben in der Vorstellung beim Anblick von Stoffen wie Bast. Continue reading ›

Ein zweites Gesicht ragt auf dem blassen Teint einer jungen Frau hervor. Aufgemalte Nase, Mund und Augen sind nicht die Faschingsschminke eines Kleinkindes, dazu blickt sie zu ernst der Kamera entgegen. Sie scheint rauchend das Make Up überzeugt als Teil ihrer Selbst zu tragen. Das Bild ist aus der Serie „Doublefaced“ des Künstlers Sebastien Bieniek.

Das Motiv ist so faszinierend, dass es im Internet weltweit geteilt wurde. Tauchte es erst in einem Video von Pharrell Williams auf, wurde der Künstler erst kürzlich vom aufstrebenden Jungdesigner Jacquemus für Haare & Make Up zur Paris Fashion Week beauftragt. Im Kunstverein Familie Montez in Frankfurt habe ich den Künstler getroffen, und mit ihm über Urheberrechte, Inspiration im Internet und sein Doublefaced Girl zu sprechen. Continue reading ›

Vergangenen Samstag fand die Schirn at Night zur Ausstellung “Poesie der Gossstadt, die Affichisten” in der Frankfurter Schirn Kunsthalle statt. Gilt die Abendveranstaltung mit Clubatmosphäre bereits zu den Frankfurter Institutionen, so war die Schlange vor der Abendkasse vermutlich so lang wie noch nie, Grund dafür: Der Auftritt der Großstadtpoeten Celo & Abdi.

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