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Theophilus, der einstige Liebling der Hipsterszene um den verstorbenen Karl Lagerfeld (RIP) herum, hat heute einmal mehr bewiesen, warum er sich diesen gewissen Status verdiente, und heute weiterverfolgt. Weil er’s kann. Experimentelle Musik, zu seinem Rap und Gesang. Besser kann das nur Jazzlegende Aloe Blacc. Theophilus London aber, jünger und deutlich von verschiedeneren Musikrichtungen beeinflusst, hat nun sein neues Album “Bebey” rausgebracht. Nicht nur Jazz oder etwa Soul und Funk wären diese, sondern neben Rap und Rock die noch im Mainstream etwas unbekanntere Musikrichtung Caiypso, die seinen Ursprung in Trinidad und Tobago hat. Dort geboren ist auch London, der New Yorker Musiker aber lässt sich, gerade mit einer weitumreist, klingenden Geschichte, auch von so vielen, weiteren Komponenten leiten. Von Kunst etwa, oder Mode, das, was ihn antreibt. Für Off White durfte er sich austoben. Das Cover seines Albums zu “Bebey” fertigte der ebenfalls aus New York stammende Künstler Alexander Harrison an. Ein junger, talentierter Künstler, der Intersektionalität und Rassismus zu seinen Themen zählt, und mit seiner Kunst aufweckt, spielerisch zwischen Popart eines Andy Warhol, den expressionistischen Vorreiter Basquiat und einem surrealen Magritte die Linien des Lebens hinterfragt, deutet und in eigener Farbe erschafft.

Das Titelbild, das eine blondierte Frau mit dunklem Teint zeigt, steht für das, was auch London letztlich dazu angetrieben hat, das Album “Bebey” zu verschriftlichen und aufzunehmen. Scheinbar auch die Kreativität und Attraktivität der afro-amerikanischen Frau, die mit ihrem Haar ihre Geschichte, Individualität und Stilbewusstsein ausdrückt, wie es eines der weiteren Coverbildern zeigt, machen Theophilus als Künstler verrückt. Auf dem Album befinden sich desweiteren Tracks mit Tame Impala, Lil Yachty oder Ariel Pienk, die auch seine Vielfältigkeit in seinem Musikgeschmack ausdrücken. Theophilus London ist driven wie sein Name, und seine Musik treibt an mit Groove!

Ist das die beste Kunst unserer Generation? Meegan Barnes macht aus Keramik Vasen nach Ärschen. Was sich zunächst vulgär anhören mag, ist das vermutlich beste, was der “zeitgenössischen” Kunst hätte passieren können.

Um sich einen dieser Kunststeine auf die Fensterbank im eigenen Wohnzimmer zu stellen, muss man schon echt sASSy sein, und mutig, und natürlich kein Blatt vor den Mund nehmend. Meegan Barnes Skulpturen, die sie hat übrigens eine Reise nach Südamerika inspirieren können, sind witzig, humorvoll und sexy selbstbewusst. Den Knackarsch, den jeder haben will, kann man sich jetzt einfach ohne zu Zögern auf den Wohnzimmertisch, die Kommode oder sonstwohin, wo das Herz mit seinen Augen gerne haften bleibt, hinstellen. Continue reading ›

3,7 Mio. Aufrufe in nur vier Tagen. Jorja Smith ist zwar kein Geheimnis mehr, und doch mausert sie sich langsam langsam, doch ziemlich steil nach oben an die Spitze mit nachhaltigem Effekt. An der Seite von Afrikas Superstar Burna Boy hat sie den neuen Sound zu “Be Honest” kreiert, nachdem sie ihr tatsächlich sehr viel ruhigeres Debütalbum “lost and found” veröffentlichte. Sie ist damit eine der jungen Generation englisch-sprachiger Künstlerinnen, die derzeit aktiv mit afrikanischen Musikern zusammen arbeitet statt sie zu zitieren wie es häufig der Fall war. Globalisierung und der langersehnte Schachzug aus einer Debatte um kulturelle Aneignung paaren sich dann doch recht einfach mit Jorja Smith und Burna Boys charakteristischem Sprechgesang, woraus sich letztlich trotz des kleinen Einschubs ein recht gelungenes Feature zu ergeben haben scheint.
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Rüsselsheim represents…Mero, der 18-jährige Enes Meral übernimmt gerade die deutsche Rapszene. In einem Neuköllner Hummus & Falafelladen droppt einer von vier Jungs den Namen Mero, als ich sage, ich komme aus der Rap-Hochburg Frankfurt-Offenbach mit Rappern wie Celo&Abdi, Haftbefehl, Capo, Nimo, Hanybal und Azzi Memo. Continue reading ›

Italienische Filme, ein Genuss wie ich finde! Letztes Jahr hatte ich das Glück, den Film “Veloce Come il Vento” zu sehen, ein Drama von Matteo Rovero, der nach einer wahren Begebenheit das Schicksal einer jungen Rennfahrerin zeigt, die um ihr Leben fährt. Das Drama, das vor allem einen Fokus auf die Dreiecks-Beziehung um die junge, gerade einmal 17-jährige Giulia, ihrem älteren Bruder Loris und ihrem jüngeren Bruder Nico bildet, ist nicht nur ein Familiendrama, sondern auch Rennfahrerfilm. Die Geschichte zeigt eindrucksvoll das Verhältnis dieses Familiengefühls, nimmt mit tiefen Dialogen mit in die italienische Kultur und Mentalität und entwirft gleichzeitig farbenträchtige Nuancen in einem doch so schattigen Film. Italien ist eben doch das Land nicht nur der Liebe, des Essen und der großen Gefühle, sondern auch der Mode, der Farben und dem ganz großen Kino! Wer auch nur einmal in Italien war, weiß, wovon ich spreche!

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Zurzeit läuft in ausgewählten Kinos der Film “Station to Station” von Doug Aitken. Eine einzigartige 62-minütige Reise durch Amerika, in der jede Minute einem Künstler gehört. Für jeden, der Amerika, Musik und Kunst liebt, ist dieser Film ein Genuss, den man mehr als nur einmal sehen möchte.

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Das Frankfurter MMK 2 zeigt zurzeit eine Auswahl der Entwürfe des internationalen Designers Kostas Murkudis. Nachdem er bereits Teile seiner Kollektionen dem Museum für Moderne Kunst übergab, und diese in vergangenen Ausstellungen gezeigt wurden, widmet die zweite Depandance in seinen wunderbaren Räumlichkeiten an der Taunusanlage mitten in Frankfurt dem Designer eine ganze Ausstellung. Bevor es also auf deutschen Laufstegen hochgradige Mode zu sehen gibt, scheint es viel mehr das Museum in Deutschland zu sein, das Vormachtsstellung mit Murkudis hat, Mode zur Kultur zu erheben. Und die Ausstellung wird dem gerecht. Manche Stücke sind durch ihre Aufarbeitung ein Meisterwerk, dem die Augen stundenlang folgen könnten. Ob die Objekte gefühlt werden dürfen, war mir unklar. Doch in mir wuchs die Sehnsucht, sie zu erfühlen. Gerade, wenn die Ausstellung Tuchfühlung heißt, ist die Verführung groß. Aber so versinkt man eben in der Vorstellung beim Anblick von Stoffen wie Bast. Continue reading ›

Ein zweites Gesicht ragt auf dem blassen Teint einer jungen Frau hervor. Aufgemalte Nase, Mund und Augen sind nicht die Faschingsschminke eines Kleinkindes, dazu blickt sie zu ernst der Kamera entgegen. Sie scheint rauchend das Make Up überzeugt als Teil ihrer Selbst zu tragen. Das Bild ist aus der Serie „Doublefaced“ des Künstlers Sebastien Bieniek.

Das Motiv ist so faszinierend, dass es im Internet weltweit geteilt wurde. Tauchte es erst in einem Video von Pharrell Williams auf, wurde der Künstler erst kürzlich vom aufstrebenden Jungdesigner Jacquemus für Haare & Make Up zur Paris Fashion Week beauftragt. Im Kunstverein Familie Montez in Frankfurt habe ich den Künstler getroffen, und mit ihm über Urheberrechte, Inspiration im Internet und sein Doublefaced Girl zu sprechen. Continue reading ›

Vergangenen Samstag fand die Schirn at Night zur Ausstellung “Poesie der Gossstadt, die Affichisten” in der Frankfurter Schirn Kunsthalle statt. Gilt die Abendveranstaltung mit Clubatmosphäre bereits zu den Frankfurter Institutionen, so war die Schlange vor der Abendkasse vermutlich so lang wie noch nie, Grund dafür: Der Auftritt der Großstadtpoeten Celo & Abdi.

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Das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt gewährt in der Ausstellung “The Weather Diaries” der dritten Nordic Fashion Biennale Einblicke in die die Kultur des hohen Norderns anhand ausgewählter Designer bis zum 21. September 2014.

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An manchen Tagen, wenn wir das Kind in uns nähren, sehen wir unsere Kleider bemalt mit unseren Wünschen und Träumen wie wir es wagten, als man uns den Stift und das weiße Blatt wie ein großes Geschenk vorbereitete. Als wartete man darauf, die Welt aus den Augen eines Künstlers zu sehen. Und doch, jedes der Bilder, die wir als Kinder malten ohne Angst verurteilt zu werden für das, was wir sind und denken, für das, was wir fühlen und sehen, wurde von ihnen empfangen wie ein großes Meisterwerk.

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Als Frau von John Lennon wurde sie gehasst, als Avantgarde-Künstlerin und Ikone gefeiert und geehrt. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet Yoko Ono zum 80.Geburtstag die Retrospektive “Half-a-wind Show”, welche vom 15.Februar bis 12.Mai laufen wird.

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Wer ihr bereits mit dem Video “Cut Piece” begegnet ist, indem sie sich bei der Partizipations-Performance Stück für Stück von Besuchern die Kleidung vom Leib zerschneiden lässt, wird im Museum mit einem Euvre bestehend aus nahezu 200 Objekten konfrontiert, das einen Blick auf eine der vielseitigsten Künstlerinnen unserer Zeit werfen lässt. 1933 als Tochter eines Pianisten und Enkelin eines wohlhabenden Bankiers in Tokyo geboren, wuchs sie zwischen Japan und Amerika auf. Sie besuchte die Jiyu-Gakuen-Musikschule,wo sie das Klavierspielgen und Komposition lernte. Sie war die erste Frau, die an der Gakushūin-Universität als Philosophie-Studentin zugelassen wurde, führte das Studium jedoch in New York fort, wo sie auch Musik am Sarah Lawrence College neben klassischen deutschen Liedgesang studierte.

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Die Bilder wurden von Claudio Knoepfel und Stefan Indlekofer für die (deutsche) Vogue Juli- Ausgabe vom Jahre 2008 gemacht. Starring unknown. Der Text ist von mir.

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Hiermit darf ich das erste von mir beschriebene Fashioneditorial vorstellen. In der Hauptrolle ist Natalie Portman zu sehen für das Parfum Miss Dior aus dem Jahr 2012.

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