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Während der Krise sind so Einige auf App’s unterwegs, um die Liebe, die Nacht, oder die Verarsche des Lebens zu finden. “Date someone, who looks at you like Justin Bieber looks at Hailey Baldwin”, finde ich.

© Glen Luchford

Denn, wenn auch Justin Bieber vor einigen Jahren hier auf diesem Blog in der Kampagne an der Seite von Lara Stone weniger gut wegkam, so zeigt sich doch, dass er das ideale Interesse an der neuen Protagonistin der Werbekampagne zu haben scheint. Nicht irgendeiner Frau, sondern Ehefrau und Model Hailey Bieber. Im vergangenen Jahr wurde das Paar in selbigem Szenario für die amerikanische Lifestyle -und Underwearbrand fotographiert. #couplegoals in Sachen Love & Dating.

In der erst gestern gezeigten Video-Botschaft im Namen einer gemeinnützigen Aktion seitens der Künstler und Stars sagte (s)ein Blick mehr als tausend Worte. Während das Paar Freunde und Bekannte zur  #DoYourPartChallenge nominiert, um Essen an Bedürftige zu spenden, kann Justin Bieber nicht die Augen von Hailey Bieber lassen. Die 23-Jährige wird von Megastar Justin Bieber bewundert und vergöttert, während sie spricht. Zu Recht. Denn, wenn Künstlerin Frida Kahlo einmal gesagt haben soll: “Take a lover who looks at you like maybe you are magic“, meinte sie vermutlich genau das.

Es soll Männer geben, die Frauen wie eine Barbiepuppe behandeln. Sie spielen mit ihr. Sie ziehen sie aus, sie ziehen sie an, sie sagen ihnen “Halt den Mund!” oder “Mach mir was zu essen”. Sie sagen “Schatz, lass uns etwas essen gehen”, oder etwa: “Lust auf eine Spritztour, in meinem brandneuen Coupé-Cabriolet.” 

Sie nicken, die Barbies, ziehen sich schnell etwas drüber, springen in den Wagen und warten in High Heels darauf, an den Tisch geführt zu werden. Sie lächeln und sehen dabei zauberhaft schön aus. Sie sind jederzeit startbereit, doch nur, wenn Ken danach ist und sie dazu auffordert.

Wenn ihnen, den Kens, etwas nicht passt, oder sie gar schlechte Laune schieben, werfen sie Barbie auch gerne einmal in die Ecke. Geht ja. Aber ja verfügbar müssen sie sein, und das zu jeder Zeit. Ihre Schwäche für Ken aber ist, dass er jederzeit nimmt. Kens Schwäche, dass er gerne nimmt. Und wenn, sie nicht gestorben sind, so leben sie heute in Ehe. Ende der Geschichte

Das Schöne an Menschen, die man mag, ist ja, dass sie meist die gleichen Hobbys, wenn nicht Vorlieben haben. Bei Claudia Herwig, Autorin und stellvertretende Ressortleiterin von freundin Online, wird daraus dann aber sogar ein ganzer Blog. Auf Pancakes & Karma teilt sie ihre Rezepte und Kreationen. Eine Schwäche, die sie neben der Arbeit zum Schreiben mit ihrer kreativen Ader auslebt.

Matcha Tea, Pancakes mit Kokos bis hin zu veganem Herzhaft-Süßem ist alles, was das moderne Café-Liebhaber-Herz mit Schwäche für Leckereien begehrt, zu finden. Und wer zu faul ist, das Café aufzusuchen, der beginnt eben, Kochlöffel selbst zu schwingen, den Liebsten zu verwöhnen, oder eben sich selbst einfach zu gönnen und zu sündigen. Und wer ohnehin schon gerne backt, der findet hier Neues, um sich einmal wieder auszutoben. Die selbst erstellten Rezeptanweisungen inklusiver dazugehöriger Bilder der hübschen Frankfurterin in München findet ihr hier.

Bilder: Claudia Herwig

Vor wenigen Wochen habe ich einen jungen Mann kennengelernt, der etwa in meinem Alter ist. In seinen Anfang 30-ern also. Er saß im Café zu meiner Rechten. Seine Freundin, eine junge hübsche, Blondine, war gerade einmal etwa 19 Jahre alt. Sie sprach von ihrem Abitur.

Im Biologie-Unterricht hatten wir damals gelernt, dass Frauen von ihrer Reife dem männlichen Geschlecht immer zwei Jahre voraus sind. Das hieße, sie wäre in etwa 21. Mental.

“Alter ist nur eine Zahl”, heißt es. Das ist richtig. Ich bin zwar kein Entwicklungsforscher in Sachen Kinderpsychologie, oder Erwachsenen – oder gar Jugendpsychologie und Gehirnforschung, aber, da ich auch einmal 19 war, kann ich sagen, und von mir selbst behaupten, dass damals ein 31-Jähriger mich immens prägen würde. Nicht aber als Freund, sondern als alles Andere, nur nicht als Freund.

Als ich in etwa ihrem Alter heute war, vor zehn Jahren also, wurden Jungs und Männer, die sich auf das weibliche Geschlecht ihres Alters nicht einlassen können, veraltetermaßen “emotional verkrüppelt” genannt. Kein fairer und gleichberechtigter Ausdruck in Hinblick auf Menschen mit geistiger oder körperlicher und seelischer Behinderung. Wenn aber von “emotional verkrüppelten” Menschen –  und hier waren insbesondere Männer gemeint, die Rede war, so  meinte man damit, dass jene Männer nicht in der Lage sind, ihre Gefühle mitzuteilen, weiter zu entfalten oder gar auf andere Menschen eingehen zu können.

Das dürfte auch erklären, warum gar die sogenannte marginalisierte Männlichkeit, wie wir sie überwiegend bei Künstlern oder heute auch Rappern erkennen und schätzen – so frauenfeindlich und gewalttätig einige unter ihnen auch sein mögen (Farid Bang, Kollegah, einige Mitglieder der 187 Straßenbande, oder Bausa – um nur einige unter ihnen genannt zu haben) – als Gegenentwurf zu einer “hegemonialen Männlichkeit” (nach Connell) präsent ist. Während Rapper nämlich, oder gar Soulsinger und andere Musiker jeglicher Art, häufig die Art haben, ihre Gefühle mitzuteilen, sind besonders auch in Deutschland viele Männer noch immer in ihrer Männlichkeit dabei, den “Harten” abzugeben.

Das führt dann zu dem, was wir Sexismus nennen. Who knows? Vielleicht haben sie eine Mutter, die nicht das beste Frauenbild präsentierte, oder einen Vater, der die Mutter nicht zu respektieren verstand, oder einen Kumpel, der ihnen einredet, wie sie sich Frauen gegenüber zu verhalten hätten, oder sind in einer Kultur aufgewachsen, die ihnen erklärt, Frauen schlechter behandeln zu müssen.

Was die junge Frauen betrifft, – und da ist auch noch viel Unsicherheit mit im Spiel, auch in der Erklärung selbst- die mit 19 Jahren einen überaus älteren Mann datet, kann nicht viel gesagt werden. Außer, dass sie vermutlich nicht weiß, womit sie es da überhaupt zu tun hat. Nämlich, emotional eingeschränkter Männlichkeit.

Viele sind in Beziehungen, die sie aufhalten, statt sich auf das Leben einlassen zu können. Warum? Viele suchen natürlich den Schutz und die Geborgenheit, als Frau aber auch als Mann gleichermaßen. Es ist aber wichtig, sich zu distanzieren oder ein Stück weit unabhängig zu machen in seinen Beziehungen, wenn es um die Liebe selbst geht. Gemeinsame Gesprächsthemen, Aktivitäten oder auch Interessen kann es geben, allerdings reicht dies auf Dauer nicht aus. Gleichzeitig, und diese Hoffnung haben auch jene, die in unglücklichen Beziehungen sind, kann eine Beziehung nicht helfen, wenn es darum geht, sich selbst zu erfüllen. Eine Beziehung ist erstmal auch nur eine Beziehung, ob mit oder ohne Liebe, die sich so definiert, dass ein Teil des Lebens, wenn nicht der ganze Fokus eine einzige Person bei Monogamie umfasst. Seinem Beruf, der Erfüllung schlechthin, kann natürlich nachgegangen werden, aber wie erfolgreich? Eine Beziehung ist kein Garant für Erfolg im Beruf. Etliche Menschen nutzen andere mit einer Beziehung aus, um ihre Ziele zu erreichen.  Jobangebote werden über den Mann einfacher erreicht, Männer wiederum suchen häufigst bei Frauen oder eben in homosexueller Beziehung bei Männern Geborgenheit und Rückzug, wenn nicht gar Bestätigung, ohne ein intensives Interesse, Gefühl geschweige denn der Innigkeit, die jede Beziehung sinnlichst benötigt. Natürlich bringt Liebe einen aus dem Leben, aber genau dafür ist sie da. Liebe ist dafür da, um aus dem harten Leben rauszuholen. Das schafft sie aber nicht, wenn sie nicht echt ist. Die unechte Liebe, und die ist in vielen Liebesbeziehungen da, ist mehr Spannung, Gewohnheit und Langeweile, die hin und hergeworfen ist, aber nicht gleichmäßig da ist, besänftigt, aber keineswegs das Herz erfüllt. In Deutschland mag der Beruf, intellektuell zwar häufigst erfüllend und beanspruchend sein, aber in Hinblick auf Beziehung wird gerne auf echte Gefühle verzichtet. Partner werden zu Schmuckstücken, Therapeuten oder Versorgern. Liebe ist aber für den Einlass da, das Einlassen auf einen anderen Menschen. Im Idealfall. Und was passiert im Idealfall, wenn keine Liebe da ist und keine Liebe? Die eine Liebe, die falsche, wird gebrochen, um sich für die echte Liebe zu öffnen. Und sollte Liebe ohnehin nicht vorhanden sein, ist die Versöhnung wichtig. Denn Menschen, die nicht lieben können, sind häufigst nicht mit sich im Einklang, genau diesen braucht es aber, da die Liebe zwischen zwei Menschen ebenso zwitschern will wie die eigene Laune. Liebe ist kein Fluchtweg oder Rettungsplan, aber die Liebe, sie verdient sich auch nur der, der sie sein lässt, was sie ist. Liebe.

Es gibt ein Alter, indem Jungs denken, ihnen gehöre die Welt. Das muss so Anfang 20 sein. Da ist ihr Ego besonders groß. Meist, weil eine gewisse Reife fehlt, und die Vernunft darüber, wie die Dinge im Leben wirklich laufen. Wenn es also um das Thema Frauen geht, gibt es in diesem Alter kein Aufhalten. Sie denken, sie könnten sich eine Frau einfach krallen. Ob auf der Berufschule, der Uni, auf der Arbeit, per App oder in der Bar. Frauen genießen es natürlich überwiegend, wenn sie bewundert und begehrt werden. Aber es ist eben doch so, dass das Interesse der jungen Männer begrenzt ist, wenn sie auf etwas reifere Frauen stehen. Ein Fallbeispiel.

Er braungebrannt, wenn auch nur Solariumbräune, durchtrainiert, single, jung, lernt sie kennen, als er in seinen bittersten (eigentlich besten) Jahren ist; nachdem er von der Liebe, seiner großen Liebe enttäuscht, gekorbt und bös links liegen gelassen wurde. Diese Frau also, mit der er jetzt zusammen ist, fand ihn natürlich wie auch sonst jede: äußerst attraktiv. Er hingegen wollte sich und seinen Freunden was beweisen, seine sexuelle Reife und Überlegenheit unter Beweis stellen und erproben, zeigen wie männlich(er) er war. Sie hingegen wollte ihrem Ex-Lover inklusive Mädels beweisen, dass sie den begehrten hübschen Toyboy, oder sagen wir fairerweise: Sohn, zustehend abbekommt. Denn sie war mehr als zu zahlen bereit, nämlich seine Wäschemachen, ihn chauffieren und sich um Angelegenheiten wie seine Steuererklärung zu kümmern. Also sagte sie nicht nein, als er ihr den Hof machte. Und er wies sie auch nicht ab, als sie an seine Jugendliche Dummheit anknüpfte. Die gewisse Härte aber, die dieser Junge auszustrahlen versuchte, hat er bis heute nicht. Er ist schwach, und ein kleiner Macho, der sich selbst überschätzt, aber so ziemlich so verhält, wie wir es in der Alltagssprache unter “südländisch” kennen: er wohnte bei Mama. Nur war die eben die Freundin. Nicht aber, weil sie etwas älter war, sondern bereit, ihm jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, während er weiterhin nach der Liebe des Lebens intuitiv Ausschau hielt, für den Fall, dass er noch zu einem Mann heranwächst. Auch, wenn sie für ihn wie Butter für die Seele ist und er der Meinung ist, sie haben einen sehr guten Charakter, so ist er noch immer gefesselt in seinem Leben.

Seine Beziehung macht sein Leben nicht besser oder schlechter, es ist nur ein Resultat seiner Entscheidungen, die er als junger, naiver Boy machte. Seine Freundin umsorgt sich weiterhin, besonders, wenn er abends unterwegs ist. Bis er sich hat eines Tages dazu aufraffen können, ein eigenes Leben aufzubauen, selbstständig zu werden und die Frau seines Lebensweges zu treffen, wird es vielleicht lange dauern, was aber noch andauernd, ist die Tatsache, dass das alles, nur keine Liebe ist.

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Berlin, warum möchte hier keiner Blumenmädchen sein?

Und doch, die romantische Vorstellung, als einsame, schöne Frau in einer Bar angesprochen zu werden, bleibt nicht nur ein Traum, sondern eine von Hollywood hinterlassene Utopie. Nordische natürliche Frauen wie sie vermehrt in der “Neuen Odessa Bar” oder “August II” in Mitte erscheinen, bleiben im Schatten der großen Blumensträuße, die neuerdings zur Dekoration von szenigen Designerbars dienen. Sie scheinen die einstigen schönen, klassischen Frauen zu ersetzen.

Rosen in weichen, poetischen Nuancen wie Rosé, leidenschaftlich in Rot sind in Bars wie diesen die einzige schöne Natur, die zu sehen ist. Verirrten sich einst Männer in Bars, um schöne Frauen in Bars zu sehen und ihre Schönheit einzuatmen, ist es heute der Duft der Blumen, der anziehend ist. Mit dem Abbau der Geschlechtergrenzen stirbt auch die Leidenschaft. Denn Posie und Leidenschaft scheint in Räumen wie diesen wie eine Erfindung, der der Mensch hinterjagt ohne einsehen zu wollen, dass sie nicht existiert. Keine tanzenden Körper, lächelnden Gesichter, warme Worte. Das Begeheren des anderen Geschlechts stirbt. Beschäftigt und gefesselt im Körper, wird das Geschlecht in Frage gestellt.

Es herrschen andere Ideale. Die Vorstellung von der schönen Frau und dem philosophischen Herrn, der vom Antlitz der Frau, der Verkörperung der architektonischen Harmonie verführt wird, in ihr das Gute und Freie zugleich sucht, scheinen nicht zu existieren. Die Frau ist emanzipiert, verzichtet auf blumige Farben im Gesicht, geschnörkelte Wimpern. Kantige, gerade Kleidung, die Distanz und Durchsetzungsvermögen vermittelt, zieren die Körper der Frauen in Locations wie diesen. Erhaben, den äußerlichen Merkmalen von der Gesellschaft gesetzt und zugeordnet, dem möchte sich keiner unterziehen. Der jugendlichen Frische möchte keiner beraubt werden. Die Frau möchte sich vom Druck, schön auszusehen entfernen und befreien, zum Denker möchte sie werden, als zum Objekt des denkenden Voyeurs. Welche Frau möchte schon verwelken, nachdem sie ihrer Schönheit beraubt wurde?

Die Sehnsucht nach Natur und der Klassik in modernen, urbanen Orten wie Berlin ist groß. Die Schönheit der Frau ist ein Monument der Klassik, sie wird man nicht aus der Welt schaffen können.