Menu
menu

Vor einigen Wochen stellte das Zeitmagazin der Hamburger Lokalzeitung Die Zeit mit der hohen Auflage von knapp 500.000 Exemplaren ein deutschlandweites Editorial zu Sängerin und Popstar Dua Lipa vor. Die 24-Jährige mit kosovo-albanischen Vorfahren wurde dabei nicht nur interviewt, von zwei Männern, sondern auch grenzwertig offenherzig dargestellt. Nicht das erste Mal, dass eine Frau zum Sexobjekt der männlichen Phantasie der Chefredaktion wird. Was mit einer Wana Limar begann über Topmodel Anna Ewers weiter geführt wurde und schlussendlich mit der Fetischisierung des schwarzen Körper seinen Höhepunkt hatte, zeigt auf, dass in Deutschland noch immer männliche Redakteure es nicht schaffen, Frauen frei von einem sexuell verfügbaren Kontext abgelichtet zu sehen. Denn hier, so sehr die sexuelle Freiheit der Frau auch gegensätzlich zum Islam angepriesen wird oder gar als solche verstanden buchstäblich fatal besteht, so ist doch klar, daß die deutsche Frau sich nicht schonen kann vor der sexuellen Objektivierung des männlichen Auges, das immer wieder dazu führt, dass Frauen als Sexobjekt legitimiert und dem öffentlichen Auge vorgeführt werden. Zwar verkauft sich das Zeitmagazin als ein Kunst- und Kulturmagazin, das eine Künstlerin darstellt, die ohnehin für jene neue Körperlichkeit auf Instagram über Frauen wie Bella Hadid einstehen mag, und dennoch, und das ist das eigentliche Problem, verstreut das Magazin jene Bilder unter dem Aspekt des Feminismus, indem es die Frau erneut auf ihr Äußeres reduziert, davon profitiert und sie zum Lustobjekt männlicher Redakteure macht.

Ich war noch nie in Amsterdam! Und wie das ja ist mit dem “Sag niemals nie”, bei einem Niemals wird es nicht bleiben. Und dann sollte es das The Exchange Hotel zur Bleibe werden. Denn das Hotel, das wohl mitten in Amsterdam gelegen ist, sieht einfach nach einem Fashion-Week-Erlebnis aus. Also, jeder, der Mode liebt, ist dort sicherlich am Besten untergebracht. Ein haus-eigenes Café gibt es im The Exchange auch noch, perfekt für die kühnsten Regenbogenträume. Hier bekommt ihr mehr Einblicke in das Hotel sowie die Buchungsoptionen. Continue reading ›

Nike hat einen Ganzkörperanzug rausgebracht. Das nette Ding gibt es für 540 Euro zu haben. Seriously? Zum Vergleich: einen ähnlichen Burkini gibt es von türkischen Marken, die eine etwas altbackenere, aber ebenso modische Variante für 16,90 Euro anbieten. Da auch Nike sich vornehmlich nicht sehr für faire Arbeitsbedigungen einsetzt oder zumindest in der Presse eine bescheidene Figur abgibt, fragt sich, warum so viel ausgeben, wenn es ein ähnliches Teil auch für etwa ein Dreißigstel gibt. Continue reading ›

Als Candice Swanepoel vergangenen Dienstag in einem schwarz-weißen Kleid mit Herzausschnitt ihren Auftritt auf der Fashion Week Berlin hinlegte, muss man nicht schlecht gestaunt haben. Die südafrikanische Schönheit, die zur Unterstützung von Designern ihres Ursprungsland kam, erschien zum Auftakt von Kopf bis Fuß gestylt in einem eleganten Aufzug. Das Label hinter der sportlichen Robe: Paris Georgia aus Neuseeland. Die junge Marke eines starken Designerduos, dass die Weiblichkeit so nimmt, wie es ihnen gefällt, ist zurzeit der Liebling unter den Models und Stilvorreiterinnen auf Instagram. Von Kendall Jenner über Lily Alridge bis hin zu Olivia Culpo weiß sich jede Schöne mit Paris Georgia in Schale zu werfen und zu glänzen. Mehr davon!

Die Sportmarke Columbia hat eine neue Kollektion rausgebracht. Zum Auftakt des Jahres gibt es Klassiker neu interpretiert für das neue Jahrzehnt. Mit der 2020 Collection unter der Idee Recut & Remastered sind drei Jacken von insgesamten 9 Teilen entstanden, die uns an die sportlich-stylischsten Zeiten der 80-er und 90er erinnern. Regenjacke, Anorak und Fleejacke in orange, lila, und grün-blauen Farben. Die Kurzvideos lassen einblicken in den Prozess und stellen nacheinander mit fünf ihrer Art die neuen Jacken ihre neuen Icons vor. Kann man sich definitiv reinziehen. Wer übrigens neugierig ist, wer die coole, ältere Oma auf einem der Bilder zur Stilinspiration ist: das dürfte die Tochter des Unternehmens, nämlich Gertrude „Gert“ Boyle (1924-2019), sein. Continue reading ›

Das Gute am FAZ Magazin ist ja, dass es selbst online ersichtlich ist. Alfons Kaiser, Dr. Alfons Kaiser wohlgemerkt, hat das etwas, das es braucht, ein Magazin zu führen. Mag er auch für die aktuelle Ausgabe kürzer getreten zu sein, mit einer Reportage um eine neue Ausstellung und Stiftung zum verstorbenen, aber noch immer legendären Azzedine Alaïa (dem so beliebten Modemeister, der nicht nur eine Modeliebhaberin wie Kim Kardashian bezirzen konnte, sondern auch Modelikone und Göttin Doutzen Kroes privat einkleiden) seit eh und je in seinem Element.

Ausserdem im Heft: eine kolumnenartige Sprache der Jennifer Wiebking, stets auf der Höhe der neuesten Trends und Gesprächsgepflogenheiten, soziologisch alltagstauglich gut. Soziologie, das ist nicht nur die insgeheime Leidenschaft der Beauty und Mode-Journalistin, die in London ihren Abschluss in eben jenem letzteren Fach machte, sondern eben ihr Talent für die Mode, die ja doch in ihrer oberflächigen Tiefe häufigst zu kurz kommt. Aber da das FAZ Magazin nicht nur optisch wie auch inhaltlich stehts zu glänzen weiss, sind selbst die Werbeblätter, die doch immer der Vogue gehörten, wunderschön lesbar. Continue reading ›

Green Shirts so heißt das Label des Gründers und CEOs Niklas Astor. Der junge hippiesque Astor, der sein Label bereits schon 2012 nach seinem Abitur in vollem Tatendrang gründete, gehört zu jenen ersten, die die Modewelt haben revolutionieren wollen. Aber nicht mit Aufstand, oder Empörung, sondern einer einfachen Kollektion. Angeboten werden von Green Shirts eben – wie der Name auch schon verrät – grüne Shirts, mit denen man sich nun endlich als Modeliebhaber des klassisch simplen Geschmacks reinwaschen kann ohne sich schuldig fühlen zu müssen. Die social eco wear, wie vom Label selbst ernannt, setzt sich zusammen aus Fair Trade Stoffen biologischen Anbaus, das die Vision erfüllt, Arbeiter fair zu bezahlen. Nicht nur gerechter Löhne in Entwicklungsländern wegen produziert, sondern mit einer Zusammensetzung 100%-iger Bio Baumwolle, auch der Umwelt und Nachhaltigkeit zuliebe. So weit, so schön und positiv. Die neue Kollektion bietet eine Riege farbiger Shirts, Kapuzenpullis und nachhaltige Basics. Bestandteil ist auch Hanf, doch wer jetzt an die Öko-Mode aus den 90-ern und 00-er Jahren seiner Mutter oder Deutschlehrerin denkt, der ist hier Fehl am Platz. Denn was Astor und sein Team wollen, ist das nachhaltige Mode auch cool kann. und das zeigen nicht nur Shirts und Schnitte, sondern auch die Models. Und ob Yeezy, Zara oder jegliches It-Label aus L.A. die derzeit angesagten Hoodies im Angebot hat, Green Shirts kann mehr.

Bilder: https://www.green-shirts.com

Bauchtasche hier, Bauchtasche da, Bauchtasche überall! Sie ist wahrhaftig ein heldenhafter Allrounder. Und obwohl die Bauchtasche doch so feminin ist, und der Allrounder doch so maskulin, so ist er doch, wenn wir hier nicht nur von Artikeln sprechen, beides. Und so wird sie auch von beiden Geschlechtern getragen. So viel zum Thema aktueller Geschlechterdebatte.
Das kleine Täschen aus Leder, Plastik oder Polyester ist eben vielseitig einsetzbar. Es ist eine Art Aktenkoffer für Menschen, die Wichtigeres im Leben zu tun haben als ihre Zeit zu verschwenden. Es ist eine Geheimwaffe, nicht gegen jemanden , sondern etwas, nämlich alle Dinge im Leben, die uns Probleme bereiten, als hätten wir nicht schon reichlich genug davon. Diese Bauchtasche gehört zu den einigen wenigen Sachen, die dann doch verschiedene Menschen sozialer Klasse vereinen. Tja..

Bauchtasche von Louis Vuitton wie sie von den meisten Jugendlichen getragen wird

Ob Hiphop-Fan, Modebloggerin oder der gute alte Daddy, wovon letztere ja doch gemeinsam mit ihren Frauen in den 90ern diesen Trend so stark geprägt, wenn nicht miterfunden haben. Aber auch heute brauchen wir diese Leichtigkeit, denn als praktischer und handlicher Allrounder, der für alles zu haben ist, erleichtert er uns gemächlich das Leben.

MATT & NAT, das ist ein Unternehmen aus dem wunderschönen Montreal, das versucht, mit ihrer eigenen Kreation die Welt ein wenig zu – wie soll es auch anders sein – verschönern. Das kanadische Unternehmen lebt nach dem Motto “lebe schön”, und so verwundert es nicht, dass das Modeunternehmen auch vegan und umweltfreundlich für ihre Produkte einsteht. Material und Natur, das sind die Komponenten, die jene Marke ausmachen.

Nicht mehr nur Taschen wird es fortan geben, sondern nun auch endlich eine Auswahl an Jacken, die getreu dem Motto schön leben auch nachhaltig sein wird. Die sehr urban, modische Kollektion wird vegane Wollmäntel enthalten, Daunenjacken und Lederjacken entsprechen den neuen Standards; 100 Prozent recyceltes Polyster.

Ich verstehe deutsche Medien nicht. Ganz klar. Ich arbeite für sie und mit ihnen, aber es gibt hin und wieder Dinge, die ich nicht gut finde, nicht gut finden kann. Denn oft fügen sich Rassismen in Bilder; und in dem Fall sind das dann Modebilder. Was das Zeitmagazin falsch macht, ist auch der Vogue passiert. Eine blonde, blauäugige Frau wie sie für den Inbegriff der deutschen Frau steht, wurde erneut auf’s Cover genommen. Dass es sich dabei um den größten Schlagerstar Deutschlands, wenn nicht der erfolgreichsten der Welt handelt, ist gegenstandslos. Klar, die Vogue versucht da eine neue Richtung zu gehen: von wegen deutscher Nationalstolz und so, Peter Lindbergh als Fotograph am Start, das neue Deutschland, das auch etwas in Kunst und Kultur hervorbringt, gesellschaftliche Relevanz hat oder doch nur für bessere Verkaufszahlen sorgt? Ich weiß es nicht. Aber fest steht, dass immer wieder Frauen dieser Wirkung und des Aussehens abgebildet und dargestellt werden. Gibt es eine Alternative zu Helene Fischer, in Deutschland? Muss sie denn Türkin sein, oder Schwarze? Nein, natürlich nicht, denn erstens ist das bemitleidender positiver Rassismus, zweitens ist das einfache Profilierung von wegen “wir sind ja so weltoffen” und drittens ist es falsch und eine Art Anschuldigung. Man muss nicht eine Türkin nehmen, weil man eine Deutsche hat. Noch weniger aber muss man eine Schwarze nehmen, weil sie schwarz ist, oder man sich damit als international zeigen möchte. Das passiert oft. Auf den Covern deutscher Magazine wie auch der Modewelt. Aber Schönheit und Offenheit sind keine Fragen der Hautfarben. Was mich an Helene Fischer an dem Cover der deutschen Vogue stört, ist die Tatsache, dass sie da einfach nichts verloren hat. Sie ist weder Beauty, noch ist sie Sportlerin, die mit ihrem Körper im Vordergrund steht, geschweige denn Tänzerin. Sie ist auch nicht der Inbegriff Deutschlands, unter dem das Ganze verkauft wird, noch ist sie musikalisch in irgendeiner Form interessant oder zeig- und feierbar. Continue reading ›

Continue reading ›

Zur Verleihung des Masterzertifikats meiner Schwester habe ich mir einfach einen Secondhand-Mantel übergezogen. Er ist im 90s-Look, groß und lang, man fühlt sich in ihm gut aufgehoben. Er hat eine schützende Funktion, vor allem in Großstädten braucht man sie. Mein Make Up ist dezent, etwas Foundation von Armani Silk, den klassischen Eyeliner ober und unterhalb der Augen, die Wimpern getuscht mit L’oreal Vulimnous in Kombination mit “get BIG Lashes” von Essence. Meine Haare tragen noch einen Hauch von Aubergine-farbener Tönung.

Ich brauche nicht lange, um mich vorzubereiten. Weder nehme ich mir die Zeit, noch habe ich sie. So kommt dieser Look zustande. Auf der Haut trage ich wenig, aber guten Stoff, den ich gemeinsam mit meiner Mutter letztes Jahr in Bonn gefunden haben. Er ist von Valentino. Der ungemachte Saum ist eine bewusste Entscheidung, in seiner Form wird der pastellfarbene Stoff dadurch viel mehr zur zweiten Haut. Mit einem Bustier-Oberteil können besonders die Schultern betont werden. Die Veranstaltung fand in einem großen Auditorium im Barbican Centre London statt, in dem man selbstverständlich die Jacke ablegen darf. Das Rückenende des Oberteils verläuft in die Länge. Continue reading ›

Bekannt ist die französische Filmdiva Brigitte Bardot nicht nur für ihren Schmollmund, ihre verrauchten Augen und ihren Sexappeal, sie gilt auch als Stilikone. Abgelichtet wurde sie vor fast 40 Jahren in Hüten, wie sie heute nicht mehr getragen werden. Mit Grazie und Stilgefühl trug sie zu Zeiten der 68er auch die Ballonmütze. Genauso diese ist jetzt zurück.

Wird sie im Englischen “Newspaper Boy hat” oder “Baker Boy hat” genannt, hat sie ihren Ursprung nicht in der 68er Bewegung, sondern sie tauchte zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf. Wie der Name verrät, trug der junge Zeitungsverkäufer oder Bäckersjunge den Hut. Gehörte sie zu jenen Zeiten noch der Uniform der unteren Schicht an, stieg die Mütze ab Mitte des 20. Jahrhunderts modisch auf. Continue reading ›

IMG_6834_

Braunes Haar wirke streng meinte meine Freundin Ayla, Hairstylistin des Salons HaarWerk in Frankfurt. So attraktiv eine braune Mähne auch scheinen mag, es heisst “Blondes have more fun”. Man werde als Blondine nicht ernst genommen? Da bin ich mir nicht so sicher. Neue Studien belegen, dass führende Frauen öfter blondes Haar als dunkles tragen. Und auch Dior Kreativ-Chefin Maria Grazia Chiuri trägt blondiertes Haar. Man denke nicht nur an eine der mächtigsten Frauen der Mode, sondern der Welt: Angela Merkel. Mit blonden Highlights regiert die sonst so vernünftige Bundeskanzlerin freundlich das Land.

Continue reading ›

Unter dem Motto “Private Garden” ludt Marc Cain vergangenen Montag in das E-Werk nach Berlin ein. Bekannt für den zahlreichen Prominenten-Auflauf waren unter den Gästen neben den Germanys Next Topmodels Lena Gercke und Stefanie Giesinger auch Elena Carriére. Letztere machte sich vor einigen Wochen mit einem Posting in Zusammenarbeit mit der Menschenrechtsorganisation “Terre des femmes” bemerkbar, wobei sie mit lila-beflecktem Gesicht auf häusliche Gewalt hinwies. Zur Show von Marc Cain kam das Model in einem Nadelstreifenanzug. Ebenfalls in einem Zweiteiler erschien Schauspielerin Emilia Schüle. Ganz in rot, mit leicht pinkem Akzentstreifen zog die Schauspielerin mit den rehhaften Kulleraugen die Blicke aller Fotographen auf sich.

IMG_3303

Die wunderschöne Emilia Schüle in Marc Cain

Ihr neuester Film heisst “High Society” und wird ab dem 14.September in den deutschen Kinos laufen: Was Schauspielerin Emilia Schüles Kleidungsstil betrifft, konnte sie auf dem roten Teppich bereits in der Vergangenheit in Kleidern von beispielsweise Dior bestechen. In einem Editorial für die deutsche Elle bewies sie ihre Skills als Model, noch etwas unsicher, aber auf dem besten Wege ihre schauspielerischen Qualitäten umzuwandeln. Zur Show von Marc Cain sah sie entzückend stylisch und klassisch zugleich aus.

IMG_3299_2
Continue reading ›

Zur Marc Cain Show trug ich einen von meiner Mutter genähten Zweiteiler.
blogIMG_3230

In einem T-Shirt mit der Aufschrift “We should all be feminists” ziert Jennifer Lawrence eine der aktuellen Ausgaben der deutschen Harper`s Bazaar. Das schlichte Shirt mit der kräftigen Aussage entstand unter der Führung Maria Grazia Chiuri im Hause Christian Dior, und bewegt sich damit ganz nach der Stärke des heutigen Feminismus.

defile-pret-a-porter-printemps-ete-2017_width_1284-900x507

Der Creative Director ist eine Frau

War die Position zuvor von Raf Simons besetzt, so stand Christian Dior bis vor kurzem noch für Eleganz, Sex-Appeal, und jugendlichen Umbruch. Raf Simons, der mittlerweile für Calvin Klein arbeitet, wurde hochgefeiert: als cooler Mann, der die Frau zu bestimmen weiß, ähnlich wie einst Christian Dior selbst. Der Gründer, der heute selbst noch im Geiste der Marke lebt und weiter geehrt und verehrt wird, wurde zu seiner Position zum ersten Mal mit einer Frau ersetzt. Ob er sich im Grabe umdreht ist ungewiss. In jedem Fall ist es ein historischer Wendepunkt. Continue reading ›

b-e1506560711955
baIMG_0761 Continue reading ›

Abbey-Lee-Calvin-Klein-Spring-2016-Campaign
Es ist offiziell. Der neue Chef-Designer Calvin Kleins ist niemand geringeres als Raf Simons. Nach Beeindigung seiner Arbeit für Christian Dior, hatte Simons zunächst entschieden, sich zurückzuziehen, wie die Kollegen von der FAZ berichten. In den letzten Wochen allerdings brodelte die Küche: intern der Modelwelt wurde bereits viel über den Wechsel zu Calvin Klein diskutiert, nun ist es soweit. Kreativer Chef wird Simons nicht nur der Hauptlinie, sondern der gesamten Marke. Darunter fallen neben Calvin Klein Home auch die Jugendlinien Calvin Klein Jeans und Calvin Klein Underwear. Auf große Überraschung könnte damit nicht die erste Ready-to-Wear Kollektion treffen, sondern viel mehr seine Arbeit für das Underwear Label, das in den letzten Monaten wieder populär geworden ist.
Continue reading ›

zelals hochzeit
Continue reading ›

Jedes Jahr bietet der schwedische Massenmodehersteller H&M in Zusammenarbeit mit einem ausgewählten Designer eine High Fashion Kollektion an. Nach geringem Interesse trotz des Fitness-Hypes an der Sport-Kollektion von Alexander Wang im letzten Jahr, verkaufte sich die festliche Abendkleidung des französischen Hauses Balmain diesen November sehr erfolgreich. Besser zu kombinieren und zu tragen ist die ornamentale Abendmode Balmains als jene Sportkleidung Alexander Wangs im Alltag; und viel mehr können sich die Konsumenten mit der von Creative Director Olivier Rousteing geschaffene Balmain-Nation identifizieren. Damit entstand nicht nur in Frankfurt ein Hype, auch in Städten wie Paris oder Istanbul. Wie kann die Kollektion samt dem Hause Balmain so erfolgreich in dieser Zeit sein?

hm-balmain3-pr_9392400-original-lightbox

Schüler fotografieren sich auf der Zeil stolz mit ihrer Beute. Auf dem Selfie wird ihr Gesicht neben dem mit gold bedrucktem Logo auf schwarzem Papier zu sehen sein. Eine andere Schülerin steht vereinzelt vor dem Schaufenster, um mit ihrem Handy die Kollektion abzufotografieren. Eine Tüte hat sie nicht, aber ein Bild von der Kollektion, das sie auf Instagram teilen könnte. Am 5.November zum Verkaufsstart ist bereits gegen Mittag die gesamte Kollektion im Store auf der Frankfurter Zeil ausverkauft. Continue reading ›

Philipp Bree stammt wie der Name bereits verrät von einem der traditionsreichsten und etabliertesten Taschenlabels Deutschlands ab. Mit seiner selbstgegründeten Linie PB0110 übersetzt er seine eigene Vorstellung in nächster Generation und schafft damit eine Verjüngung der Marke „Bree“, die nicht nur der neuen Zeit entspricht, sondern vor allem auch ihm selbst gerecht zu werden scheint.

PB0110_AW2013_artistic_16-800x1200

Minimal, zeitlos und edel – so sehen die Taschen von PB0110 aus. Wenn Philipp Bree persönlich in dem Frankfurter Store The Listener seine Kollektion so sorgfältig platziert, kann man nur erahnen, mit wieviel Hingabe er sein eigenes Label aufgebaut haben muss. Von der Familie hat er die gute Qualität übernommen, hinzugegeben hat er seinen wunderbaren Sinn für Ästhetik. Die Taschen von Philipp Bree sind nicht nur jünger, und urbaner, sondern erfüllen sie die Sehnsucht nach Schönheit.

Nachdem er 10 Jahre lang das von seinem Vater gegründete Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder führte, scheint er sich neu erfunden zu haben. Er war auf der Suche nach etwas Neuem, also ist er den Schritt gegangen. Gegründet 2012 bietet er die Taschen bereits weltweit an. Zarte Pastelltöne, klassches Schwarz und Weiß. Die Umhängetaschen, Shopper und Tote Bags liegen mit feinstem Leder im höheren Segment, und werden nicht umsonst von der High Fashion anerkannt. Im Juli wurde er mit PB0110 bereits zum zweiten Mal zum Vogue Salon geladen, einer Initiative von Christiane Arp zur Förderung deutscher Designer. Continue reading ›

IMG_3011

Das Frankfurter MMK 2 zeigt zurzeit eine Auswahl der Entwürfe des internationalen Designers Kostas Murkudis. Nachdem er bereits Teile seiner Kollektionen dem Museum für Moderne Kunst übergab, und diese in vergangenen Ausstellungen gezeigt wurden, widmet die zweite Depandance in seinen wunderbaren Räumlichkeiten an der Taunusanlage mitten in Frankfurt dem Designer eine ganze Ausstellung. Bevor es also auf deutschen Laufstegen hochgradige Mode zu sehen gibt, scheint es viel mehr das Museum in Deutschland zu sein, das Vormachtsstellung mit Murkudis hat, Mode zur Kultur zu erheben. Und die Ausstellung wird dem gerecht. Manche Stücke sind durch ihre Aufarbeitung ein Meisterwerk, dem die Augen stundenlang folgen könnten. Ob die Objekte gefühlt werden dürfen, war mir unklar. Doch in mir wuchs die Sehnsucht, sie zu erfühlen. Gerade, wenn die Ausstellung Tuchfühlung heißt, ist die Verführung groß. Aber so versinkt man eben in der Vorstellung beim Anblick von Stoffen wie Bast. Continue reading ›

Vogue-UK-Going-Deutsch-Modepilot

 

Die britische Vogue widmet sich in ihrer aktuellen Mai-Ausgabe dem Modeland Deutschland und preist den Aufstieg des “minimalistischen Stils” an. Dabei zeigt keines der Bilder zum Artikel etwas Deutsches. Genau daran stört sich der Blog “Modepilot“. Aber gehört nicht auch alles Nicht-Deutsche in dieses Land?  Continue reading ›

Plus Size

Die französische Nationalversammlung möchte ein Gesetz zum Model-Mass-Index verabschieden, um Unterernährung zu bekämpfen. Die Industrie ist dabei, Plus-Size Models zu etablieren. Doch wie effektiv ist die Bezeichnung “Plus-Size”, wenn es darum geht, verschiedene Körpergrößen und Formen als Schönheitsideal zu akzeptieren?

Continue reading ›

Neben Dolce & Gabbana verkauft kaum eine andere Marke so viel Lebensstil wie Chanel. Für die diesjährige Herbst/Winter Kollektion ließ Karl Lagerfeld die “Brasserie Gabrielle” im Pariser Grand Palais errichten. Genannt nach dem eigentlichen Vornamen der Gründerin Coco Chanel soll die Brasserie als Kulisse der Mode verkörpern, was im Ausland als französischer Lebensstil verstanden wird. Damit wird die französische Kultur aufrecht erhalten und kommerzialisiert. Ähnlich wie Dolce & Gabbana zeigt auch Chanel, dass Marken einen erheblichen Einfluss auf die Bildung und Wahrnehmung von Kultur haben.

 

0070-chanel

Wo wird Chanel getragen? Selbstverständlich in der Brasserie! 

Continue reading ›

5688-2796

Während die Modeelite sich bereits in Paris tummelt, ist mein Blick bei Dolce & Gabbana hängen geblieben. Nicht nur die auf dem Laufsteg präsentierten stolzen Mütter im Rahmen der verkauften (Familien-)Werte haben mich zum Nachdenken angeregt, sondern auch die als Kronen fungierenden Kopfhörer. Das italienische Haus bietet stylische Kopfhörer speziell für Damen angefertigt. In der männlich dominierten Technikwelt sind Produkte, die den Fokus auf Design, Mode und Trends legen, eine Nische. Der Versuch von Dolce & Gabbana ist jedoch enttäuschend. Mit Perlen und Steinchen verziert wirkten sie viel zu überladen, für den Alltag mehr als kitschig. Zu schade eigentlich, denn von einem Label mit so viel Sinn für Spitze und Weiblichkeit könnte man Stilvolleres erwarten. Noch dazu sind sie entstanden in Kooperation mit der amerikanischen Marke Frends, die durchaus schönere Modelle zu bieten hat. Eines dieser Modelle, das mir zugeschickt wurde, ist hier zu sehen. Noch ist die Marke in Deutschland unbekannt, was sich jedoch noch ändern könnte.

Bieten Firmen wie Sennheiser eine gute Hörqualität, so wird das Design meist vernachlässigt. Form follows function, klar, aber, wer es stylisch, modisch oder aufregend mag, wird mit den schwarzen Kissen von Sennheiser nicht glücklich.

Aber wie könnten die perfekten Kopfhörer für Damen aussehen?
Continue reading ›

dolce-and-gabbana-winter-2016-women-fashion-show-runway-01-zoom

Dolce & Gabbana krönte vergangenen Sonntag mit der Kollektion für kommenden Winter die Mutter der Welt. Die mit Blüten verzierten Kleider trugen Liebeshymnen in verschiedensten Sprachen gerichtet an die Mutter. “I love you mama”, schrie das Eröffnungskleid voller Liebe in weißer Unschuld. Auch in italienischer oder französischer Sprache mit “J’aime Mama” wird Mutter die Liebe verkündet. Die Mutterrolle erhält dabei einen neuen Stellenwert in der Mode, die nicht ungern als Spiegel der Gesellschaft Jugendlichkeit zelebriert. Dabei ist die Liebe zur Mutter die vermutlich erste, die jeder Mensch erfahren kann. Dass ein Unternehmen wie Dolce & Gabbana gerade jetzt auf die brilliante Idee kommt, müsste kein Zufall sein: Im Zuge des modernen Feminismus ist die Wertschätzung der Mutterrolle ein wichtiges Zeichen. Der vielleicht schwierigste Job der Welt erhält Anerkennung. Bereits das dritte Model betretet mit kugelrundem Bauch den Laufsteg: Biancia Balti, Gesicht der letzten Kampagne, stolzierte überglücklich als werdene Mutter über den Laufsteg. Hinter sich lässt sie eine Kulisse zurück, die Kinder die Hand der Mutter haltend zeigt. Die Präsentation kann als “Empowerment” bezeichnet werden: so elegant die Damen sind, so stark, selbstbewusst und sicher wirken sie. Von weiblicher Fragilität ist nichts zu spüren. Mag der Stoff noch so floral, rosig oder filigran durchsichtig sein. Auf männliche Begleitung wurde verzichtet. Besonders interessant ist der Aufdruck des Marienbildnisses, das der Kollektion etwas Göttliches verleiht. Doch es ist nicht das erste Mal, dass die Mailänder Firma Dolce & Gabbana den Familiensinn gleich mitverkauft. Continue reading ›

Neulich entdeckte ich im Frankfurter Kaufhof, in dem ich hin und wieder meinen Blick im schönen Erdgeschoss über gut ausgewählte Accessoires und Beauty-Produkte schweifen lasse, eine Marke, die längst aus meinem Fokus geraten war: Wolford. Bekannt waren mir vor allem die Strumpfhosen der hochwertigen Marke mit dem schlichten schwarz-weiß Logo.

Mein Blick jedoch blieb nicht an den Strumpfhosen hängen, die selbst Beyoncé auf der Bühne trägt, sondern an wunderschön klassisch stilvollen Rollkragenpullover – und kleider. Durch den elastischen Polysteranteil war mir beim Betrachten bereits klar, dass diese Teile sehr eng am Körper anliegen müssen. Sie erinnerten mich an den Stil von Kim Kardashian, die mit ihrer neuen Sexiness die Modewelt aufrüttelt. Nach kurzer Recherche fand ich heraus, dass die von Kim Kardashian kombinierten Teile wie sie auf Instagram zu sehen sind genau von dieser Marke sind: Wolford aus dem österreichischen Bregenz. 

image

Kim Kardashian & die weibliche Körperbetonung

Nach dem Size Zero Trend, der lange Jahre auch das Schönheitsideal der Modewelt beherrschte, entwickelt sich zurzeit eine Gegenbewegung: nicht nur die Etablierung der Plus-Size Models steht auf der Agenda, allem voran geht es darum, den Frauenkörper in seiner Vielfältigkeit auch in der Medienwelt gespielt zu sehen. Denn haben weder alle Frauen dünne, lange Beine, noch sind sie alle zusätzlich kurvig wie es die Victoria Secret Models darstellen: jeder weibliche Körper ist individuell, und mittendrin steht Kim Kardashian mit einer Größe von 1,59 cm und einem üppigen Busen und Hintern. Ihre Beine sind kurz, ihre Taille schmal, der Bauch flach. Und dabei tritt sie mit der größten Selbstsicherheit in Paris auf ohne sich darüber Gedanken zu machen, als “billig” oder “zu sexy” wahrgenommen werden zu können. Mag man ihre Person ablehnen oder nicht, ihr Aufreten hat Präsenz. Marken wie Gucci oder Dolce & Gabbana haben es schwierig, ihre traditionell italienische Sexiness populär zu machen, gefragt ist sie derzeit sehr viel mehr von Häusern wie Balmain, die auf das Schönheitsieal der Kim Kardashian aus den USA reagieren.  Continue reading ›

Bis zum 15. Februar ist die Ausstellung “Body Talks – 100 Jahre BH” im Museum für Kommunikation Frankfurt zu sehen.

02_Body_Talks_Felina_1950 Die Ausstellung dreht sich nicht allein um den von der Amerikanerin Mary Phelpf Jacob vor 100 Jahren entworfenen Büstenhalter. Zu sehen sind auch Videos wie die der deutschen Marke Dr. Oetker wie sie das Hausfrauenimage nicht besser hätten glorifzieren können oder Titelbilder mit Supermodels we Kate Moss, die das heutige Schönheitsideal noch heute prägen. Mag die Ausstellungsfläche sehr klein ausfallen – wer sich für die Themen der Weiblichkeit interessiert, könnte und möchte sich darin verlieren – so ist auf kleinstem Raum unglaublich viel über ein Stück Stoff in der westlichen Welt der vergangenen 100 Jahre zu erfahren.  Es lassen sich nicht nur alte traditionelle BHs der Marke Triumpf in den Vitrinen bewundern, sondern besonders schön auch die Chronik zum BH anhand illustrer, modern designter Tafelbilder in Form von Kleiderbügel nachlesen. Demonstriert die Ausstellung das Streben der Frauen nach Attrakvität mit dem Instrument des BHs auf der einen Seite, so sind ihre größten Kritikerinnen, nämlich die Frauen selbst, auf der anderen Seite zu beobachten. So gesellschaftsspiegelnd die Ausstellung auch sein mag, eine Alice Schwarzer- Attiude hat sie nicht: Kuratorin Julia Bastian hat mit ihrem Team eine hippe, schönenund zugleich zeitgeistige Ausstellung aufgearbeitet, dass für Frankfurt Ausstellungen dieser Art wünschenswert sind.  Und gerade auch für jene Frauen, die sich intensiv mit ihrem Körperbildnis auseinandersetzen, dabei aber auch den gesellschaftlich historisch und wirtschaftlichen Rahmen verstehen möchten, in dem sie sich bewegen. Denn die Ausstellung hat nichts Ermahnendes oder Frauenkritisches, sondern lässt sie die Besucherin mit einer großen Portion Humor die Ausstellung verlassen.Neben Filmvorführungen mit Arte, gab es mit geladenen Professoren ein spannendes Rahmenprogramm. Mag die Internetpräsenz nicht einmal annäherend den Stil, sowie den getroffenen Zeitgeist der Ausstellung widerspiegeln, so lohnt es sich, immer wieder vorbei zu schauen.

Samstag und Sonntag 11–19 Uhr, Eintritt: 3 Euro

Bild: Felina (1950), Museum für Kommunikation, Frankfurt