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Rapper sind schon echt so ein Faszinosum. Sie sind männlich wie kein anderes Geschöpf. Sie weinen wie Frauen es nicht können, und sie schreiben wie Politiker es nicht können. Sie sind aggressiv, genügend Gründe dafür haben sie. Sie sind sportlicher als Kickboxer, wenn sie mit Drehkick gen Kamera treten. Sie sind doper als der größte Läufer. Sie können auch romantisch, wie gesagt, wenn sie verletzt sind, sie haben eine Mutterseele. Fast möchte man(n) sagen, sie sind nicht nur Faszinosum, sondern Prinzessin, mehr als ich es je sein werde. Als Frau fragt man sich da: “Hat ihnen die Mutter nicht gesagt, dass sie es können, die Sache mit der appearance, oder wurde es ihnen einfach nicht häufig genug gesagt?”

Ich weiß es nicht. Aber sie brauchen die Aufmerksamkeit, und sie verdienen sie, mehr als ein Journalist sich je davon erträumen lassen darf. Von Fremden, Freunden, Followern, Feuds, Frauen, und Fans. Der Widerstand aber, den die meist männlichen Rapper leisten wollen – gegen die Gesellschaft und alles, was sie sonst so im Alltag nervt –  könnte für die einen Fluch sein, für die Anderen der Segen schlechthin. Denn sie brauchen den geistigen Input, wie den materiellen Output. Für die Erfolgreichsten unter ihnen kommt das Eine aber eben mit dem Anderen. Das macht sie wegweisend, gerade auch, weil viele einen Migrationshintergrund haben und inspirieren können. Sie sind fortschrittlich wie der größte Broker in ihrer Persona, und broker als der größt möglich gefeierte Debütant der deutschen Literaturszene.

Für das weibliche Geschlecht gilt, das sich auch wieder zu jener Zeit überdurchschnittlich von den modernen Künstlern des Sturm & Drangs angezogen fühlt, sich nicht von jener notwendigen, aber zutiefst verletzlichen Männlichkeit in den Bann ziehen zu lassen. Denn so wirklich eifrig Handeln können das die wenigsten Frauen. Ihre Seitensprünge und medialen Eskapaden. Liebenswert sollten sie trotzdem für alle Frauen sein. Denn den Fame haben sie sich nicht umsonst verdient. Wer aber denkt wie ein Rapper, niemals so leben würde, für den gilt: “Date niemals einen Rapper!” Und wer sich mit ihnen zu messen versucht; “versucht es erst gar nicht, man(n) kann es ja doch nicht mit ihnen aufnehmen.

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