Menu
menu

Die letzten Monate war ich so einige Male im Frankfurter Store Douglas. Und wie ich einige, andere Frauen schon sagen hörte, so glaube auch mittlerweile ich: ” Douglas lässt mich kalt.” Unzählige Frauen spazieren durch die Frankfurter Innenstadt mit Douglas-Tütchen, was mehr als Sehnsucht weckt, sieht man gepflegt, stylisch, hübsche Frauen mit einer Paperbag flanieren.

Für das Ego, die neuesten Beauty-Entdeckungen und zur einfachen Verwöhnung einer Frau ist der Laden in der Frankfurter Zeil den Besuch wert. Leider aber scheint der Parfümeriegigant, der mit Zara und Instagram zum deutschen Lebensstil der modernen Frau zu den wichtigsten Marken gehört, die eigenen Mitarbeiterinnen noch heute unerträglich schlecht zu informieren. Im Mittelpunkt steht nämlich nicht minder mehr der Kunde, sondern Produkt wie auch die Verkäuferinnen als das Aushängeschild der Marke schlechthin.

Als eine Kundenkritik von mir, an eine mir zugeordnete Pressedame geschickt wurde, nachdem ich online keinen Kundenservice für den Handel auffinden konnte, gab es Häme und Verschmähung. Die Kritik mit “Zu viel Frauentamtam” wollte nicht so recht respektiert werden. Wer aber ein Make Up für 60 Euro kauft und verkauft, der braucht und sucht Beratung auf, kundenfreundlichen Umgang wie auch ein Auftreten, das dem Wunsch nach Wohlfühlfaktor nachkommt. Die aber ist so selten wie die 6 im Lotto.

Viele Frauen trauen sich daher nicht in den Store. Auf Douglas ist aber angewiesen, wer ein Faible für Make Up, Dienste wie auch Pflege hat. Dazu kommt, dass Douglas Exklusivrechte an prominenten Marken wie etwa KORA Organics, Tom Ford oder gar Starskin hat.

Nun. Die Frage aller Fragen: Verzicht oder weiter Konsumieren? Bereits in den 00er Jahren machte Kritik auf Foren die Runde. Kosmetik galt zwar als uncool, die Verkaufsberatung aber ebenso als zu hochnäsig, abwertend und hochmütig. Und da ist sie noch heute.

Mit den Jahren wurde das Publikum jünger, der Laden offener und auch das Angebot diverser. Douglas wurde gerade wegen des herrschenden “Beautybooms” zu eine der ersten Anlaufstellen für eine neue Kultur in Sachen Make Up, auch in Deutschland. Trotz der etlichen Konkurrenz wie auch Internettrends mit Flaconi, ist Douglas noch immer Monopol und Inbegriff. Warum das alles aber Grund dafür sein dürfte, die eigenen Kunden von oben herab zu betrachten, ist ein Rätsel.

Das neue Markenlogo, das dem einer Automarke gleich kommt, soll zwar zu einer Art Prestigemarke erheben, aber wird denn auch bei Mercedes Benz jeder beliebäugelt, der nicht mit Gucci-Schuhen zum Termin des Kaufvertrages kommt? Hinz kommt, dass der Service in Sachen Kundenorienterung nicht minder besser wäre, als jener, der in Drogerien angeboten wird. Für Douglas heißt aber: viel Umsatz, wenig Attitüde. Die Großeinkäufe werden alsbald woanders erledigt.

Leave a reply