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Heute wird Elias unter die Fittiche genommen. Der 1996 geborene Ali Bayila Bolonga hatte seinen ersten größeren Part auf dem kontroversen Song “Erdbeerwoche” von KC Rebell & Summer Cem. Ein Album erschien letztes Jahr, von Epic Records wurde sein jüngstes Video “BENZO” gerade erst vor weniger als zwei Wochen veröffentlicht. Er scheint hoch gehandelt zu werden. Aber gerade auch ein 22-Jähriger muss wissen, dass Rap ein gefährliches Spiel ist.
Gewinnen ist möglich, aber wie die Karrieren der meisten Rapper zeigt, ist es häufigst nur auf Zeit. Und gerade der Rap ist, wie viele andere Bereiche des Lebens auch, sehr von ihr abhängig. Konnten sich gestern noch Millionen mit Capital Bra, UFO361 oder Nimo, Soufian und Apache identifizieren, so ist es heute dann doch ein eher amerikanisch angehauchter Rapper, der die 90er auferleben lässt. Mag gerade die türkisch, oder eher muslimisch geprägte Kultur im Rap dominiert haben, so haben sich die Karten neu gemischt. Zwar hatte auch Kelvyn Colt aus Wiesbaden sein Glück probiert, aber der zu sehr auf amerikanisch getrimmte, wenige authentische Sprechgesang war mehr als nur ein Hype. Es schien eingespielt gewesen zu sein. Elias aber rappt in deutscher Sprache, benutzt ähnlich wie Mortel zwar auch die englische, ist sich und seinen Wurzeln, sowohl den afrikanischen als auch deutschen, stark bewusst und mit ihnen gerüstet. Eine eigene Identität nämlich, macht – auch in der Musik – erst langfristig erfolgreich. Es ist aber schön zu sehen, dass Rap auch wieder von jenen beheimatet wird, die ihn erschaffen haben. Nicht nur den Reimliebhabern, verbalen Schlägern oder Kulturaktivisten und Kriminellen, sondern auch jenen, die zwar auch nicht ganz unschuldig Spaß an dem Ganzen haben, aber schlicht auch 360-gradlinig ihre Passion ausleben wollen, mit ihrer Kunst, Stimme, musikalischen Neigung, und … selbstverständlich ihrem Act!

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