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Italienische Marken wie Max Mara sind seit einigen Saisons dabei, das Kopftuch zu einem Bestandteil ihrer westlich geprägten italienischen Mode zu machen. Doch italienische Mode stand einmal für Eleganz, Weltoffenheit und Tradition. Tradition ist zwar auch das Kopftuch als Bestandteil der Kleidung der islamischen Frau, aber passt das zusammen mit einer Marke wie Max Mara?

Der politische Begriff Inklusion wird heute in der Modewelt und Gesellschaft ernst genommen. Dass gerade auch Frauen der islamischen Welt nicht von der Mode ausgeschlossen bleiben, ist begrüßenswert.

Es gibt eine Vielzahl an Frauen, die sich islamisch anzieht, aber dennoch Max Mara kaufen will. Auch gibt es zurzeit Models wie Halima Eden oder unten gezeigte Influencerin Neelofa, die zur Modewelt dazugehören, auch zur Welt Max Maras.

Den ursprünglichen Werte Max Maras kommt das Kopftuch nicht gleich. Das Kopftuch steht für eine Form der Unterdrückung. Auch, wenn es der Frau Respekt zollen soll, was es häufigst tatsächlich tut, so ist es kontrovers.

Kontrovers – auch das ist die Mode selbst. Und so bleibt auch das Kopftuch, auch in der Modewelt. Denn so sehr es für Inklusion steht, oder gar eine Toleranz, auch gegenüber einer Gesellschaft, die von Migration geprägt ist, und mitgestaltet wird, bleibt fragwürdig, warum gerade Max Mara als Teil einer eurozentristischen Modeelite das Kopftuch mit in den Bestand nimmt. Denn inwiefern ist ein Kopftuch Teil “italienischer Mode?” Und wann darf eine Marke sich noch als italienisch begreifen, wenn sie auf Referenzen des Islams zurückgreift? Weltoffenheit hin oder her, das Kopftuch ist nicht kompatibel mit “italienischer Mode”.

Die Wirtschaft sagt es voraus. Wer mehr verkaufen will, muss mehr Menschen ansprechen. Im Zuge der Diversitäts-Regeln in der Modewelt, die besagt, dass “alle Menschen eingebunden werden müssen” auch in die Wahl der Models, gilt auch hier, dass Models nicht nur ein Beweis dafür sind, dass Menschen verschiedener Coleur nicht ausgeschlossen werden, sondern auch als ihre Kunden miteinbezogen.

Die Modewelt muss verkaufen, also wird die Zielgruppe erweitert. In alt-europäischen Gesellschaften wie jener in Deutschland, Italien oder gar Frankreich gilt aber, dass die “Leitkultur” nicht von anderen Kulturen, gar emigrierten Völkern und Nationalitäten eingeschränkt, gar verändert werden darf.

Ein italienisches Modehaus integriert aber Frauen mit Kopftuch nicht – sie leben nicht in der italienischen Gesellschaft – sondern verfolgt das Ziel, italienische Mode konsumierbar zu machen. Für jeden, der es sich leisten kann. Aber ist das nun “Integration” im politischen Sinne, Inklusivität, oder nicht doch ausschließlich Wirtschaft, die aber im Grunde die eigene Kultur “gefährdet”? Denn das Kopftuch in der italienischen Mode ist Witz und Ironie. Italien ist gegen den Islam. Wie kann da Max Mara als “italienischer Stil” geltend für das Kopftuch sein?

Bildquelle: Screenshot aufgenommen am 23.03.2020 über Instagramseite https://www.instagram.com/maxmara/

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