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Feiert ihr auch so Menschen, die aussprechen, was sie denken. Besser dann auch noch singen, was sie denken. Ich schon! Die Britin mit dem deutsch-klingenden Nachnamen ist fierce, und eine fighterin. “Therapist” ist eine ehrliche Abfuhr der 22-Jährigen. Dass Mae Muller schon aus einem coolen London selbstbewusst herausspaziert, war schon in “Anticlimax” zu sehen. Ihre sehr mädchenhafte Stimme beweist sich gegen die Welt der Jungs, denen sie den Laufpass gibt, und für die Welt der Männer, von denen sie träumt. Und mit “Dick” wird es nur noch heftiger. Aber wieso die Britin verurteilen, wenn sie emotional über die Dinge singt, die sie und ihre gesamte (Instagram-)Generation ohenhin schon beschäftigt. Sie selbst hat auch dazu eine Meinung: “…es muss nicht metaphorisch sein. Ich möchte Dinge aussprechen, die jeder im Kopf für sich denkt.” Für manche mag es zwar nicht so recht verständlich sein, weiß Mae, aber sagt eben auch selbst, dass es emotional ist. Und wer sich manchmal genauso fühle, der könne sich eben auch damit identifizieren. Sie kenne die Message, die sie verbreiten möchte. Mae Muller muss sich für ihre Sprache aber gar nicht rechtfertigen. Denn wer S****** erlebt, darf es auch beim Namen nennen. Und wer es schafft, wie Mae Muller ihre Songs wie aufbereitete Rosensträuße anderen jungen Mädchen da draußen zur Aufheiterung zu schenken, und dabei die besten Ratschläge parat zu haben, der verdient, für seine Stimme und Sprache, die Anerkennung zu bekommen, die ihr obliegt. Bravo Mae Muller! Am 17.Februar ist Mae Muller übrigens live in Berlin im Privatclub zu sehen.

Bilder: Rosaline Shahnavaz

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