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In der Wirtschaft ist häufig unter Männern die Rede vom “Aufsteigen”, was den meisten Frauen aber nicht gesagt wird, ist, was dieses “Aufsteigen” überhaupt bedeutet. Manche Frauen wissen es, sicher, andere wiederum glauben, “Aufsteigen” käme mit dem Chef ins Bett gehen gleich”, andere und das ist die letzte dieser drei Gruppen, hat keine Ahnung, dass “Aufsteigen” schlicht Weiterentwicklung heißt. Betreffend sowohl für das berufliche als auch private. Männer wissen meist wie das geht, klassisch betrachtet, Frauen sind sich dem weniger bewusst. Denn der Frau wird noch immer nur die Aufgabe zuteil, Kinder gebähren zu dürfen und müssen. Das zumindest ist die Sicht der erfolgreichen Männer, wenn es darum geht, wer die Verantwortung für was im Leben unternimmt.

Es geht nicht darum, eine Rabenmutter zu werden, keine Kinder kriegen zu wollen, oder die tausenden Rollen zu verlassen, die Frauen mögen und in denen sie sich wohl fühlen. Problematisch ist, dass Frauen sowohl in intellektuellen Kreisen, gleichermaßen wie bürgerlichen und prekären Verhältnissen noch immer als das weniger intelligente Geschlecht gilt, das nicht verdient oder gar es wert wäre, in das eigene Potential zu investieren, wenn sogar es zu fördern und weiterzubilden. Anders als Männer, die vom Profit des Weiterentwickels wissen, darüber nachdenken und schlussendlich, diese Kompetenz auch pflegen. Frauen wiederum wird glaubhaft, dass sie und ihr Leben genügend ist, wenn sie all’ das tut, was besonders Man(n) von ihr erwartet. Erwartungen sind dies, die überwiegend von Männern stammen, aber auch von Frauen an andere Frauen gestellt werden, die selbst ein konservatives, gar minderwertiges Frauenbild und Ehebild haben.

Dieses Unwissen führt dazu, dass Frauen dann nicht nur im Arbeitsleben – die moderne Frau von heute hat sich das Recht, aufsteigen zu können hart verdient, dem deutschen Feminismus sei seit Anbeginn 70-er Dank, sondern auch im Privatleben an einen Punkt stoßen, an dem sie nicht weiter wissen. Denn das Leben stellt Aufgaben, nicht nur Männern, sondern auch Frauen. Und die bestehen aus weitaus mehr als Hausarbeit und Kinderpflege wie auch Erziehung. Während aber von konservativen Männern immer wieder betont wird, dass sie sich weiterentwickelt hätten, und das tun von Fußballstar über Chefredakteur und Bauarbeiter bis hin zu CEO eines Großkonzerns im Finanzwesen Männer jeden Alters, jeder Coleur und Herkunft, sind es Frauen, die dieses Wort nicht in ihrem Sprachschlatz haben, was sie bräuchten, um in dieser Welt erfolgreich zu überleben, wenn auch Erfolg heutzutage glücklich sein bedeuten mag. Weiterbildung heute reicht nicht mehr aus. Weiterentwicklung ist das Stichwort, denn gerade in Unternehmen oder anderen Berufsfeldern gilt, Weiterentwicklung sprich Persönlichkeitsentfaltung – und Veränderung ist gewinnbringend, sowohl als Mutter, als auch als arbeitende Frau, und schlussendlich unabhängiger Charakter, denn die Welt verändert sich immerwährend und entwickelt sich – im schlimmsten Fall zurück. Selbiges gilt für das “schönere Geschlecht”, dem Aufgaben meist selbst erteilt werden. Und wenn Frauen, sie leiden meist mehr seelisch als Männer, sich nicht ebenso weiterentwickeln und es auch nicht dürfen, kommt es zur Stagnation, und die ist schmerzlich. Dagegen hilft und beugt vor, alles, was weiterentwickeln kann: Erfahrungen sammeln, sich informieren, Wissen aneignen, lesen, Sport treiben, sich um die Kinder kümmern, – auch das fördert selbstverständlich Weiterentwicklung – und zu guterletzt auch hin und wieder für eine eigene Comfortzone investieren.

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