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Vor einigen Wochen stellte das Zeitmagazin der Hamburger Lokalzeitung Die Zeit mit der hohen Auflage von knapp 500.000 Exemplaren ein deutschlandweites Editorial zu Sängerin und Popstar Dua Lipa vor. Die 24-Jährige mit kosovo-albanischen Vorfahren wurde dabei nicht nur interviewt, von zwei Männern, sondern auch grenzwertig offenherzig dargestellt. Nicht das erste Mal, dass eine Frau zum Sexobjekt der männlichen Phantasie der Chefredaktion wird. Was mit einer Wana Limar begann über Topmodel Anna Ewers weiter geführt wurde und schlussendlich mit der Fetischisierung des schwarzen Körper seinen Höhepunkt hatte, zeigt auf, dass in Deutschland noch immer männliche Redakteure es nicht schaffen, Frauen frei von einem sexuell verfügbaren Kontext abgelichtet zu sehen. Denn hier, so sehr die sexuelle Freiheit der Frau auch gegensätzlich zum Islam angepriesen wird oder gar als solche verstanden buchstäblich fatal besteht, so ist doch klar, daß die deutsche Frau sich nicht schonen kann vor der sexuellen Objektivierung des männlichen Auges, das immer wieder dazu führt, dass Frauen als Sexobjekt legitimiert und dem öffentlichen Auge vorgeführt werden. Zwar verkauft sich das Zeitmagazin als ein Kunst- und Kulturmagazin, das eine Künstlerin darstellt, die ohnehin für jene neue Körperlichkeit auf Instagram über Frauen wie Bella Hadid einstehen mag, und dennoch, und das ist das eigentliche Problem, verstreut das Magazin jene Bilder unter dem Aspekt des Feminismus, indem es die Frau erneut auf ihr Äußeres reduziert, davon profitiert und sie zum Lustobjekt männlicher Redakteure macht.

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